Die meisten Hunde lieben es geradezu, beim Spaziergang aus Pfützen zu trinken und so ihren Durst zu stillen. Das solltest Du Deinem Hund aber auf keinen Fall erlauben! Warum Hunde nicht aus Pfützen trinken sollten, erfährst Du in diesem Artikel.

Warum Hunde gerne aus Pfützen trinken

Sie riechen unglaublich interessant und haben eine geradezu magische Anziehungskraft auf neugierige Vierbeiner: Pfützen. Ein Spaziergang an der frischen Luft mit viel Bewegung macht durstig, weshalb das Pfützenwasser bei den tierischen Begleitern oft als willkommener Durstlöscher begrüßt wird. Besonders für Jagdhunde und Hunderassen, die viel in der freien Natur unterwegs sind und auf Entdeckertour gehen, ist es das reinste Vergnügen, sich am Wasser einer Pfütze zu laben. Was Hunde – und oftmals auch ihre Besitzer – nicht wissen: Hunde sollten auf keinen Fall Wasser aus Pfützen trinken, da sie davon ernsthaft krank werden können.

Hunde liegt in einem Trog mit Wasser

Krankheitserreger in Pfützen

Im Pfützenwasser lauern Krankheitserreger, die nicht nur für den Vierbeiner eine Gefahr darstellen, sondern auch auf den Besitzer übergehen können. Leptospiren-Erreger, die insbesondere von Ratten und Mäusen mit dem Urin ausgeschieden werden, können bei Deinem Hund eine gefährliche Leptospirose auslösen. Diese Erreger fühlen sich besonders wohl in einer milden und feuchten Umgebung, weshalb sie sich rege in Pfützen, Tümpeln & Co. vermehren. Hat sich Dein Hund durch Pfützenwasser mit den Leptospirose-Erregern infiziert, macht sich das durch häufiges Harnabsetzen, Durchfall und Erbrechen bemerkbar. Weisen Schleimhäute und Haut Deiner Fellnase eine gelbliche Färbung auf, solltest Du sofort mit ihm zum Tierarzt fahren, da sich die Krankheit mit Antibiotika gut in den Griff bekommen lässt – sofern sie frühzeitig erkannt wird. Klagst Du selbst über Fieber und grippeähnliche Symptome, hat Dein Hund dich wahrscheinlich mit dem Erreger angesteckt. Auch für Dich ist der Gang zum Arzt Pflicht, um organischen Schäden oder einer Hirnhautentzündung vorzubeugen.

Auch durch Giardien im Pfützenwasser kann Dein Hund leider krank werden. Die Parasiten, die über den Kot infizierter Tiere ausgeschieden werden, haben in kühlem Wasser eine Überlebensdauer von mehreren Wochen. Pfützen an Orten in der Natur, die von Hunden gerne aufgesucht werden, sind für die Giardien eine optimale Brutstätte. Aber auch jedes andere stehende Gewässer kann durch den gefährlichen Krankheitserreger verseucht sein. Trinkt Dein Hund das Pfützenwasser und steckt sich mit den Darmparasiten an, kann das Blähungen, Durchfall, Erbrechen und Gewichtsverlust zur Folge haben. Auch hier gilt: Gehe so schnell wie möglich zum Tierarzt, sodass Deine kranke Fellnase mithilfe von Antibiotika und einer Wurmkur wieder fit wird. Da auch die Giardien auf den Menschen übergehen können, solltest Du immer Gummihandschuhe tragen, wenn Du mit den Ausscheidungen des vierbeinigen Patienten in Kontakt kommst.

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  • Hunde liegt in einem Trog mit Wasser: ©Jollymama - Pixabay.com
  • Hund trinkt aus einer großen Pfütze: ©Mayya666 - Pixabay.com