Kurzinfo

Der Greyhound ist ein großer Hunde mit einer stattlichen Erscheinung. Rüden werden zwischen 71 und 76 cm hoch und Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe von 68 bis 71 Zentimetern. Das Gewicht liegt bei Rüden zwischen 27 und vierzig Kilo, Hündinnen bringen 26 bis 34 Kilogramm auf die Waage. Obwohl es sich bei dieser Rasse um sehr große Hunde handelt, liegt seine Lebenserwartung, anders als bei manch anderen großen Rassen bei 10 bis 13 Jahren. Die Fellfarbe dieser Hunde kann geströmt, weiß, schwarz, rehfarben, rot oder blau sein. Der Greyhound ist eine FCI anerkannte Hunderasse. Hunde dieser Rasse haben grundsätzlich ein kurzes Fell. Sie gehören zu der Gruppe 10, den Windhunden und zu der Sektion 3, den kurzhaarigen Windhunden.

Der Greyhound und sein Charakter

Der athletische Hund ist sehr kräftig, laufstark und ausdauernd. Er benötigt kein abwechslungsreiches Beschäftigungsprogramm, seine Leidenschaft gilt dem Laufen beziehungsweise dem Sprinten. Seinen ausgeprägten Jagdinstinkt darfst Du nie vergessen. Es ist sehr schwierig diese Hunde in der offenen Natur frei laufen zu lassen. Ein Hase, eine Katze oder ein Eichhörnchen wird seinen Jagdtrieb wecken und der Rückruf ist dann so gut wie unmöglich. Im Haus sind diese Hunde traumhafte Zeitgenosse. Ein bequemes Hundebett oder gerne auch Deine Couch und Du wirst ihn nicht sehen und nicht hören. Sie schlafen zwischen sechzehn und achtzehn Stunden am Tag. Eine echte Couch-Potato, die nicht bellt und einfach ein warmes Bett genießt. Die sensiblen Hunde sind sehr anhänglich und suchen ständig den Kontakt zu ihrem Besitzer und ihrer Familie. Fremden gegenüber sind sie mitunter vorsichtig, aber freundlich. Weder Kinder noch Artgenossen sind ein Problem für diese Hunde.

In einer Gruppe von Hunden zeigt er keine Führungsambitionen. Er benötigt eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Da die Hunde dieser Rasse sehr sensible Tiere sind, reagieren sie mit Stress auf harte Worte und eine harte Erziehung. Sie sind keine Hunde für Anfänger. Um im Haus einen ruhigen, friedlichen und gemütlichen Hund zu haben, müssen seine Laufbedürfnisse erfüllt sein. Um seine Lauflust befriedigen zu können, sollte ein Hund dieser Rasse mindestens 500 Meter mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 80 Kilometer pro Stunde sprinten können. Ihr Charakter ist so unterschiedlich wie ihre Fellfarbe. Den einen Greyhound gibt es nicht. Falls Du Dich für diese Rasse entscheidest, musst Du Dir im Klaren darüber sein, dass es unter Umständen nie möglich sein wird diesen Hund frei laufen zu lassen, jedenfalls nicht außerhalb eines eingezäunten Geländes. Diese Einschränkung macht er allerdings mit einem vorbildlichen Verhalten im Haus allemal wieder wett.

Pflege und Ernährung

Der englische Windhund ist in der Haltung und Pflege sehr anspruchslos. Aufgrund seines kurzen Fells reicht ein Noppenhandschuh oder leichtes Bürsten, um die Haare zu entfernen. Bei der Ernährung legen diese Hunde Wert auf hochwertiges und abwechslungsreiches Futter. Ebenso legen sie auf ein weiches Hundebett wert. Kälte mögen sie nicht besonders, was selbstverständlich an ihrem Fell liegt. Sie haben keine Unterwolle, also auch keine wärmende Schicht unter dem Fell.

Besonderheiten und Geschichte der Greyhounds

Der Greyhound besitzt eine Anfälligkeit für die sogenannte „Greysperre“. Das ist eine Hundekrankheit, die sich durch einen steifen Gang bemerkbar macht und bis zur Bewegungsunfähigkeit reichen kann. Dunkler Urin ist ebenfalls eine Begleiterscheinung der Greysperre. Ausgelöst wird diese Krankheit durch übermäßige Belastung in Verbindung mit Wassermangel und Hitze. Sollte Dein Hund diese Symptome zeigen, musst Du unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Ebenfalls anfällig sind diese Hunde für Zahnstein. Du solltest die Zähne regelmäßig kontrollieren.

Die Ursprünge des Greyhounds reichen weit zurück. Erste Aufzeichnungen zu den Vorfahren dieser Rasse wurden auf Wandgemälden in Amten im Nildelta gefunden. Im alten Ägypten waren die Vorfahren dieser Rasse hochgeachtet. So wurde ein 4000 Jahre altes Relikt auf einem Grab in Ägypten gefunden. Dies zeugt für die lange Existenz der Vorfahren der heutigen Rasse. Die ursprünglichen Rassen wurden nach Spanien, China, Persien und in viele andere Länder exportiert. Die Kelten brachten vermutlich die ersten Vorfahren bei ihrer Einwanderung nach England. Das war ungefähr 300 bis 400 Jahre vor Christus. König Canute von England erließ eine Verordnung, die es nur Adeligen gestattete, Hunde dieser Rasse zu halten. Ein Verstoß gegen diese Verordnung wurde mit harten Strafen belegt. Die Vorfahren der heutigen Rasse wurden im Mittelalter während einer Hungersnot nahezu vollständig ausgerottet. Im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert wurde auch der spanische Windhund nach England und Irland exportiert. Durch eine zielgerichtete Weiterzüchtung entstand die heutige Rasse der Greyhounds.

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