In der dunklen Jahreshälfte ist das Anzünden von Kerzen besonders beliebt. Doch das kann für Katzen echt gefährlich werden…

Jeder kennt’s: Es bringt ein heimeliges Gefühl in die vier Wände, wenn es draußen kühl und trüb ist und dabei Kerzen brennen. So empfinde Ich das grundsätzlich auch. Nach dem Einzug in meine erste eigene Wohnung mit meinem roten Kater Feli, dachte Ich mir deshalb, dass es doch sehr nett sei ein paar Teelichter anzuzünden und es sich danach gemütlich zu machen. Meine Eltern waren und sind keine Freunde von brennenden Kerzen, deshalb gab und gibt es auch heute keine einzige Kerze im elterlichen Haushalt; dafür jede Menge Batterien! Warum das so ist, lernte Ich durch folgende Geschichte…

Eines Abends hatte Ich es mir gerade mit meinem Kater Feli auf der Couch gemütlich gemacht, fielen mir meine neu gekauften Teelichter ein. Also holte Ich diese kurzentschlossen aus der Verpackung und stellte sie vor uns auf dem Couchtisch auf. Doch kaum waren sie zum Anzünden bereit, überkamen mich erste Zweifel! Ich hatte schon so viele Geschichten über brennende Wohnungen gelesen und gehört, wo eine Kerze genügt hatte um die Wohnungsinhaber obdachlos zu machen. Außerdem, könnte sich mein Kater verletzen, denn er war bis dahin noch nie mit „Feuer“ in Kontakt gekommen. Schlussendlich kam Ich allerdings zu folgendem Entschluss: Ich würde vorerst nur ein Teelicht anzünden und die Kerze sowie meinen Kater genau unter Beobachtung halten, dann sollte ja eigentlich das Gefahrenrisiko nicht so groß sein, so dachte Ich weiter.

Gedacht, getan! Ich zündete also eines der Teelichter an und machte es mir wieder neben meinem Kater bequem. Dieser jedoch, fand natürlich das neue, leuchtende „Ding“ am Couchtisch weitaus interessanter als mit Frauchen weiter zu kuscheln! Ganz vorsichtig näherte er sich der kleinen Kerze. „Feli, nein!“ mahnte Ich meinem roten Kater. Danach nahm Ich ihn hoch und setzte ihn zurück auf die Couch. Doch kaum dort angelangt, schlich er sich wieder an das Teelicht heran. Erst als er die von der Kerze ausgehende Wärme spürte, wendete er sich davon ab. „Siehst du! Das ist nichts für Katzen!“ sagte Ich zu ihm, als er sich von der Kerze abwandte. Schließlich machte er es sich auf seinem Lieblingsplatz bequem und hielt ein kleines Schläfchen. Da nun alles unter Kontrolle war, widmete Ich meine Aufmerksamkeit einem bereits begonnenen Spielfilm.

Als der Film auf seinen Höhepunkt zusteuerte, drang plötzlich ein intensiver Geruch, nach Verbranntem in meine Nase. Sofort fiel mein Blick auf den vor mir stehenden Couchtisch und Ich erkannte sofort woher der Geruch kam: Über dem Teelicht stand Feli und wärmte sich mit dessen Hilfe sein Bäuchlein! Obwohl die Fellspitzen ganz leicht versenkt waren und einen intensiven Geruch erzeugten, blieb er dennoch ungerührt stehen! Vorsichtig (damit wirklich kein Unglück geschah) und schnell hob Ich meinen Kater hoch, kontrollierte ihn auf eventuelle Verletzungen (zum Glück war alles bis auf ein paar versenkte Fellspitzen vollkommen ok) und setzte ihn anschließend auf die Couch. Danach löschte Ich sofort das Teelicht. „Na, was sollte denn das?! Man bleibt nicht über der Kerze stehen und wartet das man brennt!“ sprach Ich mahnend zu Feli. Dieser sah mich mit großen Katzenaugen verständnislos ob meiner Aufregung an und machte sich schließlich ungerührt daran ein Nickerchen zu halten! Ganz so als wäre gar nichts gewesen.

Doch so cool wie Feli, nahm Ich dieses Erlebnis nicht! Ich nahm daraufhin die gesamten Teelichter, packte sie in eine Tasche und schenkte sie meiner Freundin, welche damals keine Haustiere hatte. Seit jenem Tag, gibt es keine echten Kerzen mehr bei uns zu Hause, sondern nur die mittlerweile erhältlichen „LED-Kerzen“ und jede Menge Batterien.

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