Was ein Tier alles braucht

Die Deutschen lieben ihre Haustiere. Studien zufolge besitzen 43 Prozent aller Haushalte mindestens ein Haustier. Der beste Freund des Menschen erhellt Dir nicht nur jeden einzelnen Tag, sondern hält dich selbst fit und flexibel. Ein Haustier zu besitzen tut der eigenen Konstitution gut und es macht glücklich.

Wer sich erstmals an die Idee herantastet, sich ein Haustier anzuschaffen, dem fällt einiges Neues auf, was er als künftiger Haustierhalter zu bedenken hat. Zudem kommen Kosten auf einen zu, denn es sollte Deinem Haustier an nichts Grundlegendem fehlen. Vom Futternapf, der Toilette, Spielzeug bis hin zum Kuschelkissen: Dein neuer bester Freund soll es bequem und komfortabel haben und außerdem gesund und vital durch den Tag wuseln können.

Welche Aspekte Du für die Anschaffung eines Haustieres unbedingt bedenken solltest, liest Du hier in Deiner 6-Punkte-Checkliste!

Punkt 1: Bereite Dich langfristig vor und lies Dich umfassend ein

Wenn das ganze Thema Haustier für Dich neu ist, weil Du zum Beispiel in Deiner Kindheit niemals ein eigenes Haustier hattest, hilft es sehr, frühzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen. Suche Dir verschiedene Quellen, vor allem Erfahrungsberichte anderer Tierhalter. Was andere Halter über den Beginn ihrer Zeit mit dem eigenen Haustier berichten, kann für Unerfahrene sehr wertvoll sein. Zudem schaden Fachbücher und Expertenmeinungen beim Thema Tiererziehung nicht. Du kannst wirklich einiges bedenken, wenn Du Dir zum ersten Mal ein Haustier anschaffen willst. Fange daher rechtzeitig und frühzeitig an, Dich in die Thematiken einzulesen. Dein neues Wissen nämlich braucht auch Zeit zum Verdauen. Platz, Zeit, Lebenswandel, Erziehung, soziales Umfeld, Ernährung und vieles mehr spielen eine Rolle. Immerhin handelt es sich um ein Lebewesen, das bei Dir einziehen wird und das ist fast wie ein Kind aufzunehmen.

Auch die Frage, welches Haustier wirklich zu Dir passt, ist wichtig. Dein Lebenswandel spielt eine Rolle. Wer zum Beispiel von Zuhause aus arbeitet, kann kleinen Gassirunden mit Hund für sich selbst nutzen. Nichts bietet mehr Erholung als mit dem besten Freund des Menschen eine Runde im Park zu drehen, herumzutollen, auf der Wiese zu spielen, bevor es wieder an die Arbeit geht. Das ist eine ideale Erholungspause für Menschen, die zuhause arbeiten.

Wer hingegen den ganzen Tag über weg ist, dem würde eine Katze als Haustier wahrscheinlich besser stehen. Diese nämlich haben gern ihre Ruhe und schätzen ihren Freiraum.

Checklist Punkt 2: Denke langfristig

Der erste Punkt, woran künftige Halter gewöhnlich denken, ist, wie das eigene Leben wohl in 5 Jahren aussieht. Ein Hund ist keine ungeliebte Obstschale, die man in den Schrank stellen kann, wenn man genug von ihr hat. Wer in den Urlaub fährt, muss sich etwas einfallen lassen. Wie wird Dein Leben in 5 Jahren aussehen? Wird Dein Hund dann noch zu Dir passen?

Haustiere sind sensible Lebewesen und man kann sie nicht einfach von Halter zu Halter wandern lassen. Verletzungen und Belastungen zeichnet die Seele eines Tieres und hinterlassen Spuren ebenso wie beim Menschen. Das solltest Du Dir unbedingt bewusst machen, bevor Du ein Tier anschaffst. Wirst Du in der Lage sein, dem Tier ein angemessenes, liebevolles Zuhause zu schaffen, immer genug Aufmerksamkeit für es haben und nicht zu sehr mit Dir selbst beschäftigt sein, um die Bedürfnisse Deines Tieres zu übersehen? Sie nämlich sprechen eine andere Sprache als der Mensch. Du wirst lernen müssen, die Körpersprache des Tieres genau zu studieren, achte auf jede Veränderung! Nimm Dir Zeit im Alltag, Dein Tier in seinen Gewohnheiten genau zu studieren. Das erfordert von Dir selbst nämlich auch jede Menge Geduld, Achtsamkeit und Ruhe.

Wirst Du auch langfristig diese Ruhe mitbringen können, um gut für Dein Haustier zu sorgen? Werdet Ihr in der Zukunft ein eingeschworenes Team sein, zusammenwachsen als Partner und gemeinsam stark durchs Leben gehen? Vorausschauend zu denken und in die Zukunft zu schauen, ist für das Wohlbefinden Deines neuen Tieres, aber auch für Dich selbst wichtig.

Mache Dir bewusst, welche Veränderungen sich in Deinem Leben ergeben werden, wenn Du einen kleinen Stubentiger oder einen verspielten, kleinen Hund in Deinem Leben aufnimmst und darin begrüsst.

Checklist Punkt 3: Was ist, wenn sich Deine Situation ändert?

Was geschieht, wenn sich Deine Lebenssituationen ändern? Wenn man Zuwachs bekommt, umziehen muss, eine neue Partnerschaft im Ausland beginnt oder sich beruflich neu orientiert? Niemand hat einen allzu klaren Fahrplan über das eigene Leben, das ist logisch. Aber wird das kleine Wesen auch noch gut aufgehoben sein, wenn sich Dein Leben in andere Bahnen entwickelt? Tiere sind ebenso sensible Wesen, wie ein Baby oder Kind. Daher sollte man gut darüber nachdenken, was geschieht, wenn sich grundsätzliche Veränderungen im Leben ergeben.

Checklist Punkt 4: Praktische Beweggründe wie Platz, Kosten, Allergien und Züchter

Wer sich ein Haustier anschafft, braucht natürlich auch einen Fokus auf die praktischen Bedingungen, die ein Haustier in seinen Bedürfnissen einfordern wird. Zunächst betrachte Deine Wohnsituation genauer. Ist diese tierfreundlich? Gibt es genug Platz? Sauberkeit, Parks und Natur in der Nähe? Ein Hund braucht jeden Tag mehrmals viel Auslauf und auch stressige Wohnumgebungen mit viel Verkehrslärm, Gewusel und Tumult sind für ein Tier anstrengend. Ist Dein Wohnumfeld geeignet?

Die Kosten der Anschaffung für Spielzeug, Futternapf, Toilette, Bett und anderes ist auch für viele ein wichtiger Aspekt für die Anschaffung. Ebenso woher das Tier kommen soll. Gehst Du zu einem Züchter oder ins Tierheim? Einem ausgesetzten, zurückgelassenen Tier aus dem Tierheim ein neues, liebevolles Zuhause zu geben, ist eine gute Tat und ein im Stich gelassenes Tier erhält somit eine zweite Chance.

Checklist Punkt 5: Die richtige Einstellung und Grundhaltung

Der Umgang mit Deinem Haustier und dem Thema Haustier noch vor der Anschaffung eines solchen spiegelt sehr Deine innere Einstellung und Haltung zu Dir selbst wider. Wer sich umfassend vorher gut informiert und vieles bedenkt, zeigt, dass er auch sich selbst ernst nimmt und achtet. Ein Haustier wird nicht nur aus einer spontanen, impulsiven Laune heraus angeschafft und morgen fällt Dir dann auf, dass Du gar keine Lust mehr darauf hast, den Stall auszumisten oder mit dem Hund rauszugehen.

Viele Tierhalter sorgen zu wenig für ihr Tier und damit auch für sich selbst nicht. Die richtige Einstellung zu sich selbst und zum Leben generell spielt eine wichtige Rolle, letztlich auch für das Tier. Denn ein Tier ist Deiner Haltung und Selbstachtsamkeit ausgeliefert. Es kann nicht in den Laden gehen, hochwertiges Futter einkaufen oder sich mit dem eigenen Verhalten kritisch auseinandersetzen. Doch Du kannst es! Dein Tier ist diesbezüglich von Deiner Grundhaltung und Einstellung abhängig!

Checklist Punkt 6: Tierarztbesuche, Ernährung und Vorsorge

Infolgedessen ist es auch wichtig, dass Du gut für es sorgst, es genau beobachtest und auch regelmäßig gesundheitliche Check-Ups und Fragen an den Tierarzt, sobald Du unsicher bist, nicht scheust. Welche Ernährung ist gut für mein Tier, was sollte ich meiden, worauf besonders achten: All das sind Fragen, denen Du dich aktiv stellen solltest.
Keine Scheu vor Unwissenheit, man kann alles erfragen und das ist auch wichtig zum Wohle Deines Tiers.

Es spielen also verschiedene Aspekte wie der eigene Lebenswandel, Zeit, Aufmerksamkeit und sogar die innere Einstellung zu sich selbst eine wichtige Rolle, wenn Du Dir ein Haustier anschaffen willst. Es geht um weitaus mehr, als nur einen Schlafplatz mit Futternapf davor für das Kleine einzurichten. Es geht darum, auf ein weiteres Leben Acht zu geben und dieses versorgen zu können: Dein neuer bester Freund verdient es!

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