Tiere können nicht lügen – so die These. Sie tricksen aber, um zu überleben. Wie kreativ sie sind, zeigen diese Beispiele.

Wenn es ums Überleben geht, sind Tiere kreativ

Viele Tiere sichern ihr Überleben durch Tricksen. Ob es dabei immer ehrlich zugeht, zweifeln nun Forscher an.
So ist die „Wandelnde Geige“ eine wahre Schauspielerin. Sie tut so, als wäre sie eine Ansammlung dürrer Äste. Dabei ist sie eine Jägerin auf der Lauer. Auch der Vietnamesische Moosfrosch ist ein echtes Chamäleon. Er ist so fransig, pelzig und grün, dass er praktisch mit seiner Umwelt verschmilzt.
Das nennt man Mimikry. Eigentlich harmlose Tiere tun so, als wären sie gefährlich. So stieß der britische Naturforscher Henry Walter Bates einige Schmetterlingsarten, die sich täuschend ähnlich sehen. Die wohlschmeckenden Schmetterlinge gaben sich hier als ungenießbare Schmetterlingsart aus.

Betrug bei den Tieren

Tiere täuschen nicht nur durch ihr Aussehen. Sie betrügen auch. So täuschen männliche Rauchschwalben Fehlalarme vor, wenn ihre Partnerin in der fruchtbaren Phase das Nest verlässt. Sie holen auf diese Weise ihre Partnerin zurück, um keine Seitensprünge zu ermöglichen.
Auch die Raupe des Moorbläulings gibt vor, etwas zu sein, was sie nicht ist. Sie duftet wie eine Ameise und bringt echte Ameisen damit dazu, sie als Larve zu akzeptieren und in den Ameisenbau zu tragen. Dort frisst die Raupe die Ameisenlarven auf und vernichtet große Teile des Nachwuchses – ein natürlicher Vorgang, der recht gemein erscheint.

Bildquelle:

  • Tiere lügen nicht – sie tricksen – schwarz-weißer Schmetterling auf roter Blume: © Pixabay