Der Bund Deutscher Tierfreunde weist darauf hin, dass viele der beliebten Pflanzen, die ab Mai Hochkonjunktur in Deutschlands Gärten haben, für Hunde und Katzen gefährlich sein können. Dazu zählen so beliebte Sorten wie Alpenveilchen, Clematis, Christrose, Philodendron, Gummibaum und Ficus-Arten ebenso wie Primeln und Oleander.

Eine weitere, oft unterschätzte Gefahrenquelle für frei im Garten herumstreunende Haustiere ist abgestandenes Gießwasser, das oft Dünger oder andere giftige Stoffe enthält. Auch beim Gassi-Gehen ist erhöhte Vorsicht angeraten: Hier gehören vor allem Bärenklau, Buchsbaum, Efeu, Eisenhut , Farne, Fingerhut, Holunder, Flieder, Lupinen, Maiglöckchen oder auch Thujen zu den Pflanzen, um die Bello und Co. einen möglichst großen Bogen machen sollten.

Wie aus britischen Untersuchungen hervorgeht, sind für manche Hunderassen sogar Weintrauben gesundheitsgefährdend. Die Tierärzte der Institute vermuten, dass Rosinen sogar noch gefährlicher sein können, da sie giftige Stoffe konzentrierter enthalten. Auch Obstkerne – etwa von Kirsche, Pflaume oder Aprikose – sind ein Risiko. Die darin enthaltene Blausäure bei zerbissenen Kernen kann ebenso tödlich sein wie das Trinken aus einer Pfütze, in der Zigarettenkippen liegen.

Sind tatsächlich Vergiftungserscheinungen festzustellen, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. In keinem Fall sollte künstliches Erbrechen ausgelöst werden, da sonst Speiseröhre und Rachen ein zweites Mal gereizt werden. Eventuell sollten zudem Fell, Haut, Schleimhäute und Augen mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Ausdrücklich betont der Bund Deutscher Tierfreunde, dass auf keinen Fall Milch oder pflanzliche Öle verabreicht werden sollten, diese verschlimmern den Zustand. (BDT)

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