In Jena ist es zukünftig möglich Haustier und Mensch gemeinsam zu bestatten. Bisher war das überall in Thüringen verboten.

Vergangenen Mittwoch wurde die Friedhofssatzung – mit großer Mehrheit – geändert, teilte Sprecherin Roswitha Putz mit. Zusätzlich dürfen Grabsteine nun mit einem QR-Code ausgestattet werden.

In einem speziellen Urnenfeld auf dem Friedhof in Jena-Burgau können je zwei Urnen mit Asche von Menschen und Haustieren beigesetzt werden. Das Tier kann man bereits zu Lebzeiten beisetzen. Für diesen Fall wird ein Vorsorgevertrag abgeschlossen.

Tierische Bestattung vielleicht bald auch andernorts

Dieses Angebot gilt zunächst nur für den Friedhof  Burgau. Sollte es in der Zukunft entsprechende Nachfrage geben, könnten auch andere Friedhöfe Ihr Leistungsspektrum erweitern.

„Friedhöfe sind auch immer ein Ausdruck der Gesellschaft. Unsere Stadt hat ein offenes Ohr für die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger und kommt diesen gerne nach“, sagt Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD).

Bestattung in einigen Bundesländern möglich

In einigen Bundesländern ist die Bestattung „Mensch + Tier“ schon möglich, etwa in Görlitz (Sachsen),Ascherleben und Magdeburg (Sachsen-Anhalt).

Sich mit seinem Tier bestatten zu lassen hat einen historischen Hintergrund. Schon Preußens König Friedrich II (1712 – 1786) entschied damals, dass seine Hunde in seiner (zukünftigen) Gruft bestattet werden sollen.

Was ist Deine Meinung dazu – sollte es überall in Deutschland möglich sein sich mit seinem tierischen Liebling bestatten zu lassen?

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