Es heißt, der Hund sei der beste Freund des Menschen – doch welche Hunderasse passt am besten zu Deiner eigenen Persönlichkeit? Bevor Du Haus und Herz für einen Hund öffnest, solltest Du Dir überlegen, welche der vielen Hunderassen passend zu Deinem eigenen Charakter veranlagt ist. Denn nur so können Mensch und Hund harmonisch zusammenleben.

Hunderassen haben unterschiedliche Charaktere

Jeder Hund hat, ebenso wie wir Menschen, seinen eigenen Charakter. Doch trotz der Individualität der einzelnen Hunde gibt es bestimmte Wesensmerkmale, die innerhalb einer Hunderasse besonders ausgeprägt sind.

Es gibt ruhige Hunderassen, denen Lärm und Trubel schnell zu viel wird. Auf der anderen Seite gibt es quirlige und aufgeweckte Hunde, die sich mitten im Getümmel einer Großfamilie am wohlsten fühlen. Manche Hunderassen sind Bewegungsjunkies und benötigen täglich mehrere Stunden Auslauf, andere Hunderassen sind in dieser Beziehung genügsamer und liegen zufrieden auf der heimischen Couch. Wichtig ist, dass die Bedürfnisse und Persönlichkeiten von Mensch und Hund harmonieren. Finde heraus, welche Hunderasse Deiner Persönlichkeit am besten entspricht!

Hunderassen für Couch-Potatoes

Wenn Du kein besonderer Fan von stundenlangen Touren durch Feld und Wiese bist, sondern lieber behaglich mit Deinem Vierbeiner zuhause auf dem Sofa kuschelst, dann solltest Du Dir am besten kleine Hunde mit geringerem Bewegungsdrang ansehen. Trotzdem solltest Du berücksichtigen, dass auch niedliche kleine Schoßhunde Beschäftigung brauchen, um ein glückliches Hundeleben zu führen.

Diese Hunde haben einen ruhigen Charakter:

  • Malteser: Mit ihren schwarzen Knopfaugen betteln sie förmlich um Streicheleinheiten und Bewunderung. Trotzdem sind Malteser selbstbewusste Hunde mit einer robusten Gesundheit.
  • Pomeranier: Der Pomeranier ist ein anhänglicher und gelehriger kleiner Hund. Von seiner geringen Körpergröße solltest Du Dich aber nicht täuschen lassen. Hinter seinem niedlichen Äußeren verbirgt sich eine Hunderasse mit Charakter und selbstbewusstem Auftreten.
  • Yorkshire Terrier: Die kleinen Terrier sind eine Hunderasse mit Persönlichkeit. Yorkshire Terrier sind intelligent und lebhaft. Auf Unbekanntes gehen sie selbstbewusst und offen zu.
Yorkshire Terrier sitzt auf einem Stuhl

Hunderassen für Anfänger

Du möchtest das erste Mal einen Hund in Dein Leben holen? Dann solltest Du Dich nicht mit einem schwierig zu erziehenden Hund überfordern, denn so geht die Freude am Zusammenleben schnell verloren. Am besten geeignet sind pflegeleichte Hundetypen, die freundlich und geduldig auch einmal einen Fehler verzeihen. Gerade als Anfänger empfiehlt es sich, die Hunderasse anhand Charakter und Wesen auszuwählen. Sture oder eigensinnige Hunde sind keine gute Wahl für die erste Hundeerfahrung.
Pflegeleichte Hunderassen für Anfänger sind beispielsweise:

  • Golden Retriever: Golden Retriever sind leicht zu erziehen, da sie ihrem Menschen gerne gefallen möchten. Sie sind freundlich und gutmütig, brauchen aber Bewegung und möchten gefordert werden.
  • Mops: Diese Hunderasse besitzt ein ausgeglichenes und intelligentes Wesen. Möpse haben einen ganz eigenen Charme und ein lebhaftes Benehmen.
  • Leonberger: Die sanften Riesen reagieren gelassen und entspannt auf Lärm und sind daher auch für Familien mit Kindern geeignet. Der Leonberger braucht viel Bewegung, lange Spaziergänge sind daher Pflicht.
  • Malteser: Malteser sind leicht zu erziehen und begleiten ihren Menschen gerne überall hin.
Malteser Hund läuft Straße entlang

Hunde für Familienmenschen

In einer Familie mit Kindern ist immer etwas los: Kinder spielen und rennen, die Tür zum Garten steht offen, fremde Kinder sind oft und gerne zu Besuch. Manche Hundetypen blühen in einem solchen Umfeld regelrecht auf. Sie sind verspielt und gerne mittendrin im größten Trubel. Ein guter Familienhund muss aber, trotz Spaß an Spiel und Gesellschaft, auch geduldig und entspannt sein. Geeignet sind gutmütige und nervenstarke Hunderassen, denn das Zusammenleben mit den Kindern muss funktionieren.
Nicht jede Familie ist gleich. Das Alter der Kinder, die Wohnsituation, der Bewegungsdrang des Hundes – alles muss vor dem Hundekauf berücksichtigt werden, damit Familie und Hund schon bald gemeinsam ein gutes Team bilden.
Diese Hunde fühlen sich in Familien wohl:

  • Retriever: die Apportierhunde haben einen ausgeprägten „will to please“ (das Bedürfnis, seinem Menschen zu gefallen). Sie sind freundlich, ausgeglichen und verstehen sich gut mit Kindern. Als Apportierhunde lieben sie jegliche Apportierspiele und jagen mit Begeisterung stundenlang hinter Ball oder Stöckchen her.
  • Labradore: diese Hunderasse hat einen freundlichen und gutmütigen Charakter. Labradore sind Umwelt und Menschen gegenüber freundlich und aufgeschlossen.
  • Beagle: diese Hunderasse bringt Persönlichkeit mit. Dem ursprünglich als Jagdhund gezüchteten Beagle wird eine gewisse Sturheit nachgesagt. Er braucht eine konsequente Erziehung, belohnt seine Familie aber mit unerschütterlich guter Laune und einem Wesen, dem jegliche Aggressivität fernliegt.
  • Papillon: Der Papillon ist ein sanfter, leicht zu erziehender Hund. Er ist sehr auf seine Familie fixiert und bleibt Fremden gegenüber eher reserviert.
Papillon Hund in Nahaufnahme

Hunderassen für Sport- und Outdoortypen

Manche Hundetypen eigenen sich hervorragend für Menschen, die Bewegung lieben. Besonders Hüte- und Treibhunde haben einen großen Bewegungsdrang und sind bestens geeignet für Menschen, die gerne draußen sind. Ob Dummy-Training, Jagility oder Canicross: Hunderassen, die viel Training und Bewegung brauchen, sind der perfekte Partner für Dich, wenn Du Dich gerne und viel an der frischen Luft bewegst. Der Besuch einer Hundeschule kann empfehlenswert sein, denn vor allem Hütehunde nehmen Umgebungsreize oftmals viel schneller und stärker war, als es andere Hundetypen tun. Eine artgerechte und impulskontrollierende Erziehung ist für ein harmonisches Miteinander unerlässlich. Tipps von den Profis aus der Hundeschule helfen Dir hier weiter.
Diese Hunde haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang:

  • Bearded Collie: Diese Hunderasse hat einen lebhaften Charakter ohne jegliche Aggressivität. Sie brauchen täglich mindestens zwei bis drei Stunden Auslauf – bei jedem Wetter.
  • Border Collie: Border Collies benötigen viel Beschäftigung und fordern diese auch ein. Sie sind lernfreudig und lebhaft, benötigen aber eine konsequente Erziehung.
  • Australian Shepherd: Diese Hunde gehören in die Hand eines sportlichen, aktiven und hundeerfahrenen Besitzers, denn sie benötigen nicht nur körperliche Auslastung sondern möchten auch mental gefordert werden.
Australien Shepherd sitzt vor einem See

Hunderassen für ältere Menschen

Hunde für Senioren sollten nicht zu groß und nicht zu schwer sein. Ideal sind Hundetypen mit einem ruhigen und ausgeglichenen Charakter. Eine sinnvolle Überlegung ist es, sich keinen quirligen und noch unerzogenen Welpen ins Haus zu holen, sondern einen ruhigen und gut erzogenen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen. Ältere Hunde sind für ältere Menschen eher geeignet, da sie ihren jugendlichen Spieltrieb schon ausgelebt, und bestenfalls bereits eine gute Erziehung genossen haben.
Passende Hunderassen für ältere Menschen sind beispielsweise:

  • Pudel: Diese Hunde sind anhänglich und brauchen die Gesellschaft ihres Menschen. Sie haben einen ausgeglichenen Charakter. Die Fellpflege allerdings ist recht zeitintensiv und aufwändig.
  • Havaneser: Die niedlichen Begleithunde sind ausgesprochen lernfreudig und möchten ihrem Menschen gefallen.
Pudel draußen im Herbst

Bildquelle:

  • Yorkshire Terrier sitzt auf einem Stuhl: ©825545 - Pixabay.com
  • Malteser Hund läuft Straße entlang: ©Pezibear - Pixabay.com
  • Papillon Hund in Nahaufnahme: ©SergVG - Pixabay.com
  • Australien Shepherd sitzt vor einem See: ©torstensimon - Pixabay.com
  • Pudel draußen im Herbst: ©chili71 - Pixabay.com
  • Frauchen sitzt mit ihrem Hund am See: ©Seaq68 - Pixabay.com