Fehler vermeiden

Wenn Du über die Anschaffung eines Pferdes nachdenkst, solltest Du die größten Fehler in der Kostenkalkulation vermeiden.

– Deine Wünsche und Bedürfnisse entscheiden über die Kosten

Wer anspruchsvollen Turniersport bis Level S absolvieren will, muss auch mit höheren Kosten pro Monat rechnen. Das Freizeitpferd im Offenstall hingegen ist deutlich günstiger. Die Tierliebe sollte dabei immer im Vordergrund stehen, egal für welche Haltungsform Du Dich entscheidest. Aber die Art der Haltung und des Reitsports beeinflussen den monatlichen Betrag, den Du aufbringen musst, erheblich.

Ein eigenes Pferd: Mit diesen Kosten musst Du rechnen

– Rücklagen pro Monat einplanen

Die Pferdehaltung ist nicht nur wegen der laufenden Kosten teuer, sondern besonders dann, wenn unerwartete Mehrkosten für den Tierarzt oder sogar eine Pferde-OP anfallen. Eine plötzliche Erkrankung oder ein Unfall Deines Pferdes kann zu unerwarteten und hohen Kosten führen.

Das muss aber kein Problem sein, denn Du kannst vorsorgen. Bereits ab knapp 7 Euro pro Monat können Pferdebesitzer eine Pferde-OP-Versicherung abschließen. Ein Anbieter ist die R+V Versicherung, die zukünftigen Pferdehaltern auch gerne beratend zur Seite steht.

Nach einer Kolik-OP kommen abgesehen vom Schock auch noch hohe Kosten auf die Besitzer zu. Gerade deshalb ist es ratsam vorzusorgen. Finnische Wissenschaftler fanden heraus, dass 82 Prozent der operierten Pferde nach einer Kolik wieder vollständig genesen.

Monatliche Kosten kalkulieren

Grundsätzlich gilt: Setze Deine monatlichen Kosten lieber zu großzügig an. Nach ein paar Monaten kannst Du Deine Kalkulation mit den Erfahrungswerten vergleichen und gegebenenfalls anpassen. So kommst Du garantiert noch lange in den Genuss der Vorteile der Haustierhaltung für den Menschen.

Stallmiete

Die Unterbringung Deines Pferdes richtet sich nach Deinem Reitstil, Deinen Wünschen und der Frage, ob Du eine Unterbringung mit der Möglichkeit, Reitstunden in Anspruch zu nehmen, möchtest. Grundsätzlich ist die Haltung im Offenstall günstiger als die Vollpension in einem Reiterverein. Trotzdem gibt es hier auch je nach Region große Unterschiede. Der Stallplatz in München ist deutlich teurer als der in Mecklenburg-Vorpommern.

Du kannst mit monatlichen Kosten zwischen 150 und 350 Euro rechnen.

Hufschmied

Der Hufschmied kommt nach Bedarf alle 5 bis 9 Wochen. Rassen, die im Rennsport eingesetzt werden, benötigen häufiger neue Eisen. Die Kosten liegen zwischen 80 und 120 Euro. Der Preis richtet sich danach, ob das Pferd mit oder ohne Eisen läuft. Somit bestimmt der Zweck den Preis.

Tierarzt und Impfungen

Der Tierarzt sollte mindestens zweimal im Jahr nach Deinem Pferd schauen. Zu den wichtigsten Impfungen gehören Tetanus und Influenza. Eine gute Beziehung zu Deinem Tierarzt ist besonders wichtig, wenn Du mal Fragen hast oder sich unerwartete gesundheitliche Probleme einstellen. Impfungen kosten circa 200 Euro für das ganze Jahr.

Pferdezahnarzt

Der Pferdezahnarzt kommt einmal im Jahr und sieht sich das Gebiss deines Tieres an. Wenn es nichts weiter zu behandeln gibt, belaufen sich die Kosten auf rund 150 Euro für ein Jahr.

Versicherungen

Neben der Pferde-OP-Versicherung kannst und solltest Du auch eine Pferdehaftpflichtversicherung abschließen. Die Kosten belaufen sich auf circa 100 Euro pro Jahr. Damit bist Du im Schadensfall optimal abgesichert.

Ausrüstung

Hierzu gehören Sattel, Satteldecke und Trense. Aber auch Deine Putzbox und Gamaschen fallen in diese Kategorie. Für die Ausrüstung gibt es keinen definierbaren Betrag. Das richtet sich sehr nach dem Reitstil, den Du bevorzugst. Turniersport wird aber immer teurer sein als reines Freizeitreiten. Für Deine Erstausstattung kannst Du mit 1.000 bis 2.000 Euro rechnen.

Reitunterricht

Wenn Du Stunden bei einem privaten Trainer nimmst, wird das teurer als bei einem guten Freund, der auch reitet. Hier sind Deine Wünsche gefragt und Du musst selbst entscheiden, wie viel Unterricht Du brauchst und willst. Reitstunden kosten je nach Trainer zwischen 20 und 120 Euro pro Stunde.

Futter

Pferde fressen nur Heu. Das ist ein gängiger Irrglaube. Zwar fressen sie viel davon, aber je nach Beanspruchung durch den Reiter oder den Turniersport kann auch Kraftfutter zugemischt werden. Manche Reitställe bieten für ihre Mitglieder eine Kombination aus Stallmiete und Futterpaket an. Die Kosten liegen nur für das Futter zwischen 50 und 100 Euro pro Monat.

Rücklagen

Wenn Du auf unerwartete Kosten vorbereitet sein willst, legst Du Geld zurück und bildest Rücklagen. Hier sind 500 Euro pro Jahr sinnvoll. So bist Du nicht nur vorbereitet, wenn Dein Pferd krank wird, sondern auch, wenn mal Dein Sattel kaputtgeht.

Wieviel kostet ein Pferd pro Monat?

Ein Pferd kostet pro Jahr zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Der Anschaffungspreis ist hier noch nicht mit eingerechnet. Dieser variiert stark nach Alter, Rasse und Verwendungszweck. Monatlich ergeben sich folglich Kosten zwischen 300 und 900 Euro.

Fazit

Wer die laufenden Kosten grob überschlägt, kann besser haushalten. Die laufenden Kosten können durch eine andere Haltung oder eine Veränderung des Futters noch angepasst werden.

Bildquelle:

  • Ein eigenes Pferd: Mit diesen Kosten musst Du rechnen: pixabay.com © skeeze, CCO Public Domain
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