Hunde sind spannende Haustiere, die ihre Besitzer täglich aufs Neue überraschen. Oftmals wird Vierbeinern nachgesagt, dass diese bedingungslos lieben und alles für ihren Besitzer tun würden. Dies bestätigen viele, doch Hunde können noch viel mehr als wir Menschen. Während Menschen meist rational handeln, rufen Hunde in verschiedenen Situationen Emotionen ab. Sobald diese etwas lernen, wird es mit einer entsprechenden Emotion verknüpft. Deswegen kannst Du Hunden bestimmte Dinge wunderbar beibringen. Egal, was ein Hund tut, es steckt immer eine emotionale Grundlage dahinter, rational denken Hunde nie. Auch die Sinnesorgane arbeiten bei Hunden anders. In Folge bekommst Du ein paar nützliche Informationen über die interessanten Menschenfreunde präsentiert.

Hunde hören besser

Hunde hören Dinge, zu denen wir Menschen nicht mehr in der Lage sind. Sicher kennst Du das Beispiel mit der bekannten Hundepfeife. Wird diese gepfiffen, nehmen Hunde die Pfeife wahr, nicht aber ein menschliches Wesen. Dies liegt an den Frequenzbereichen. Menschen hören Frequenzen von etwa 20 – 20.000 Hz und Hunde von 15 – 50.000 Hz. Dies ist nicht der einzige Unterschied zu den Zweibeinern. Hunde können ihre Ohrmuscheln bewegen und somit Geräusche besser empfangen. Außerdem besitzen Hunde eine Art Filter im Ohr. Sie können bestimmte Geräusche bei Bedarf filtern. Möchte der Hund schlafen, blendet er laute Musik oder Rasenmäher Geräusche aus. Ihm entgeht jedenfalls nicht, wenn sein Besitzer den Futternapf aus dem Schrank räumt. Niemand sollte das Gehör eines Hundes unterschätzen, deswegen sind sie die idealen Wachhunde, um Einbrecher frühzeitig aufzuspüren.

Hunde riechen besser

Vierbeiner hören gut und sie besitzen einen ausgeprägten Geruchssinn. Dieser steht sogar an erster Stelle, wenn es um Wahrnehmungen geht. In erster Linie riechen Hunde deswegen so gut, weil sie ein relativ großes Riechhirn besitzen. Etwa 10 % des Hundegehirns machen dieses aus. Bei einem Menschen sind es im Vergleich nur 1 %. Zudem ist die Riechschleimhaut um einiges ausgeprägter. Mit seinen 250 Millionen Riechzellen lässt sich einiges erschnüffeln. Ein Highlight am Riechorgan ist die Rechts-Linkstrennung. Hunde können beim Riechen entweder Stereo arbeiten oder ihre Nasenhöhlen trennen. Sprich, sie riechen entweder mit Links oder Rechts. Damit folgen Hunde beispielsweise einer bestimmten Spur.

Hunde beobachten ausgeprägter

Hunde sehen nicht unbedingt schärfer als Menschen, aber sie können ausgeprägter beobachten. Dies liegt ferner an den positiven Voraussetzungen des Körperbaus. Der Sehradius liegt bei einem Hund bei etwa 240°, beim Menschen kommt dieser auf rund 180°. Scharf sehen ist dem Hund nicht wichtig, dieser konzentriert sich eher auf Bewegungen, die teilweise auf großer Distanz stattfinden. Er muss das Beutetier nicht scharf sehen, es ist viel interessanter, wenn dieses eine flüchtige Bewegung macht. Hunde sehen außerdem weniger Farben als Menschen. Menschen besitzen drei Zäpfchen in der Netzhaut, die es uns ermöglichen sämtliche Farben wahrzunehmen. Hunde haben nur zwei davon, deswegen können diese Farben nicht so gut unterscheiden.

Hunde sind schneller

In einem weiteren Bereich sind Hunde den Menschen überlegen, wenn es um das Laufen geht. Erstens benötigen Vierbeiner weniger Energie als Menschen, zudem weisen diese andere Beine auf, die zum schnell laufen vorteilhaft sind. Unterschenkel und Mittelfuß sind bei Hunden länger als die Oberschenkel. Da Hunde kleiner sind, haben diese eine größere Schrittlänge. Hinzukommen die unterschiedlichen Gangarten, beispielsweise die Vierfüßler. Läuft ein Hund schneller, kann er auf eine weitere Gangart umschalten. Aus Laufen wird Galopp und hierfür verwendet der Vierbeiner seine Bänder und Gelenke. Diese wiederum speichern Energie und geben sie wieder ab. Deswegen haben Hunde generell mehr Ausdauer.

Auch die Muskelfasern spielen eine Rolle, die Ausdauerleistung verbessern oder verringern. Die Ausdauer nimmt bei Hunden ab, wenn die Temperaturen ansteigen. Während kaltes Klima den Vierbeinern nichts ausmacht, ziehen sie sich bei heißem Wetter zurück. Würde man einen Menschen und einen Hund auf einen Langstreckenlauf schicken, würde der Hund bei normalen Bedingungen gewinnen. Bei einem Marathon bei warmem Wetter wäre wohl der Mensch der Sieger.

Hunde genießen mehr

Ein letzter und wichtiger Punkt. Hunde genießen mehr als Menschen. Zu mindestens, wenn man den Hund mit einem Durchschnittsmenschen vergleicht. Es gibt kaum einen Hund, der seinen Besitzer nicht vermisst und sich nicht darüber freut, wenn dieser abends nach Hause kommt. Die bedingungslose Liebe zum Besitzer ist beinah unheimlich, so stark ist diese bei Hunden ausgeprägt. Egal, welche Laune der Mensch aufweist, ob dieser wütend, angespannt oder traurig ist. Der Hund ist immer da und tröstet sogar in der Not. Diese Liebe geht meist sogar über den Tod hinaus. Sicher kennst Du das eine oder andere Foto von Hunden, die am Grab ihrer Besitzer liegen und trauern. Anhand solcher Bilder lässt sich erahnen, wie viele Gefühle Hunde eigentlich in sich tragen.

Hunde toben im Wasser, freuen sich auf ausgiebige Spaziergänge, lieben das Rennen und Ball spielen. Sie genießen den Moment mit allen Sinnen. Natürlich können auch Hunde einmal traurig sein, meist sind sie dies dann, wenn es dem Besitzer schlecht geht, wenn sie selbst krank sind oder wenn Hunde nicht gut behandelt werden. Von Natur aus sind es meist fröhliche Tiere, die das Leben in vollen Zügen genießen.

Fazit: Hunde sind in vielen Lebensbereichen besser. Es soll jedoch keine Wertung sein, wer hier wem überlegen ist. Einer wertet auf keinen Fall, der Hund. Jedoch lassen sich so manche Vorteile vom Hund wunderbar einsetzen, um Menschenleben zu retten oder um zu beschützen.

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