Vorteile von frischen Zutaten für selbstgemachtes Katzenfutter

Wenn Du Katzenfutter selber machen möchtest, solltest Du unbedingt frische Zutaten verwenden. Vor allem Fleisch muss direkt vom Metzger stammen oder wenigstens frisch gekauft und eingefroren worden sein. Solange vor allem Fleisch, Fisch und Gemüse frisch verarbeitet werden, kannst Du Dir sicher sein, dass alle Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben. Bei verarbeiteten Lebensmitteln sind außerdem häufig Zusätze wie Konservierungsmittel oder sogar Zucker enthalten, welche Deine Katze schädigen können. Wer Zutaten aus der Dose oder aus der Tiefkühlabteilung verarbeitet, der riskiert, dass die Katze dick und krank wird. Aus diesem Grund sollte auf Fertiggerichte unbedingt verzichtet werden. Auch für die Zähne sind viele Stoffe, welchen in Fertigfutter enthalten sind, nicht gut. Um die Zähne Deiner Katze möglichst lange zu erhalten, solltest Du daher ausschließlich frisch Gekauftes verarbeiten.

Fertiges Katzenfutter ist in vielen Fällen noch schädlicher als einzelne fertige Zutaten. Das Katzenfutter aus dem Handel enthält neben Getreide und anderen Sattmachern oft Geschmacksverstärker. Die Industrie möchte damit bezwecken, dass Deine Katze das gekaufte Futter gerne frisst und es folglich immer wieder verlangt. Von den folgenden Käufen profitiert der Hersteller enorm. Weil die Futtermittelindustrie ihre Produkte auf diese Weise herstellt, kann es sogar sein, dass Deine Katze das frische Futter erst einmal verweigert. Das liegt daran, dass sie auf das Fertigfutter konditioniert ist. Wenn das passiert, solltest Du trotzdem hartnäckig bleiben. Biete Deiner Katze das frisch gekochte Futter mehrmals täglich an und lass es für ein bis zwei Stunden stehen, falls das Tier es nicht sofort frisst. Sollte sich die Katze nach mehreren Tagen immer noch weigern, das frische Futter anzunehmen, dann kannst Du andere Zutaten verwenden. Vielleicht mag Dein Haustier ein bestimmtes Lebensmittel nicht – das wirst Du mit der Zeit herausfinden.

Geeignete Zutaten für die Zubereitung

Da die Vorfahren unserer Hauskatze Raubtiere waren, steht auf dem Speiseplan Deiner Samtpfote in erster Linie frisches Fleisch. Vor allem Geflügel und Rind enthalten viele wichtige Nährstoffe und wenig Fett. Außerdem kannst Du zu Flügel und Schenkel des Hühnchens oder zur Hüfte und Keule von Rind oder Schwein greifen. Als besondere Delikatesse kann hin und wieder auch ein Hühner-, Puten- oder Rinderherz hinzugefügt werden. Auch wenn die Katzen frische Herzen lieben – diese Zutat solltest Du sparsam verwenden. Alle oben genannten Fleischarten werden aufgrund ihrer Beschaffenheit als Muskelfleisch bezeichnet. Dieses Fleisch ist deshalb so gut für selbstgemachtes Futter geeignet, weil es reich an Protein ist und in moderatem Maße Fett enthält. Aus diesem Grund ist es auch ein Energielieferant. Besonders bei Freigängern sollte darauf geachtet werden, dass sie genügend Energie über tierische Zutaten erhalten. Gemüse oder Reis liefern zum Beispiel eher wenig Energie – Fleisch mit Fettanteil muss diesen Fakt ausgleichen.

Außer Fleisch können so gut wie alle Fischarten verfüttert werden. Katzen lieben Fisch und außerdem liefert er, genau wie Fleisch, wichtige Nährstoffe sowie Energie. Hier solltest Du abermals abwägen, ob Deine Katze einen hohen Energiebedarf hat oder einen geringen. Katzen, welche nur in der Wohnung sind oder vielleicht schon zu den Senioren gehören, sollten eher fettarmen Fisch fressen. Angereichert werden kann das frische Futter außerdem mit gegarten sowie geschälten Kartoffeln oder Reis. Auch gekochte Eier sind ein wichtiger Eiweißlieferant. Sie sollten allerdings niemals roh verabreicht werden, da sich Katzen ebenso an Salmonellen vergiften können wie wir Menschen. Außerdem mögen nicht alle Katzen Eier – das musst Du ausprobieren, um den Geschmack Deiner Katze kennen zulernen.

Vor allem bei jungen Katzen oder Kätzchen, welche noch im Wachstum sind, sollte Pflanzenöl oder Geflügelfett hinzugefügt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die kleinen Katzen genügend Energie abbekommen. Falls das Tier die zusätzlichen Fette nicht ohne Weiteres annimmt, sollten sie unter die restlichen Zutaten gemischt werden. Hat sich Deine Katze erst einmal an Konsistenz und Geschmack gewöhnt, wird sie das Fett irgendwann ohne zu murren annehmen. Auch Joghurt und Quark sollten einem selbst gekochten Katzenfutter beigesetzt werden. Natürlich müssen diese Zutaten frisch sein. Für den empfindlichen Katzenmagen ist es jedoch besser, wenn gekühlte Milchprodukte vor der Verfütterung circa eine halbe Stunde nach draußen gestellt werden. Wenn die Lebensmittel Zimmertemperatur erreicht haben, können sie bedenkenlos verfüttert werden.

Natürlich darf und soll Deine Katze viel frisches Obst und Gemüse fressen. Bananen sind zum Beispiel reich an Kalium und daher sehr gesund für Tier und Mensch. Weil die Frucht süß schmeckt und eine weiche Konsistenz hat, wird sie von fast allen Katzen auf Anhieb als Futterzusatz akzeptiert. Da speziell diese Frucht viel Zucker enthält, sollten Bananen allerdings nicht jeden Tag und nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Auch Melonen sind für Katzen ein wahrer Schmaus! Neben Wassermelonen und Cantaloupe mögen Katzen am liebsten Honigmelonen. Neben Vitaminen und Nährstoffen bieten die Früchte einen weiteren großen Vorteil: Deine Katze nimmt Flüssigkeit über ihr Futter auf. Gerade für Katzen, die generell wenig trinken, ist dieser Aspekt sehr wichtig. Hier gilt jedoch dasselbe wie für Bananen: Die Melone nur in Maßen füttern. Außerdem müssen die Früchte in möglichst kleine Stücke geschnitten werden, damit sich das Tier nicht verschluckt.

Ein besonders nahrhaftes Gemüse sind frische Erbsen, die zuvor abgekocht wurden. Sie sind nicht nur praktisch in der Portionierung, sondern liefern Vitamin A und C sowie Fasern, welche wichtig für die Verdauung sind. Du kannst sie entweder dem Futter beimischen oder einzeln als praktischen Snack verfüttern. Eine weitere gesunde Zutat: Frischer Spinat. Ganze, ungekochte Blätter liefern Vitamine, Kalzium und eine Extraportion Eisen. Auf keinen Fall sollte dieses Gemüse gewürzt werden. Besser ist es, Du verfütterst die Blätter entweder roh oder in gedünsteter Form. Auch Kürbisse sind dazu geeignet, an Katzen verfüttert zu werden. In Katzenfutter gehört jedoch kein Kürbis aus der Dose oder gar eine fertige Kuchenfüllung, sondern gedünsteter Kürbis. Dieses Gemüse liefert nicht nur viele Nährstoffe und Vitamine, sondern ist darüber hinaus gut für die Verdauung Deiner Katze.

Warum Taurin wichtig ist

Bei dem Nährstoff Taurin handelt es sich um eine sogenannte Aminosäure. Diese Säure wurde ursprünglich in der Galle von Bullen entdeckt. Man fand heraus, dass der Körper Taurin benötigt, um den Stoffwechseln in Gang zu halten. Bei Katzen wird vor allem die Verdauung sowie die Fruchtbarkeit durch diesen Stoff beeinflusst. Taurin kommt in relativ hoher Konzentration in tierischen Produkten vor, wie zum Beispiel in Fisch oder Fleisch. Während diverse Lebewesen Taurin auch aus anderen Aminosäuren produzieren, kann der Körper einer Katze Taurin nur in sehr geringen Mengen herstellen. Aus diesem Grund muss sie es über das Futter aufnehmen. Schwangere, säugende und alte Katzen brauchen mehr Taurin als andere Katzen. Deshalb solltest Du gerade bei der Gabe von Frischfutter auf einen hohen Fleischanteil wertlegen.

Tabu Lebensmittel

Generell sollten gesalzene oder gewürzte Speisen nicht verfüttert werden. Außerdem darf Futter nur frischen oder gedünsteten Fisch enthalten, jedoch keinen geräucherten. Rohes Schweinefleisch birgt das Risiko einer Infektion mit dem Aujezky-Virus und sollte daher ebenfalls nicht gefüttert werden. Gräten und Knochen sind in jeglicher Form tabu, da sich Deine Katze daran verschlucken kann. Hülsenfrüchte, Kohl und generell blähende Lebensmittel solltest Du ebenfalls nicht füttern. Außerdem sind alle Zwiebelgewächse schlecht verträglich. Dass Süßigkeiten nichts in Katzenfutter zu suchen haben, ist selbstverständlich.

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