Kurzinfo

Mit einer Größe von ca. 69 Zentimeter hat er eine robuste Statur. Hündinnen werden in der Regel etwas kleiner. Sie erreichen etwa ein Gewicht zwischen 30 und 50 Kilogramm. Otterhunde haben mittellanges und raues Deckhaar, das von einer dichten Unterwolle besetzt ist. Sie können ein Lebensalter von 10 bis 13 Jahren erreichen.

Charakter des Otterhund

Er gehört zur Gruppe der Lauf- und Schweißhunde und ist deshalb ein Vollblutjagdhund. Diese Sortierung bringt einen freundlichen Charakter hervor, andererseits auch ein gewisses Maß an Eigensinn. Grundsätzlich ist er bereit zu lernen und auf Kommandos zu hören. Als zukünftiger Besitzer solltest Du Dir darüber im Klaren sein. Dieser Hund braucht klare Regeln und Anweisungen, die er bereitwillig erfüllt. Dann kannst Du mit einem gehorsamen Hund leben, der sich seinem Herrchen gern anschließt. Otterhunde gehen hin und wieder gern ihren eigenen Weg, werden sie hier nicht mit Konsequenz geführt, gehen sie ihren eigenen Bedürfnissen nach und vergessen alles, was um sie herum passiert. Daher ist die Erziehung des Hundes wichtig und verlangt sowohl Konsequenz als auch ein wenig Erfahrung im Umgang mit Hunden.

Er eignet sich wunderbar als Familienhund. Denn auch mit seiner sturen Art ist er liebenswürdig und fühlt sich innerhalb der Familie wohl. Wichtig ist, dass er seinem natürlichen Jagdinstinkt folgen kann. Im Alltag bedeutet dies, dass er viel Auslauf braucht. Ein Leben in der Natur ist ideal, hier fühlt er sich viel wohler als in der Stadt. Ein solcher Hund braucht Aufgaben und Beschäftigung, um sich wohlzufühlen. Ständig sucht er Aufgaben und ist sehr neugierig, in seinem Lebensumfeld Spuren aufzusuchen und diesen zu folgen. Unermüdlichkeit ist ein typischer Begriff, um diesen Hund zu beschreiben. Kann er Instinkt und Neugier ausleben, ist er völlig zufrieden. Aggressivität ist Otterhunden fremd. Unter der rauen Schale steckt ein sanftmütiger Charakter mit sensibler Seele. Schon deshalb eignet er sich sehr gut, um auch mit Kindern zusammenzuleben.

Pflege und Ernährung

Im dichten Fell bleiben zuweilen Blätter oder andere Mitbringsel aus der Natur hängen. Verantwortlich ist die dichte Unterwolle. Der Hund muss nicht täglich aber gelegentlich gebürstet werden. Weitaus wichtiger ist die regelmäßige Kontrolle der Schlappohren. Als Zubehör für den Otterhund sollte immer eine Zungenzange und Ohrenreiniger im Hause sein. Andererseits muss Du mit dem Hund zum Tierarzt, bevor es zu schmerzhaften Entzündungen kommt.

Schon vom jungen Welpenalter an kannst Du Deinen Hund an ein Bad gewöhnen. Diese spezielle Pflege sollte nur die Ausnahme sein, aber es ist günstiger, schon junge Hunde daran zu gewöhnen. Da er dem Wasser grundsätzlich aber nicht abgeneigt ist, wird er sich hier nicht sträuben. Wenn überhaupt Seife verwendet wird, dann nur ein mildes Shampoo für Hunde. Das Bad wird jedoch nur dann notwendig, wenn sich starker Schmutz oder Schlamm im Fell verfangen haben.

Auch das Schneiden des Fellkleides ist nicht notwendig. Die Tiere wechseln naturgemäß zwischen Sommer- und Winterfell. Um Zahnstein vorzubeugen bietet es sich an, dass Du Deinem Hund ca. einmal wöchentlich einen Kauknochen anbietest.

Als mittelgroßer Hund braucht der Otterhund eine optimale Ernährung. Sein unermüdlicher Bewegungsdrang erfordert gesundes Futter zu regelmäßigen Zeiten. Der ausgewachsene Hund bekommt täglich zwei Mahlzeiten, ideal nach einem Spaziergang und nicht etwa vorher. Ein hoher Fleischanteil mit Gemüse ist ideal, Getreide sollten gar nicht oder nur bis maximal zehn Prozent vorhanden sein. Getreide im Hundefutter verursacht typische Zivilisationskrankheiten. So können Hunde bei häufigem Verzehr von Getreide an Diabetes, Übergewicht oder Herzleiden erkranken. Auch Leckerlis sind nicht wirklich notwendig. Viel wichtiger ist, dass Du Deinem Hund ständig frisches Wasser anbietest. Um die Zähne zu reinigen, eignen sich spezielle Hundekauknochen oder getrocknetem Pansen, an denen die Tiere gern herum knabbern. Damit sind sie eine Weile beschäftigt und bekommen gut verträgliche Hundenahrung.

Besonderheiten

Ein Vorteil des Otterhundes ist sein struppiges Fell, das nicht haart. Viele Hundehaare wirst Du also nicht im Haus finden. Anders als bei anderen Hunderassen muss dieser Hund keine tägliche Fellpflege erhalten. Dennoch ist es angebracht, das Fell gelegentlich mit einer guten Bürste durchzubürsten. Bei täglichen Aufenthalten in der Natur ist es wichtig, die langen Ohren zu kontrollieren. Hier setzen sich leicht Insekten fest, die entfernt werden sollten. Keine Frage, dass Otterhunde jede Liebkosung schätzen. Nach einem langen Ausflug bietet sich eine Kuschelstunde an, bei der Du ihn massierst und gleichzeitig kontrollierst, ob sich eventuell Zecken am Bauch, den Beinen oder im Gesicht festgesetzt haben.

Wer sich für einen Otterhund entscheiden möchte, sollte sich im klaren sein, dass eine liebevolle, aber konsequente Erziehung notwendig ist. Nicht jeder sollte an der Erziehung herumbasteln. Innerhalb der Familie braucht er eine Ansprechperson, die Kommandos ausspricht und verlangt. Otterhunde lieben das Wasser und gehen schonmal ihre eigenen Wege, sobald ein Gewässer in der Nähe ist. Hier zeigt sich, wie gut die Erziehung funktioniert. Sind jedoch seine Grundbedürfnisse ausreichend befriedigt, wird er auf Kommandos hören.

Bildquelle:

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