Haustiere für aktive Menschen

Zu aktiven Menschen passt am allerbesten ein Hund. Da Hunde mehrfach am Tag nach draußen zum Gassigehen müssen, sollten Herrchen oder Frauchen allerdings nicht nur sporadisch Sport machen wollen. Mindestens dreimal täglich möchten die Begleiter mit der kalten Schnauze ausgeführt werden. Je größer der betreffende Hund ist, desto länger dürfen die Spaziergänge sein. Für besonders lauffreudige Hunde bietet es sich außerdem an, sie mithilfe des Fahrrads auszulasten. So kommen Hund und Mensch schneller voran und sehen mehr von ihrer Umwelt.

Hunde sind der optimale Freizeitparner für all diejenigen, welche ihre Tierliebe und den Sport verbinden möchten. Soll das Tier bei der sportlichen Betätigung im Mittelpunkt stehen, bietet sich das Mitwirken in einem Hundesportverein an. Dort kann man auch am sogenannten Agility teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Hundesportart, bei der die Vierbeiner Hindernisse überwinden und in kleinen Parcours eng mit ihrem Menschen zusammenarbeiten.

Zu den besonders sportlichen Rassen gehören neben Jagdhunden auch Wind- und Hütehunde. Sie haben allerdings so viel Energie, dass sie hundeunerfahrene Menschen schnell überfordern können. Aus diesem Grund sollte der neue Besitzer entweder jede Menge Feingefühl und Ausdauer haben, oder bereits über Hundeerfahrung verfügen.

Haustiere für gemütliche Menschen

Viele Menschen lieben ihre Couch und das kuschlige Bett viel zu sehr, um jeden Tag Sport zu machen oder stundenlang nach draußen zu gehen. Wer gerne zu Hause ist und eher zur Kategorie Couchpotatoe gehört, sollte sich ein Haustier anschaffen, das nicht viel Auslauf braucht. Hunde kommen für gemütliche Menschen eher nicht infrage. Wenn überhaupt sollten Ruheliebende sich einen kleinen Hund anschaffen, welcher nicht mehr der Jüngste ist – im Tierheim finden sich hin und wieder Hunde, die bereits in einem betagten Alter sind. Die vierbeinigen Senioren passen zu gemütlichen oder älteren Menschen sehr gut.

Noch besser als kleine Hunde passen Katzen zu ruhigen Tierliebhabern. Manche Stubentiger sind explizit für eine reine Wohnungshaltung geeignet. Diesen Exemplaren fehlt rein gar nichts, wenn sie nur in den heimischen vier Wänden bleiben. Deshalb fallen lange Spaziergänge und auch das Zusammentreffen mit fremden Menschen und Tieren vollkommen weg. Wer allerdings nicht immer zu Hause ist, der sollte sich besser gleich zwei Exemplare anschaffen. Eine Katze alleine entwickelt sonst Langeweile und fühlt sich einsam. Das tut dem Tier auf Dauer nicht gut und kann auch die Gemütlichkeit des Halters beträchtlich einschränken.

Eine andere Möglichkeit für Bequeme: Alle Kleintiere, welche in einem eigenen Zuhause leben. Dabei kann es sich entweder um kleine Nagetiere oder Amphibien bzw. Reptilien handeln. Da diese Haustiere in der Regel nur in ihren eigenen Territorien – dem Käfig oder Terrarium – verbleiben, sind sie für gemütliche Menschen gut geeignet. Auch Aquarien sind schön anzusehen. In einem gemütlichen Sessel zu sitzen und die Fische und andere Bewohner im Becken zu beobachten, kann eine regelrecht meditative Wirkung haben. Nur die Pflege des Aquariums ist etwas aufwendiger. Die Scheiben und der Filter müssen regelmäßig gereinigt werden – diese Arbeit kann körperlich anstrengend sein. Pflegeleichter sind zum Beispiel die Unterkünfte von Hamstern, Ratten oder Mäusen.

Tagaktive Haustiere

Tagaktive Haustiere sind vor allem für Familien geeignet. Sie können außerdem innerhalb oder in der Nähe eines Kinder – bzw. Schlafzimmers gehalten werden. Da diese Tiere nachts schlafen, wecken sie mit nächtliche Spielaktionen niemanden auf. Auch für Senioren eigenen sich tagaktive Haustiere besser als solche, welche eher in der Dämmerung und nachts wach sind. Neben den beliebten Kaninchen sind auch Meerschweinchen tagsüber aktiv. Wobei die kleinen quiekenden Vierbeiner auch in der Dämmerung noch einmal so richtig fit werden.

Auch Vögel eignen sich für Menschen, welche sich ein nachtaktives Tier wünschen. Besonders beliebt sind die Wellensittiche, welche es in vielen schillernden Farben gibt. Allerdings ist diese Art tagsüber sehr laut und aktiv. Die Tiere möchten gerne Auslauf auch außerhalb eines beengten Käfigs und verursachen bei ihren Rundflügen in der Wohnung nicht selten Dreck. Daher sollte die Anschaffung wohlüberlegt sein. Eine gute Alternative stellen die sogenannten Zebrafinken dar. Sie sind nicht nur wesentlich kleiner als Wellensittiche, sondern geben sich auch mit weniger Platz zufrieden.
Spätestens wenn es dunkel wird, begeben sich Vögel zur Nachtruhe. Und wenn sie einmal nicht von alleine verstummen möchten, legt man einfach eine Decke oder ein Handtuch über den Käfig. Dieser Trick funktioniert auch tagsüber.

Nachtaktive Haustiere

Glücklicherweise sind die meisten Haustiere tagaktiv. Für Kinder, Senioren oder Familien eignen sich diese Exemplare eher als nachtaktive Tiere. Wer erst spät abends nach Hause kommt und trotzdem etwas von seinem Haustier haben möchte, der sollte sich zum Beispiel einen Hamster anschaffen. Den größten Teil des Tages verschlafen die kleinen Nagetiere, um rechtzeitig zum Einbruch der Dunkelheit fit zu werden. Ab 18 bis 20 Uhr lassen sich Hamster beobachten, herausnehmen und – je nach Charakter – auch gerne einmal streicheln. Gerade bei kleinen Käfigen ist zusätzlicher Auslauf in sicherer Umgebung wichtig. Dieser sollte ebenfalls erst in den Abendstunden stattfinden.

Ein besonders drolliges Haustier, welches ebenfalls nur nachts aktiv ist: der Chinchilla. Dieser exotisch anmutende Vierbeiner verschläft die meiste Zeit des Tages. Er zieht sich in sein Haus zurück und lässt sich höchstens für einige Minuten blicken. Abends beginnt er allerdings, in seinem Gehege zu turnen und wünscht sich dann auch den entsprechenden Auslauf. Diese Tiere sollten unbedingt in kleinen Gruppen aus drei bis vier Exemplaren gehalten werden. Außerdem müssen Chinchillas abends gefüttert werden. Tagsüber nehmen sie das Futter entweder gar nicht an oder essen nur sehr spärlich. Damit vor allem frisches Futter nicht vergammelt, sollte daher zu später Stunde immer jemand zu Hause sein, der die Tiere versorgt.

Auch Ratten gehören zu den nachtaktiven Haustieren. Sie sind daher für die Haltung in Kinderzimmern nicht geeignet, weil sie nachts auch gerne einmal Krach machen. Der optimale Halter für Farbratten ist ein berufstätiger Mensch, welcher sich dennoch abends genügend Zeit für die Pflege der Ratten nimmt. Es handelt sich um sehr soziale Tiere, welche sowohl Artgenossen als auch die Zuwendung von einem Menschen sehr zu schätzen wissen. Weil die kleinen Nagetiere so intelligent sind, freuen sie sich über jede Art von Abwechslung in- und außerhalb des Käfigs.

Pflegeintensive Haustiere

Je größer das Haustier ist, desto pflegeintensiver ist es in der Regel. Vor allem Hunde und Katzen brauchen nicht nur Auslauf, sondern auch regelmäßige Krallen- und Fellpflege. Gerade langhaarige Rassen müssen täglich gebürstet werden. Das gleiche gilt für kleine Tiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen. Rassen mit langem Haar sind wesentlich pflegeintensiver. Außerdem müssen bei den meisten Nagern die Krallen und Zähne regelmäßig kontrolliert und gekürzt werden. Auch Tiere, welche viel Beschäftigung brauchen, gelten als pflegeintensiv. Dazu gehören zum Beispiel Hunde, Papageien oder Hausschweine.

Pflegeleichte Haustiere

Je weniger Haare ein Tier hat und je kleiner es ist, desto pflegeleichter ist es. Weitere wichtige Faktoren sind der benötigte Auslauf, die Menge an Aufmerksamkeit und die Frage nach der Einzelhaltung. Betrachtet man all diese Eventualitäten, so gelten Terrarientiere als besonders pflegeleicht. Sie bleiben fast ausschließlich in ihrer Unterkunft, müssen nicht beschäftigt werden und brauchen in der Regel keine anderen Artgenossen. Auch der Aufwand für die Pflege des Terrariums hält sich in Grenzen. Kleine Nagetiere wie Hamster oder Mäuse brauchen kaum Platz und sind mit wenig Aufwand glücklich.

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