Neulich trug eine Passagierin ein Hängebauchschwein in das Flugzeug einer US-Airways-Maschine. Doch bevor der Flieger starten konnte, versaute der Kleine sich die Reise, denn er entleerte sich mitten im Kabinengang. Als daraufhin empörte Passagiere protestierten, musste die Dame das Flugzeug wieder verlassen.

Doch eigentlich war es ihr gutes Recht ihr Schweinchen mit an Bord zu nehmen. Ihr einziger Fehler – der Kleine war nicht stubenrein. Laut US-Verkehrsministerium dürfen nämlich auch ungewöhnliche Therapietiere in Ausnahmefällen mit ins Flugzeug genommen werden.

Unter der Voraussetzung, dass der Passagier psychisch labil ist und er sein Tier als „emotionale“ Unterstützung benötigt. Aus diesem Grund sind Schweine in amerikanischen Passagierflugzeugen herzlich willkommen.

Hunde und Katzen unter den Vordersitz schieben

Hunde und Katzen haben es leichter, egal ob stubenrein oder nicht. In „ausbruchsicheren, bissfesten, wasserundurchlässigen Boxen“ dürfen sie mitfliegen, indem sie unter den Vordersitz geschoben werden. Bei fast allen Airlines dürfen Hunde und Katzen mit in die Kabine, wenn die Voraussetzungen erfüllt werden.

Einzig und allein asiatische Fluggesellschaften verweigern Hunden und Katzen den Zutritt – in die Kabine gar nicht und im Frachtraum nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Tier mit platter Nase hat schlechte Karten! Denen wird das Mitfliegen komplett verweigert. Möpse, Perserkatzen, Pekinesen, usw. könnten Atembeschwerden bekommen und während des Fluges sterben.

Bei Vögeln und Nagetieren haben die Fluglinien noch mehr bedenken. Fliehen sie aus dem Käfig, müsse der Besitzer für die Suche und den Schaden aufkommen. Bei United Airlines sind immerhin gesicherte Hamster, sowie bei Finair Hamster und Meerschweinchen erlaubt.

Igel dürfen nicht mit

Nicht mit an Bord dürfen Igel. Eine US-Amerikanerin wollte ihren Igel mit an Bord nehmen, als sie ihre Eltern besuchte – die Airline lehnte ab. Weil sie Angst hatten, dass das Nagetier sich durch seinen Käfig nagen und durch das Flugzeug rennen könnte.

Nur Delta Airline wollte den Igel im Frachtraum mitnehmen – doch das war schlussendlich nicht möglich, da die kleinen Nager zu temperaturempfindlich sind. So musste die Dame zuhause bleiben.

Vögel erlaubt

Bei Turkish Airlines, Etihad und United Airlines dürfen Distelfinken, Kanarienvögel und Falken mitfliegen. Allerdings gegen einen Aufpreis von 125 Euro. Da diese Vögel allerdings fast genauso viel kosten, wurde dieses Angebot bisher fast noch nie in Anspruch genommen.

„Falcon Master“ für VIPs

Ingenieure der Lufthansa haben einen Hochsitz für Falken für den Flugverkehr entwickelt. In vielen Ländern im Mittleren Osten ist Falknerei sehr populär. Aus diesem Grund wird der Hochsitz auch nur in Privatjets im Mittleren Osten eingebaut, für den normalen Flugverkehr ist dies nicht angedacht.

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  • Bildschirmfoto-2016-04-05-um-01: © aeroTELEGRAPH
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  • Tiere am Flughafen: © Wolken-Hunde