Der Hund trägt Pelz. Sollte man meinen! Naturgemäß ist das so, aber mittlerweile laufen uns immer wieder Hundebesitzer über den Weg, deren Tiere mit Hundebekleidung ausgestattet sind. Vom schicken Trenchcoat, quietschgelben Regenmantel, bis zum sportlichen Trainingsanzug ist alles vertreten. Schaut der Hund da nicht dumm aus der Wäsche? Gute Frage! An dieser Stelle gilt es zu überlegen, ob diese Maßnahme wirklich sinnvoll ist oder nicht. Mach Dich in diesem Artikel schlau und erfahre mehr über das Thema.

Rassespezifisch durchaus sinnvoll

Generell trägt unser geliebter Freund ein Fell, welches sich an die äußeren Einflüsse gut anpasst. Im Winter dichter und für die restlichen Monate ohne viel Unterwolle. Leider trifft das auf einige Hunderassen nicht zu. Der ursprünglich aus Mexiko stammende Chihuahua zum Beispiel, war es gewohnt in warmen Klima zu leben. Dementsprechend kurz und fein ist seine Behaarung. In unseren Breitengraden wird es dem kleinen Kerl schnell kalt. Seine geringe Größe trägt des Weiteren dazu bei.

Auch Rassen wie der Dalmatiner, Boxer und Dobermann besitzen nur wenig Unterwolle. Viele Windhunde sind ebenfalls rassetechnisch empfindlicher. Diese Gattung hat nahezu kaum isolierende Fettschicht. Am Schlimmsten trifft es Nackthunde. Schutzlos sind sie den Wetterverhältnissen ausgeliefert. Zusätzlicher Kälte- oder Nässeschutz ist dann wirklich sinnvoll und es spricht nichts gegen Hundebekleidung im Winter.

Kleiner Hund mit pinker Hundebekleidung

Krankheit oder Alter des Hundes spielen eine Rolle

Ein wichtiger Punkt: Im fortgeschrittenem Alter funktioniert der Stoffwechsel oft schlechter und folglich bekommt der Hund Probleme sich ausreichend warm zu halten. Du kannst in diesem Fall deinem Senior etwas Gutes tun und ihm vorsorglich bei Kälte Hilfe leisten.
Auch bei kranken Tieren ist der Körper stark geschwächt und sollte vor Auskühlung geschützt werden. Der erkrankte Organismus kann sich auf die Rehabilitation konzentrieren und wird nicht weiter gestört. In beiden Fällen kannst Du Dir auch Rat bei dem Tierarzt Deines Vertrauens einholen. Er kann die Konstitution Deines Hundes am besten beurteilen.
Welpen können auch von Hundebekleidung profitieren, da sie nur wenig zarten Flaum am Bauch haben.

Hundebekleidung: Was zu beachten ist

Klar ist, im Winter darf es etwas mehr sein. Das heißt, der empfindliche Bauch Deines Vierbeiners ist durch einen Hundemantel mit zusätzlichem warmen Bauchlatz gut geschützt. Ein dünnes Shirt oder ein Hundepulli sind bei klirrender Kälte nicht ausreichend.

Auch kann der Gebrauch von Hundeschuhen bei eisigen Verhältnissen sinnvoll sein, da auf Gehwegen und Straßen in dieser Zeit viel Salz gestreut wird.
Wenn Du nicht auf lange Spaziergänge bei schlechtem Wetter verzichten möchtest, ist ein wasserfester Regenmantel eine gute Wahl.

Wichtig: Achte auf die Passform und ausreichende Bewegungsfreiheit der Kleidung! Zu enge Mäntel reiben das Tier schnell wund. Dein Freund soll sich schließlich uneingeschränkt wohlfühlen!

Robuste Materialen und reflektierende Nähte

Wähle pflegeleichte, robuste Materialien wie zum Beispiel Softshell aus.
Reflektierende Nähte oder Applikationen sind ein weiteres Plus. Die Sichtbarkeit Deines Hundes ist so um einiges größer.

Tipp: Raschelnde, knisternde Stoffe sind Tieren eher unangenehm, poppige Farben und Muster rauben Deinem Hund die Natürlichkeit.

Wenn eine Hundebekleidung für Deinen Kamerad nötig ist, sollte die primäre Rolle nicht die Optik spielen. Du solltest die Wahl den Bedürfnissen Deines Vierbeiners anpassen und er muss sich darin wohlfühlen. So steht einer gemeinsamen Zeit bei Wind und Wetter nichts mehr im Weg.

Bildquelle:

  • Kleiner Hund mit pinker Hundebekleidung: ©Pezibear - Pixabay.com
  • Kleiner Hund mit pinker Hundebekleidung schaut in die Kamera: ©Pezibear - Pixabay.com