Die Hunderasse Dunker ist bei der Suche nach einem Familienhund mit einer Größe von rund einem halben Meter und einem lebhaften Charakter durchaus eine interessante Option. Durch viel Bewegung und die richtige Erziehung wird der Jagdhund Dein treuer Begleiter.

Die Rasse ist erstmals im 19. Jahrhundert in Norwegen für die Hasenjagd gezüchtet worden. Obwohl die Rasse außerhalb von Skandinavien relativ unbekannt blieb, gelten die Tiere als beliebte Jagdhunde mit einem sehr lebhaften Wesen. Während die Pflege des Dunkers ziemlich einfach verläuft, musst Du für die tägliche Bewegung der Vierbeiner wiederum unbedingt genug Zeit aufbringen. Krankheiten treten bei der Hunderasse eher selten auf. Die Vorbeugung gegen Hüftgelenksdysplasie gilt jedoch manchmal als sinnvoll.

Kurzinfo

Die durchschnittliche Größe der Dunker liegt ungefähr bei einem halben Meter. Große Rüden wachsen manchmal sogar bis zu einer Gesamtgröße von 55 Zentimetern. Weibliche Dunker liegen wiederum manchmal leicht unter dem Durchschnittswert. Ein Gewicht in Höhe von bis zu 40 Kilogramm ist normal für die Rasse. Deutlich leichtere Artgenossen findest Du aber ebenfalls. Ein Minimalgewicht von 30 Kilogramm ist bei der Hunderasse Dunker prinzipiell noch nicht ungewöhnlich, wenn es sich um einen relativ kleinen Hund handelt.

Die Haare der Tiere sind ziemlich kurz. Außerdem zeichnet sich das Fell von einem Dunker durch eine harte und dichte Beschaffenheit aus. Die Farbe Schwarz und die gefleckte Blue-Merle-Variante sind unter den Jagdhunden besonders häufig vertreten. Zumeist sind die Abzeichen weiß oder leicht falbfarben. Exemplare mit Brauntönen oder leicht rötlichen Färbungen gibt es auch. Die Lebenserwartung des Dunker liegt im Durchschnitt bei circa elf Jahren. Es kommt aber durchaus vor, dass ein Tier mit einem sehr guten Gesundheitszustand seinen 15. Geburtstag erlebt.

Charakter des Dunker

Der Dunker ist ein äußerst lebhafter Jagdhund mit einem bemerkenswerten Mut. Vor schwierigem Gelände fürchtet er sich bei Spaziergängen fast nie. Gegenüber Menschen verhalten sich die meisten Mitglieder der Rasse in der Regel relativ freundlich und ruhig, insofern die Haustiere allgemein zufrieden bleiben. Regelmäßige Bewegung ist dafür beim Dunker eine ganz besonders wichtige Voraussetzung. Denn die Hunde sind eifrig und benötigen täglich Beschäftigung, um sich mittelfristig nicht unwohl zu fühlen.

Familienhund auf der Suche nach Nähe zur Bezugsperson

Grundsätzlich punktet der Dunker mit einer ziemlich unkomplizierten Haltung und eignet sich eigentlich gut als Haustier für eine Familie. Wenn Du den Vierbeiner richtig erziehst und sein Verhalten für die Rasse typisch ist, verhält er sich normalerweise auch bei Begegnungen mit Kindern freundlich. Weil vor allem Kleinkinder durch falsche Verhaltensweisen möglicherweise Probleme auslösen würden, bleibt die grundsätzliche Vorsicht genauso wie bei fast allen Hunderassen natürlich trotzdem geboten. In einem Haus fügt der Dunker sich üblicherweise gut in das Leben ein, insofern er täglich oft genug nach draußen gelangt.

Von der Unterbringung im Zwinger ist hingegen sogar eher abzuraten. Dunker suchen nämlich in der Regel ständig die Nähe und den Kontakt zu ihrem Frauchen oder Herrchen. Weil der Hund sich schnell auf Dich fixiert, würde er Dich in einem Zwinger vermissen. Als Zwingerhund zeigen Dunker daher langfristig nicht selten ungewohntes Verhalten und fallen durch eine untypische Unsicherheit auf. Dadurch käme es dann eventuell im Alltag zu vorschnellen und falschen Reaktionen. Schlimmstenfalls wäre die Verkümmerung des Vierbeiners die Folge. Solange die Hunde im Haus leben und eine angemessene Erziehung genießen, bestehen diese Gefahren jedoch im Normalfall nicht.

Pflege

Die Pflege des Fells verläuft bei einem Dunker eigentlich unkompliziert und kostet kaum Zeit. Dennoch bleibt der gelegentliche Einsatz von Bürsten und einem Fellkamm sinnvoll, weil Du damit beispielsweise auch Flöhe oder Zecken frühzeitig erkennen würdest. Beim Futter hat der Dunker ebenso keine außergewöhnlichen Ansprüche. Im Verhältnis zu sonstigen Jagdhunden genügen für die Vierbeiner durchschnittliche Futtermengen.

Tipps zur richtigen Erziehung von einem typischen Dunker

Mit der Erziehung musst Du ziemlich früh beginnen, nachdem ein junger Dunker bei Dir eingezogen ist. Der starke Jagdtrieb des Hundes darf nämlich später nicht sprichwörtlich ungebremst auf die Außenwelt losgelassen werden. Andererseits besteht das Ziel natürlich keineswegs darin, dem Vierbeiner den Drang zur Jagd vollständig abzugewöhnen. Es ist gar nicht möglich, dem Dunker das Jagdhund-Verhalten uneingeschränkt abzuerziehen. Das Jagen macht den Hund glücklich und bleibt an geeigneten Orten ein unverzichtbarer Teil seines Lebens. Trotzdem ist es natürlich entscheidend, dass Du möglichst jederzeit die Kontrolle behältst.

Irgendwann wäre ein Dunker oft zu kräftig, um ihn mit reiner Kraft zurückzuhalten. Es ist daher wichtig, Erziehungsmaßen rechtzeitig einzuleiten und bei Welpen oder Junghunden nichts zu versäumen. Durch die richtige Konditionierung bringst Du einem Dunker bei, nach einem Rückruf umgehend zu Dir zurückzukehren. Das Schreien bietet hierbei nicht die einzige Möglichkeit. Pfeifen mit hohen Frequenzen gelten als gute Alternative. Passende Produkte überzeugen mit einer beachtlichen Reichweite und erreichen den Dunker somit trotz überdurchschnittlicher Entfernungen.

Indem Du den Dunker nach der folgsamen Rückkehr mit unterschiedlichen Methoden belohnst, erzielst Du bei der Hundeerziehung zumeist schnell Erfolge. Auch für gut eingespielte Teams ist es von hoher Bedeutung, den Rückruf immer wieder zu wiederholen und die Belohnungen nicht zu vergessen. Dadurch bereitest Du Dich auf den Ernstfall vor und bist für die Begegnung mit Menschen und anderen Hunden gerüstet. Dank einer guten Erziehung kehrt Dein Hund nicht selten direkt zu Dir zurück, bevor Konfrontationen zur Gefahr für die beteiligten Personen und Tiere werden.

Bewegung als Voraussetzung für die gute Beziehung zum Dunker

In der Regel funktioniert die Erziehung von einem Dunker vergleichsweise einfach. Das trifft vor allem zu, sobald der Hund Dich als Bezugsperson akzeptiert hat und eine echte Bindung besteht. Ein Dunker bekommt dann das Bedürfnis, den Besitzer zu beeindrucken und zeigt sich dementsprechend äußerst folgsam. Die Voraussetzung dafür ist in erster Linie, dass Du die Bedürfnisse nach Bewegung stillst. Weil Dunker über eine sehr starke Ausdauer verfügen, gilt diese Aufgabe durchaus als herausfordernd.

Darüber hinaus muss das Herrchen oder das Frauchen täglich relativ viel Zeit investieren, um dem Jagdhund die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Für Menschen mit wenig Zeit oder körperlich beeinträchtigenden Gesundheitsproblemen eignet sich der Dunker daher eher nicht als Haustier. Wenn Du gerne Sport und Ausdauertraining betreibst, passt diese Hunderasse hingegen gut zu Dir. Ein Dunker hält auch mit schnellen Sportlern nahezu ausnahmslos ohne Probleme mit und wird gerne gefordert. Regelmäßige Wanderungen bereiten den Hunden eine große Freude.

Typische Krankheiten

Dunker zeichnen sich prinzipiell durch gute Voraussetzungen für ein Leben mit wenigen Krankheiten aus. Die Laufhunde überzeugen nicht selten auch im Alter von zehn Jahren noch mit einer guten Kondition. Es kommt gelegentlich vor, dass ein Dunker unter Hüftgelenksdysplasie leidet. Bei der Vorbeugung gegen die Verschlimmerung von dieser Erberkrankung helfen eventuell Zusatzfuttermittel mit knorpelaufbauenden Inhaltsstoffen. Eine Physiotherapie stellt ebenfalls eine Option dar. Wenn Symptome der Hüftgelenksdysplasie bei Deinem Hund auftreten, ist die Beratung zu weiteren Behandlungsmaßnahmen beim Tierarzt dringend empfehlenswert.

Geschichte

Die Rasse wurde nach dem norwegischen Züchter Wilhelm Dunker benannt. Im 19. Jahrhundert ließ der Namensgeber die russische Harlekinbracke mit anderen Laufhunden paaren. Die neue Hunderasse Dunker galt damals als gute Wahl für die Jagd auf Hasen. In Norwegen wurden die Vierbeiner äußerst beliebt und begehrt. Außerhalb von Skandinavien blieben die Tiere aber relativ unbekannt. Trotzdem hat der Weltverband FCI den Dunker in der Gruppe der Lauf- und Schweißhunde als Rasse anerkannt. Wenn Du einen attraktiven und treuen Jagdhund suchst, sind diese Haustiere daher ein echter Geheimtipp.

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  • DieTierWelt_Hunderasse_Dunker_Beitragsbild: ©Lou Liebau, unsplash.com