Hundewelpen stubenrein bekommen – so geht’s
Ratgeber Hundewelpen richtig erziehen und stubenrein bekommen leicht gemacht. Worauf man achten sollte und wie die Welpenerziehung ziemlich stressfrei für Welpen und Herrchen ablaufen kann.

Grunderziehung und Prägephasen

Genau wie kleine Menschenkinder müssen auch Hundewelpen eine gewisse Grunderziehung erfahren. Grundsätzlich muss man sich als Herrchen oder Frauchen vor Augen führen, dass der kleine Welpen wächst und nicht immer das niedliche Wesen bleibt. Man darf auf keinen Fall das junge und reizende Hundegeschöpf „hätscheln und tätscheln“. Der kleine Welpen wächst nun Mal zu einem echten Hund heran und ist und bleibt ein Rudeltier, welches wiederum ein „Alphatier“ benötigt. Will heißen: Du musst dem Tier von Anfang an neben viel Liebe und Aufmerksamkeit, auch zeigen wer der „Herr im Hause“ ist. Dies gilt umso mehr, wenn der Hundewelpe keinen Spielkameraden bekommt und als Einzeltier gehalten wird. Allerdings darfst Du den kleinen Hund nicht überfordern oder gar zu autoritär mit dem kleinen Geschöpf umgehen. Befehle, Kunststücke oder Kommandos wird ein Hundewelpe nur schwer ausführen. Aber als Faustregel sollte man die einfache Regel beachten: Ein Mal „Ja“ bleibt immer „Ja“. Wenn Du beispielsweise nicht möchtest, dass der Hund es sich auf der Couch bequem macht, musst Du es ihm von Anfang an begreiflich machen. Springt der kleine Welpe immer wieder auf die Couch, so reagierst du sofort mit einem klaren ruhigen „Nein“ und hebst den Welpen geduldig aber bestimmt wieder auf den Boden oder direkt in sein Körbchen bzw. auf die Hundedecke. Du wirst sehen, dass es im Laufe der Zeit funktionieren wird. Konsequenz, Geduld und Ausdauer ist hier das Zauberwort. Winselt der kleine Hundewelpen in direkter Reaktion, lass Dich nicht erweichen. Du tust Dir und dem Hundewelpen für die Zukunft keinen Gefallen damit. Gib auf gar keinen Fall nach und hol ihn etwa auf die Couch zurück. So herzzerreißend sich das Winseln vielleicht auch anhört. Mit Sicherheit hast Du sein Körbchen schön warm gepolstert oder ihm ein plüschiges Hundespielzeug mit auf die Hundedecke gegeben. So wird er sich schnell wieder beruhigen und seinen nötigen Schlaf halten. Zwischen der 4. und 8. Lebenswoche verläuft die sogenannte Prägephase. Alles was dein Hund in dieser Zeit erfahren hat, wird ihn prägen und entscheidend dafür sein, ob er sich gut in ein Mensch-Tier-Verhältnis einfügen kann. Du solltest unter diesem Aspekt schon genau beim Züchter nachfragen unter welchen Umständen und Verhältnissen dein Hund nach der Geburt gehalten wurde. Wie lange war er bei seiner Mutter? Hatte er ständigen Kontakt zu anderen Hunden? Konnte er sich frei in der Natur bewegen und viele Geräusche, Gerüche und Gegenstände erkunden? Hatte er bereits Kontakt zu verschiedenen Menschen? Hat er vor irgendetwas Angst? Je mehr positive Dinge dir erzählt werden, umso besser ist es für dich und natürlich dem Hundewelpen selbst. Nach diesen Prägungswochen folgt die eigentliche Sozialisierungsphase und Du kannst dich auf aufregende und erlebnisreiche Wochen und Monate freuen. Sanfte Erziehung, Schmusen und Beschäftigungsspiele stehen auf dem täglichen Programm. Dazu gehört es auch, den kleinen Hund „stubenrein“ zu bekommen.

Wie oft müssen Welpen raus?

Natürlich ist Dein Hundewelpe nicht direkt stubenrein, wenn Du ihn zu Dir nach Hause holst. Es werden hin und wieder immer wieder kleine „Unfälle“ passieren. Wenn Du die Hinterlassenschaften deines kleinen Freundes jedoch gleich aufwischt hält sich die Geruchsbelästigung in Grenzen. Du solltest jedoch niemals schimpfen oder fluchen. Du musst im Übrigen tagsüber, wenn Du zu Hause bist, mindestens alle zwei Stunden mit dem Welpen nach draußen gehen, damit er lernt, dass er dort sein „Geschäft“ machen kann. Er wird schnell lernen, dass so sein Schlaf- und Ruheplatz trocken bleibt. Wenn Dein Hundebaby plötzlich unruhig herumläuft, sich im Kreis dreht und mit der Schnauze den Boden absucht, dann ist es höchste Zeit um mit ihm nach draußen zu gehen. Wenn dann alles gut gegangen ist, solltest Du Deinen Hund auch jedes Mal ruhig und freundlich loben. Hundewelpen „müssen“ meist nach dem Fressen, Trinken, Schlafen oder Spielen. Aber auch nachts wird Dein Welpe „müssen“ müssen. Wenn Du konsequent alle 2 Stunden mit ihm nach draußen gehst, werden die kleinen „Unfälle“ zum größten Teil ausbleiben. Anfangs kann es sein, dass Du Dir für nachts den Wecker stellen musst. Die Abstände verringern sich mit dem Wachstum des Welpen. Mit 3 -4 Monaten musst Du nur noch alle 3 Stunden und ab 6 Monaten nur noch alle 4 Stunden.

Schlafplatz umbauen

Wenn Du aus organisatorischen Gründen oder weil Du nachts nicht zu Hause bist nicht alle zwei Stunden mit deinem Welpen „Gassi gehen“ kannst, ist eine große in sich geschlossene Hundebox hilfreich. Dort kann der kleine Welpe sein Geschäft verrichten und sein Schlafplatz bleibt trocken. Mit der Zeit verkleinerst Du ganz einfach den ‚Käfig‘. Mit dem positiven Effekt, dass Dein Hund sich meldet, weil er seinen Schlafplatz nicht verschmutzen möchte. Eine derartige Hundebox kannst Du in guten Fachgeschäften kaufen oder im Internet bestellen. Die Boxen gibt es in verschiedenen Größen. Normalerweise kannst Du die Hundeboxen auch als Transportkorb benutzen, wenn ein Tierarztbesuch ansteht oder Du das Tier mit in den Urlaub nehmen möchtest.

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