Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN begrüßt die gestrige Entscheidung des irischen Landwirtschaftsministers ab Januar 2018 per Verordnung Wildtiere im Zirkus zu verbieten. Die Grundlage für die Verordnung bietet das irische Tierschutzgesetz (Animal Health & Welfare Act 2013). Mit der Entscheidung für den Tierschutz, die zu einem Ende von Wildtieren im Zirkus in Irland führen wird, beweist das irische Landwirtschaftsministerium Rückgrat. VIER PFOTEN fordert ein Wildtierverbot im Zirkus auch für Deutschland.
Nach Italien in dieser Woche ist Irland das 25. europäische Land, das ein solches Verbot oder zumindest Einschränkungen für die Mitführung von Wildtieren im Zirkus auf den Weg bringt. Andere EU-Staaten, die entsprechende Verbote beschlossen haben, sind zum Beispiel Rumänien, Lettland oder Slowenien.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN:
„Immer mehr Länder in Europa erkennen, dass Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß sind. Warum Deutschland diese Entwicklung ignoriert, ist völlig unverständlich. Die Bundesregierung blockiert seit Jahren Apelle der Bundesländer, das Leid der Wildtiere in deutschen Zirkussen zu beenden. Nun müssen die Parteien bei den Sondierungen handeln und die Grundlagen für ein Wildtierverbot im Zirkus in der neuen Legislaturperiode schaffen.“

Mehrheit der Deutschen für Wildtierverbot
Eine von VIER PFOTEN in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Integral hat ergeben, dass 70 Prozent der Deutschen gegen Wildtiere im Zirkus sind (2). Der Bundesrat hat die Bundesregierung bereits dreimal aufgefordert, ein Verbot zu erlassen. Fast alle Bundesländer sowie Bundesparteien fordern ein Wildtierverbot in Zirkussen, wogegen sich die CDU/CSU sträubt.

Bildquelle:

  • Tiger im Zirkus Fischer: © 4 Pfoten
  • Elefanten in Ketten im Zirkus Zelt des circus Krone, Zirkus: © 4 Pfoten