Zeitaufwand

Die Pflege eines Aquariums kann äußerst zeit intensiv sein. Neben dem Testen der Wasserqualität, Überprüfung der Gesundheit Deiner Aquariumbewohner, sowie der Reinigung des Beckens, musst Du auch auf Pflanzen und die Bodenreinigung achten. Daher solltest Du Dir vorher genau überlegen welche Größe Dein Aquarium haben soll, und ob Du die nötige Geduld mitbringst, um Dich um ein Aquarium zu kümmern.

2. Wasserqualität

Einer der wichtigsten Punkte bei der Aquariumpflege ist die Qualität des Wassers. Ist diese nicht gegeben, können Deine Fische krank werden. Die Wasserqualität solltest Du bei einem neuen Aquarium alle 2-3 Tage testen. Ist Dein Aquarium bereits stabil, reicht es einmal die Woche. Um zu überprüfen ob Deine Wasserqualität stimmt, kannst Du Dir in jedem Fachmarkt aber auch im Baumarkt Wasserteststreifen kaufen.
Diese Tests geben Auskunft über den ph-Wert, den Karbonat- und Gesamthärtewert, sowie den Nitrit- und Nitratgehalt Deines Wassers.

3. Fütterung

Eine tägliche Maßnahme ist die Fütterung Deiner Tiere. Dabei solltest Du darauf achten, nicht zu viel Futter ins Aquarium zu geben, da die Futterreste das Aquarium verdrecken können. Als Richtwert sollte das Futter innerhalb von 2-3 Minuten aufgefressen worden sein. Hier musst Du auch darauf achten, welches Futter für Deine Fische in Frage kommt, ob Futtertabletten für Welse, Prachtschmerlen etc. oder Trockenfutter für Salmler, Barben etc.

4. Krankheitssymptome

Du solltest ebenfalls täglich Deine Fische beobachten auf eventuelle Krankheitssymptome, damit diese schnell behandelt werden können, bevor andere Fische sich ebenfalls anstecken. Symptome können sein: aufgeblähter Bauch, Glotzaugen, Geschwüre, schiefe Wirbelsäule, beschädigte Flossen, weißlicher Flossenrand oder blasse Farben. Hier solltest Du Dich beim Tierarzt erkundigen welche Maßnahmen und Behandlungsmethoden Du anwenden solltest.

5. Angeschlossene Geräte

Du solltest regelmäßig alle angeschlossenen Geräte überprüfen (Filter, Heizung, Sauerstoffpumpe, Co2 Pumpe sowie Beleuchtung). Die einwandfreie Funktion Deines Zubehörs ist deshalb so wichtig,
da kleine Abweichungen bereits Folgen für das Ökosystem Deines Aquariums zur Folge haben können.

6. Pflanzen- und Algenwachstum

Wenn Du Wasserpflanzen in Deinem Aquarium hast, ist es auch wichtig, diese zu pflegen. Du musst die Pflanzen mit Dünger versorgen, sowie mit einem Bodenreiniger die vermehrte Algenbildung in Schach halten. Ebenso musst Du neue Triebe der Pflanzen zurückstutzen. Mit einem Kescher kannst Du mühelos Pflanzenreste und Dreck aus dem Becken herausfischen. Solltest Du Algen an der Scheibe des Beckens haben, kannst Du diese mit einem Reinigungsmagneten von innen säubern.

7. Filter des Aquariums

Den Aquariumfilter solltest Du nur reinigen, wenn der Durchfluss sehr deutlich nachgelassen hat. Du musst nämlich wissen: Umso länger der Filter schon in Betrieb ist, umso mehr Bakterien, die Schadstoffe im Wasser abbauen, sind vorhanden. Achte beim Filterwechsel darauf, dass Du die Filtermatten und andere Filtermaterialien daher am besten nur im vorher entnommenem Aquariumwasser ausspülst und möglichst viel des Filterwassers erhältst.

Ebenfalls solltest Du nie den kompletten Filter sauber machen, sondern jeweils nur Teile wie z.B. die Filtermatten. Nach einiger Zeit sollten die Filtermatten aber auch ausgetauscht werden. Vergiss hier aber nicht die Filterschläuche, diese solltest Du bei Verstopfung mit Schlauchbürsten reinigen.

8. Wasserwechsel

Häufiger als Deine Filterreinigung, solltest Du einen Teilwasserwechsel durchführen. Am besten saugst Du das Aquariumwasser mit einem Bodenreiniger ab, damit reinigst Du automatisch auch den Kies am Boden Deines Aquariums. Den Teilwasserwechsel solltest Du alle 1-2 Wochen durchführen. Achte hierbei darauf, dass Du nicht mehr wie 20% des Wassers wechselst, um nicht allzu große Veränderungen der Wasserwerte zu verursachen.

9. Wasseraufbereiter

Wenn Du einen Wasserwechsel oder einen Teilwasserwechsel durchführst, musst Du darauf achten, das Wasser mit einem Wasseraufbereiter zu behandeln. Solltest Du Kupferrohre im Haus haben, lasse das Wasser vorher etwas laufen, da Kupfer bekanntlich giftig ist. Der Wasseraufbereiter hat viele wichtige Funktionen, um die Wasserqualität Deines Aquariums zu halten. Er besitzt Biokolloiden und Algenextrakt, diese sorgen bei Deinen Fischen für den Schleimhautschutz und schützen vor schädlichen Substanzen im Leitungswasser. Ebenso fügt er dem Wasser lebensnotwendige Inhaltsstoffe bei.

10. Bodenreinigung

Viele Neueinsteiger begehen hier einen großen Fehler, indem Sie das Aquarium samt Bodengrund und Filter regelmäßig gründlich unter heißem Wasser reinigen. Dabei sollte der Bodengrund mitsamt dem Dreck nicht ausgewaschen werden, da dieser vermeintliche Dreck eigentlich „Mulm“ ist und eine entscheidende Rolle für das Ökosystem im Aquarium spielt. Darin befinden sich große Teile der schadstoffabbauenden Bakterien. Die Folgen können hier ein Anstieg von giftiger Konzentration von Ammonium und Nitrat sein. Daher solltest Du beim Reinigen immer etwas Filterschlamm und „Mulm“ im Aquarium belassen.

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