Bewegungsfreudiger Hund oder verschmuste Katze: Jedes Tier hat seine Eigenheiten. Hier erfährst Du, welches Haustier am besten zu Dir passt! 

Wichtige Fragen vor dem Haustierkauf

Ein Haustier bereitet viel Freude. Kein Wunder, dass in jedem dritten Haushalt in Deutschland ein Haustier wohnt.
Vor der Anschaffung stellen sich jedoch erst einmal viele Fragen. Gut, dass es für fast jeden Menschen ein passendes Haustier gibt. Die beliebtesten tierischen Freunde sind sicherlich Hund oder Katze. Doch nur weil so viele Tierfreunde in Deutschland einen solchen Vierbeiner beheimaten, heißt das nicht, dass Du Dir den Kauf nicht gut überlegen solltest. Egal welches Tier Du anschaffst, es hat immer bestimmte Bedürfnisse in Sachen Zeit, Aufmerksamkeit und nicht zuletzt auch Geld. Die Kosten für die Tierhaltung können stark variieren. Zu den festen Ausgaben, die regelmäßig auf die Tierhalter von Hund oder Katze zukommen, gehören:

  • Futter (je nach Größe des Tieres teurer)
  • Impfungen, regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt
  • bei Hunden: Hundesteuer und Haftpflichtversicherung

 

Katze und Hund liegen zusammen am Boden

Neben diesen Kosten muss das Tier natürlich zunächst einmal angeschafft werden. Wenn Du ein Rassetier, egal ob Hund oder Katze, haben möchtest, kannst Du gleich mehrere Hundert Euro einplanen. Selbst Tierheime verlangen eine Schutzgebühr.

Außerdem benötigen Haustiere eine gewisse Grundausstattung an Zubehör: Decken, Körbchen, Leine, Näpfe, Spielzeug. Auch dies summiert sich schnell, insbesondere wenn der stolze Tierbesitzer vor lauter Vorfreude für seinen neuen Liebling viel zu viel einkauft.
Als Tierhalter solltest Du zusätzlich zu den regelmäßigen Kosten auch immer etwas Geld für eventuelle ungeplante Tierarzt-Besuche auf der hohen Kante haben. Ob es nur ein tränendes Auge ist oder der Vierbeiner plötzlich eine Operation benötigt: Eine Behandlung beim Veterinär kann teuer werden. Für aufwändige oder langwierige Arztbesuche fallen schnell einmal ein paar Hundert Euro an. Aber auch Kleinigkeiten und benötigte Medikamente können durchaus schon hundert Euro kosten. Bedenke auch, dass Hunde zehn bis fünfzehn Jahre alt werden können, Katzen sogar bis zu 20 Jahre. Über diesen langen Zeitraum hinweg können immer wieder unvorhergesehene Tierarzt-Kosten anfallen.

Haustierhaltung erfordert viel Zeit

Wenn Du die Kosten realistisch einschätzt und dies für Dich kein Problem darstellt, stellt sich als nächstes die Frage danach, wie viel Zeit Du mit Deinem vierbeinigen Liebling verbringen kannst und möchtest. Jedes Tier benötigt tägliche Aufmerksamkeit, aber während eine Katze meist gut tagsüber allein bleiben kann, müssen Hunde öfter ausgeführt oder zumindest rausgelassen werden.

Die Rasse hat sowohl bei Hunden als auch bei Katzen Einfluss darauf, wie verspielt und aufmerksamkeitsbedürftig das Haustier ist. Während Hunde Dich als Frauchen oder Herrchen häufig direkt zum Spielen und Streicheln auffordern, können auch die ruhigeren Katzen nicht ohne Aufmerksamkeit auskommen.

Abhängig von der Rasse solltest Du auch Zeit für die Fellpflege Deines Vierbeiners einplanen. Für manche Tiere brauchst Du spezielle Bürsten und eventuell Badeutensilien oder musst regelmäßig einen Tierfriseur besuchen.

Abschließend solltest Du bereits vor der Anschaffung Deines neuen Freundes abklären, wer sich um das Tier kümmert, wenn Du verreist oder mal ins Krankenhaus musst. Nicht immer kann ein tiergerechter Urlaub gebucht werden und auch in Notfällen muss die Versorgung Deines Tieres sichergestellt sein. Bei Katzen kann es eventuell reichen, wenn jemand einmal täglich Futter gibt und die Katzentoilette saubermacht. Ein Hund braucht jedoch tägliche Spaziergänge und Spieleinheiten, auch wenn Du im Urlaub bist.

Weißer Hund schmust mit weißer Katze

Hund als Haustier

Der Hund ist der beste Freund des Menschen – Hundehalter stimmen dem sicherlich zu! Bereits an der Haustüre begrüßt der Vierbeiner Dich überschwänglich. Mit Schwanzwedeln und Aufforderungen zum Spielen und Streicheln zeigt er Dir seine Zuneigung.
Auch wenn das verlockend klingt, benötigt ein Hund doch viel Zeit und Pflege, die nicht jeder Mensch aufbringen kann. Wer allein lebt und einen 8-Stunden-Arbeitstag hat, an dem der Vierbeiner allein zu Hause bleiben muss, sollte von der Anschaffung womöglich eher Abstand nehmen. Zwar gibt es auch weniger aktive Hunderassen, aber selbst diese benötigen tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Größere Hunde haben meist auch ein riesigen Bedürfnis an Bewegung – und zwar nicht nur einfach Gassi gehen, sondern Aktivitäten und Spiele zum Auspowern. Ein Hund ohne genügend Auslauf kann anstrengend und verhaltensauffällig werden. An erster Stelle steht außerdem natürlich, dass der Hund zufrieden ist und sich wohl fühlt. Dies ist bei fehlender Bewegung nicht gegeben.

Dein vierbeiniger Freund ist jedoch ein ausgezeichneter Anreiz für Dich, mehr Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Wenn Du ohnehin aktiv bist oder gern mehr für Deine Gesundheit tun möchtest, ist ein Hund die beste Motivation. Bei Wind und Wetter braucht er seinen Auslauf. Auch für ältere Menschen, die fit bleiben möchten und nicht bewegungseingeschränkt sind, ist ein Hund daher eine gute Wahl.

Frau geht mit Hund Gassi

Katze als Haustier

Katzen sind häufig unaufdringlicher mit ihrer Zuneigung als Hunde. Sie kuscheln gern mit Dir auf dem Sofa und verbringen viele Stunden des Tages schlafend. Eine schnurrende Katze auf dem Schoß wirkt ungemein entspannend und Studien belegen positive Auswirkungen auf Blutdruck und andere Erkrankungen. Aber auch lustige Action-Einlagen beim Spiel mit einer Angel oder einem Ball sind bei den Samtpfoten garantiert. Katzen sind meist leise und können, insbesondere bei der Haltung von weiteren Artgenossen oder als Freigänger, tagsüber allein bleiben und sich gut selbst beschäftigen.

Daher bieten sich die Stubentiger als Haustier nicht nur für berufstätige Menschen an, sondern auch für Senioren oder für bewegungseingeschränkte Menschen. Auch wenn sich Katzen besser allein unterhalten können als Hunde, so brauchen sie doch die Aufmerksamkeit ihres Frauchen oder Herrchen. Katzen wird zwar Eigensinn nachgesagt, aber wer sich auf die Eigenarten der charakterstarken Tiere einlässt, erhält auch viel Zuneigung zurück.

Als Katzenhalter musst Du neben Zeitaufwand auch ein wenig Anpassung Deiner Wohnung einplanen. Die Samtpfoten brauchen Raum zum Klettern und Kratzen und nicht jeder mag einen Kratzbaum neben dem Designersofa stehen haben. Bietest Du Deinem vierbeinigen Liebling genug Möglichkeiten zum Toben und Spielen, wird Deine restliche Einrichtung jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit in Ruhe gelassen.

Schwarz-weiße Katze neben einem Baum

Beratung im Fachgeschäft

Wenn Du Dich nun für die Anschaffung eines Haustiers entschieden hast und abschließend klären möchtest, ob Hund oder Katze besser geeignet ist, dann informiere Dich zusätzlich noch im Zoo-Geschäft. Die Mitarbeiter haben einen guten Überblick über die Kosten eines Tieres und können Dich sehr individuell dazu beraten, wie viel Futter eine bestimmte Rasse braucht oder welches Zubehör benötigt wird. Außerdem verfügen sie über viel Erfahrung mit Tierhaltern und können Dir spezielle Fragen beantworten.

Katze schmust mit Hund

Im Fachgeschäft erfährst Du eventuell auch gleich, wo Du Deinen neuen Freund kaufen kannst. Oftmals hängen hier Informationen von Züchtern oder Tierheimen aus oder die Mitarbeiter haben Tipps. Auch zu Vor- und Nachteilen sowie besonderen Bedürfnissen bestimmter Rassen, egal ob Hund oder Katze, gibt man Dir im Zoohandel gerne Auskunft. Zögere nicht, Deine Fragen hier zu stellen, denn die Anschaffung eines Haustiers ist eine Entscheidung für mindestens die nächsten zehn Jahre und will gut überlegt sein, damit Du viel Freunde an Deinem Vierbeiner hast und andersherum.

Bildquelle:

  • Katze und Hund liegen zusammen am Boden: @Gaieus - Pixabay.com
  • Weißer Hund schmust mit weißer Katze: @JACLOU-DL - Pixabay.com
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  • Schwarze Katze und kuperfarbener Hund: @StockSnap - Pixabay.com