Eine Krankenversicherung für den Hund klingt für viele Hundebesitzer nach einer sinnfreien Versicherung, sich das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen. Doch viele unterschätzen das Risiko, welch hohen Kosten bei einer Erkrankung des Hundes auf sie zukommen könnten, wie eine forsa-Studie aufzeigt. Hier erfährst Du, welche Annehmlichkeiten eine Krankenversicherung für Deinen Hund mit sich bringt.

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Wie wichtig ist eine Tierkrankenversicherung?

Eine Tierkrankenversicherung kann sich im Laufe des Hundelebens als sehr wichtig erweisen, besonders wenn Dein Hund dazu neigt, öfters krank zu werden. Wer nicht immer einen entsprechend großen finanziellen Puffer bereitliegen hat und fürchtet, von einer möglichen Erkrankung des Hundes in den finanziellen Ruin getrieben zu werden, für den macht eine Krankenversicherung durchaus Sinn. Insbesondere für jüngere Hunde ist eine Hundekrankenversicherung wahrhaft eine Überlegung wert. Junge Hunde laufen viel und können sich dabei Verletzungen zuziehen, die medizinisch versorgt werden müssen. Außerdem fressen Sie gerne alle möglichen Dinge, die unter Umständen operativ entfernt werden müssen, wenn sie nicht auf natürlichem Wege herauskommen.

forsa-Studie: Defizite beim Versicherungsschutz

Die forsa-Studie hat jüngst enthüllt, dass sich nur 17 % aller Hundebesitzer mit einer Hundekrankenversicherung abgesichert haben. Erschreckend ist diese Zahl im Zusammenhang mit den Ergebnissen der potentiellen Kosten in Höhe von 500,- EUR ohne Grenze nach oben und der Tatsache, dass 42 % aller Hunde bereits operiert werden mussten.
Nachzulesen ist dies unter folgendem Link.
Auffallend ist, dass im Durchschnitt viele Hundebesitzer gleich mehrmals im Jahr zum Tierarzt gehen, so summieren sich kleinere Summen im Laufe eines Hundelebens. Jedoch wird dies vielen Hundebesitzern erst später bewusst.

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Die Fakten der Tierkrankenversicherung im Überblick

Eine Tierkrankenversicherung ist im Gegensatz zur reinen OP-Versicherung als „Rund um Sorglos“-Paket zu betrachten. Die Krankenversicherung trägt im schlimmsten Fall nicht nur die reinen Operationskosten, sondern bis zu 15 Tage die Nachsorge und Unterbringung in der Klinik, mögliche Voruntersuchungen wie Röntgen und weitere Behandlungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Behandlung stationär oder lediglich ambulant erfolgt ist, denn die Versicherung trägt in beiden Fällen die Kosten.
Die Wahl des Tierarztes ist selbstverständlich dem Hundebesitzer überlasen.

Hundehaftplicht vs. Hundekrankenversicherung

Eine Hundehaftpflicht ist für die Übernahme von weiteren Kosten verantwortlich als die, die von der Hundekrankenversicherung getragen werden.
Die Höhe des Beitrages der Hundekrankenversicherung ist abhängig von mehreren Faktoren. Dazu zählen Alter, Rasse, Geschlecht und Vorerkrankungen. Einige Versicherung haben ihre Beitragssätze sogar nach den einzelnen Rassen gestaffelt.
Die Beiträge von Hundehaftpflichtversicherungen sind in der Regel für jeden Hund gleich hoch und bewegen sich im Rahmen von zirka 50,- bis 100,- EUR jährlich.

Die Voraussetzungen – was sollte gegeben sein?

Du solltest auf jeden Fall eine Hundehaftpflicht abschließen, da Du so gegen alle möglichen Schäden abgesichert bist, die Dein Hund verschuldet. Achte auf eine höhere Deckungssumme besonders bei Personenschäden.
Eine Hundekrankenversicherung macht dann Sinn, wenn Du weißt, dass Du höhere Tierarztkosten nicht einfach so bezahlen kannst und vielleicht sogar in einen finanziellen Engpass geraten könntest.
Wenn Du dich für eine Hundekrankenversicherung entscheidest, solltest Du darauf achten, dass nicht nur der einfache, sondern der dreifache Satz bezahlt wird. Tierärzte unterliegen einer Gebührenordnung, dürfen aber entscheiden, ob sie bis zum dreifachen Satz abrechnen dürfen. Besonders wenn die Behandlung ein Notfall am Wochenende oder an Feiertagen ist, rechnen viele Tierärzte mindestens den zweifachen Satz ab.

Die Fakten – was ist Pflicht und was macht Sinn?

Ob die Hundehaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben ist, hängt von dem Bundesland ab, in dem Du lebst und sogar davon, welcher Hunderasse Dein Hund angehört. Unter Umständen kann die Hundehaftpflicht für Dich rechtlich verpflichtend sein. Allerdings macht eine Haftpflichtversicherung durchaus Sinn, denn als Hundehalter bist Du durch gesetzliche Regelungen verpflichtet, für alle Schäden, die Dein Hund verursacht, aufzukommen. Wenn Dein Hund beispielsweise für einen Autounfall mit Sach- und Personenschaden verantwortlich ist, bist Du in der Pflicht nicht nur den Schaden an den Autos zu begleichen, sondern sogar die Behandlungskosten der geschädigten Personen zu tragen. Ist im schlimmsten Fall bei einem Verunfallten Arbeitsunfähigkeit die Folge, kann das langfristig sehr teuer werden. Daher ist es wohl ratsam, wenn Du eine Hundehaftplicht abschließt, ganz gleich wie brav und gut erzogen Dein Vierbeiner ist. Er bleibt nach wie vor ein Tier und somit ein Stück weit unberechenbar.
Die Hundekrankenversicherung ist in keinem Bundesland rechtlich verpflichtend vorgeschrieben, macht aber dann durchaus Sinn, solltest Du wissen, dass Du hohe Tierarztkosten nicht tragen kannst. Wenn Du genug Ersparnisse hast und für Dich das Risiko möglicher hoher Tierarztkosten kein Problem darstellt, kannst Du darauf verzichten.

Rechtliche Kriterien und Gesetzesregelungen

Die Regelungen über eine Versicherungspflicht werden nicht auf Bundesebene, sondern auf Länderebene getroffen. Das bedeutet, dass jedes Bundesland individuell entscheidet, ob es eine Versicherungspflicht für Hunde einführt oder nicht.
Bisher haben sechs Bundesländer (Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt) festgelegt, dass eine Hundehaftpflicht für jeden Hundebesitzer verpflichtend ist. In Nordrhein-Westfalen ist die Hundehaftpflicht nur dann nötig, wenn der Hund eine Körpergröße von mehr als 40 cm Rückenhöhe aufweist. Sachsen-Anhalt hat die Versicherungspflicht abhängig von ihrer Rasseliste gemacht. Hunde, die den gelisteten Rassen angehören, müssen haftpflichtversichert sein. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg ist eine Haftpflicht nur dann verpflichtend, wenn der Hund in der Vergangenheit negativ aufgefallen ist.

Hundekrankenversicherung: Welcher Hund kann versichert werden, welcher nicht?

Prinzipiell kann jeder Hund in einer Hundekrankenversicherung versichert werden. Doch es gibt bei den meisten Versicherungen eine Liste mit Krankheiten, die nicht mitversichert werden. Dazu zählen in erster Linie rassetypische Erkrankungen wie Hüft-Dysplasie bei größeren Rassen oder bei kurzschnäuzigen Hunderassen wie dem Mops die Operation der Gaumensegel. Da hilft allerdings ein Vergleich zwischen verschiedenen Versicherungen, denn innerhalb der verschiedenen Versicherungsanbieter kann sich die Police deutlich unterscheiden.
Auch Vorerkrankungen des Hundes schließen einen Teil möglicher Behandlungen aus. Ist Dein Hund beispielsweise im Vorfeld schon einmal wegen einer Magendrehung operiert worden, kann es passieren, dass Deine Versicherung eine Übernahme von Kosten für eine weitere Operation dieser Art ausschließt.

Tierarztkosten: unterschätztes Risiko

Viele Hundebesitzer unterschätzen bei der Anschaffung des Vierbeiners oft die Tierarztkosten, die auf sie zukommen könnten. Die Hälfte aller Hunde muss lediglich einmal pro Jahr zur Impfung oder vielleicht noch zur Kastration zum Tierarzt. Doch es gibt viele Hunde, die entweder eine lange Liste an Erkrankungen haben oder so schwer erkrankt sind, dass sie operiert werden müssen. In manchen Fällen summieren sich die Kosten über einen langen Zeitraum auf mehrere tausend Euro. Bei einem plötzlich auftretenden Bandscheibenvorfall, der operativ versorgt werden muss, können die Behandlungskosten schnell astronomische Höhen erreichen. Viele Tierkliniken raten insbesondere bei neurologischen Erkrankungen immer häufiger zur Diagnostik mittels MRT- und CT-Technik. Die Kosten belaufen sich nur für die Diagnostik dann schnell auf 500,- bis 1.500,- EUR. Muss der Hund im Nachgang noch operiert werden, sammeln sich schnell mehrere hundert bis tausend Euro an. Viele Hundebesitzer unterschätzen dieses Risiko der Tierarztkosten, unwissend, dass jeder Hund plötzlich schwer erkranken kann. Neben schweren Erkrankungen können leider auch (Auto-)Unfälle für eine aufwendige medizinische Behandlung sorgen. Mit einer Hundekrankenversicherung bist Du im Zweifelsfalle gegen das Worst-Case-Szenario abgesichert.

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Vorteile der Hundeversicherung

Die Vorteile – sowohl von der Haftpflicht als auch der Hundekrankenversicherung – liegen auf der Hand: Sie schützen Dich in erster Linie davor, dass Dich große finanzielle Kosten aus der Bahn werfen können und gewährleisten die perfekte medizinische Versorgung für Deinen Hund. Somit schützt eine Hundeversicherung Dich und Deinen geliebten Vierbeiner im Zweifelsfall komplett ab.

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Bildquelle:

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