Der Cane Corso Italiano ist ein eleganter, aber kräftiger Hund mit einem muskulösen Körper. Mit einer Widerristhöhe von knapp 70 cm und einem Gewicht von bis zu 50 kg bringt er eine enorme Größe und Masse mit.
Auffällig ist der breite Kopf der Molosser mit betonten Augenbrauen und Stirnfalte. Er besitzt ein kurzes, dichtes schwarzes Fell, das sehr glänzt. Andere Fellfarben wie Rot, Falbfarben, Hellgrau oder Gestromt kommen ebenfalls beim Cane Corso Italiano vor.

Der Cane Corso Italiano gilt als ein Arbeitstier, das aus Italien kommt, wo er auch heute noch bevorzugt gehalten wird. Auch als Schutzhund oder Hütehund findet die Rasse oft Verwendung. Aber er ist auch ein Familienhund, der sehr kinderlieb und familienfreundlich ist. Obwohl er in Bayern und Brandenburg als Listenhund geführt wird, besitzt er ruhiges und freundliches Wesen. Solange er gut ausgelastet wird, ist der Cane Corso Italiano umgänglich. Er benötigt lediglich eine konsequente Führung und geistige sowie körperliche Auslastung. Dann ist der Cane Corso Italiano eine sehr pflegeleichte Rasse, die kaum Probleme bereitet.

Cane Corso Italiano - Cane Corso liegt auf der Wiese

Charakter

Menschen, die den Cane Corso Italiano kennenlernen, wundern sich darüber, weshalb die Rasse in zwei Bundesländern als Listenhund, also als ein gefährlicher Hund, geführt wird. Bei erfahrenen Hundehaltern mit der nötigen Konsequenz in der Erziehung und Haltung besitzt der Hund einen angenehmen Charakter mit ausgeprägter Treue und Loyalität zum Besitzer.

Fremden Menschen gegenüber verhält sich die Hunderasse eher desinteressiert – solange er keine Bedrohung für seinen Besitzer oder Besitz in dem Fremden sieht. Die Rasse ist durch und durch ein Wachhund und verteidigt dementsprechend „seinen“ Besitz. Mit einer guten Sozialisierung und Erziehung ist die Rasse aber sehr verlässlich.

Auch mit Kindern geht der Cane Corso Italiano vorbildlich um. Er bevorzugt ausgedehnte Streicheleinheiten und ist leicht zu erziehen, wenn er konsequent und liebevoll behandelt wird.

Pflege

Der Cane Corso Italiano ist ein Arbeitstier, das anspruchsvoll beschäftigt werden muss. Diese Hunde lieben ausgedehntes Spielen und eine Aufgabe. Der regelmäßige Besuch des Hundesportplatzes oder Hundesportarten wie Obedience oder Agility eignen sich ideal, um die Rasse zu beschäftigen. Viel Auslauf ist ebenfalls unabdingbar für den Cane Corso Italiano – genauso wie ein liebevoller Familienanschluss.

Die Rasse gilt grundsätzlich als pflegeleicht, was an dem kurzen Fell liegt. Bei dieser Rasse genügt einmaliges Bürsten pro Tag.
Für die Stadt ist die Rasse nicht geeignet. Sie benötigt einen eigenen Hof oder Garten, den er beschützen kann. Durch den ausgeprägten Wach- und Schutztrieb ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Hunden sehr wichtig. Unbeaufsichtigt gehaltene Hunde in Garten oder Hof müssen durch einen hohen Zaun gesichert werden, um Besucher zu schützen.

Ein Cane Corso benötigt viel frisches Fleisch und Gemüse für sein Wohlergehen. Hochwertiges Hundefutter mit einem hohen Fleisch- und Gemüseanteil, aber auch Barfen sind für die Hunderasse geeignet. Die Menge und die Art des Futters müssen dem Alter, Größe und Gewicht des Hundes angepasst sein.

Typische Krankheiten

Der Cane Corso Italiano ist ein robuster Hund, der wie viele große Hunderassen an Krankheiten des Bewegungsapparates leiden kann. Die Hunderasse neigt bevorzugt zu Gelenkproblemen wie der Hüftdysplasie oder Ellbogendysplasie. Bei der Ellbogendysplasie passen die gelenkbildenden Oberarmknochen und Speiche nicht zueinander, was zu schmerzhaften Knochenauswüchsen führt. Die Hüftgelenksdysplasie ist eine Erkrankung des Hüftgelenks, bei der der Kopf des Oberschenkelknochens nicht mehr genügend Halt findet und reibt. Das führt zu erheblichen Schmerzen. Weder die Ellbogen- noch die Hüftgelenksdysplasie sind heilbar. Es können höchstens die Symptome gelindert werden.

Cane Corso Italiano - Cane Corso hält im Garten Wache

Zwar versuchen Züchter, diese Problematik in den Griff zu bekommen, doch vermeiden lässt sich das nicht. Mit einer richtigen Ernährung, z. B. wenig Proteine, und einer dem Alter und Wachstum angemessenen Bewegung – vor allem in den ersten Lebensmonaten – lassen sich diese Krankheiten gut handeln.
Wie viele große Hunderassen neigt auch der Cane Corso Italiano zu Erkrankungen des Herzmuskels und der Augen. Müdigkeit, weniger Lebensfreude, Kurzatmigkeit und Schlappheit können Symptome dieser Krankheit sein. Sollten Hundehaltern diese Symptome auffallen, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Die Hunderasse hat empfindliche Augen, die zu Bindehautentzündungen und Augenkrankheiten neigen. Daher sollten die Hunde von Klimaanlagen, Zugluft und Ventilatoren ferngehalten werden. Sollten Symptome wie Rötungen der Augen oder tränende Augen auftreten, ist ebenfalls ein Besuch des Tierarztes ratsam.

Geschichte

Woher die Hunderasse stammt, ist nicht sicher belegt. Im 4. Jahrhundert existierte in Sizilien und Süditalien ein italienischer Hirtenhund, der als Vorfahre dieser Hunderasse gilt. Ein möglicher Vorfahre ist der „Canis pugnacis“ – ein römischer Molosserhund. Diese Rasse begleitete antike Römer über Jahrhunderte hinweg im Krieg und bewies sich als Hütehund. Später etablierte sich der Hund als hervorragendes Nutztier, Beschützer, Fährten- und Hirtenhund und Bewacher. Im Laufe der Jahre kam es zu Züchtungen und Kreuzungen, aus denen letztendlich der heutige Cane Corso Italiano hervorging. Davor sollte die Rasse jedoch fast völlig verschwinden bevor einige Hundezüchter die alte Molosser-Gruppe wieder züchteten. Heute gehört der Cane Corso Italiano eine beliebte Hunderasse, die auch in Familien mit Kindern einen festen Platz gefunden hat.

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