Der Lhasa Apso ist ein kleiner Hund mit großem Charakter und edlem Erscheinungsbild. Was die Rasse so besonders macht und was es bei der Pflege und Haltung zu beachten gilt, zeigt unser ausführliches Rasseportrait.

Der Lhasa Apso Hund ist eine ganz besondere und sehr beliebte Rasse unter Hundeliebhabern. Aufgrund des dichten, löwenähnlichen Fells wurden die Hunde auch früher oft als Löwenhunde bezeichnet. Der Lhasa Apso ist ein sehr geselliger, freundlicher und selbstbewusster Charakter, der einem aufgrund seines vielfältigen Charakters viel Freude bereiten kann.

Kurzinfo

– Ursprung: Hochland von Tibet
– Größe: : 24 bis 28 cm
– Gewicht: 5 bis 7 kg
– Fell: dichtes, dickes Fellkleid, lang, gewellt
– Farbe: Golden, Sand, Schwarz, Honig, Braun, Dunkler Grizzle und mehrfarbig
– Die Lebenserwartung des Lhasa Apso kann sich, bei gesunder Züchtung, auf bis zu 16 Jahre belaufen. Vereinzelt werden die Hunde auch 20 Jahre alt.

Lhasa Apso läuft über die Wiese

Charakter des Lhasa Apso

Der Lhasa Apso ist ein Hund mit einem sehr interessanten Charakter. Er ist sehr selbstbewusst, intelligent und hat eine starke Persönlichkeit, so dass sich im täglichen Umgang schnell zeigt, dass er durchaus einen kleinen Dickkopf haben kann. Ein Halter mit Erfahrung ist für die Erziehung daher vorteilhafter. Wichtig ist, dass er gleichzeitig konsequent und liebevoll erzogen wird.

Hinzu kommt, dass diese Hunderasse sehr aufmerksam und wachsam ist, so dass er als kleiner Wachhund durchaus zum Einsatz kommen darf. Ergänzt wird dies mit seinem sehr gut ausgeprägtem Gehör, seiner Schnelligkeit und einer raschen Auffassungsgabe.

Ansonsten ist er seinen festen Bezugspersonen gegenüber sehr treu. Alles in allem ist der Lhasa Apso ein sehr liebevoller und geselliger Vierbeiner und somit auch ein perfekter Familienhund. Er sucht ständig den Kontakt zu seinen Bezugspersonen und ist trotzdem recht selbständig. Gegenüber Fremden ist er er anfangs etwas zurückhaltender.

Auch wenn er optisch einen sehr edlen Eindruck macht ist der Lhasa Apso ein robuster Hund, der aufgrund seiner Intelligenz und seines Charakters gerne als Begleit- und Wachhund zum Einsatz kommt.

Wie viel Bewegungsfreude der Hund hat, kann nicht pauschal beantwortet werden, da es durchaus Lhasa Apso Hunde gibt, die nicht für Sport zu begeistern sind und wiederum Charaktere, die sehr sportbegeistert sind. Für Hundesport sind sie daher nicht immer geeignet. Aufgrund seines vielfältigen Charakters ist er sowohl für Familien aber auch für Alleinstehende geeignet. Bei entsprechender Erziehung ist er auch sehr kinderlieb, wobei es auch hier Charaktere gibt, die eher ein ruhiges Umfeld bevorzugen.

Lhasa Apso liegt auf dem Rücken

Pflege

Auch wenn der Lhasa Apso rein optisch nicht den Eindruck erweckt, braucht dieser Hund viel Bewegung. Er hat sehr viel Kondition und kann so durchaus an langen Spaziergängen teilhaben und sogar an Trekkingtouren. Es gibt auch hier Hundepersönlichkeiten, die Frauchen und/oder Herrchen gerne beim Joggen oder Walken begleiten. Alles in allem braucht er ausgiebige Spaziergänge, wobei ihm auch extreme Witterungsverhältnisse keinerlei Probleme bereiten.

Neben genügend Auslauf, spielt die Fellpflege eine sehr wichtige Rolle. Das Fell ist beim Lhasa Apso doppelschichtig, bestehend aus feiner Unterwolle und festerem Deckhaar. Damit diese schöne Haarpracht auch dauerhaft erhalten bleibt, ist das regelmäßige Kämmen das A und O. Daher sollte das Fell mindestens 1 bis 2 mal in der Woche oder noch besser täglich ordentlich durchgekämmt werden. Nach jedem Spaziergang sollten Verfilzungen und Unregelmäßigkeiten im Fell beseitigt werden. Unterholz und hohe Gräser sollten wenn möglich gemieden werden, da sich die hier eingefangenen Mitbringsel nur schwer entfernen lassen.

Typische Krankheiten

Der verkürzte Nasenrücken kann beim Lhasa Apso zu Problemen führen. Wer diese Problematik umgehen möchte, sollte einen Hund mit gutem Stammbaum bevorzugen.

Des Weiteren ist bei der Gabe bestimmter Medikamente große Vorsicht geboten, insbesondere bei Derivaten von Barbitursäure und bei klassischen Narkosemitteln. Darauf reagiert diese Rasse sehr empfindlich.

Um Krankheiten, wie Milben oder Entzündungen, vorzubeugen, sollte unbedingt auf die Sauberkeit der Ohren geachtet werden. Die Entstehung von Entzündungen und Milben wird bei mangelnder Belüftung begünstigt. Ein erstes Warnzeichen für eine mögliche Erkrankung in diesem Bereich, kann ein süßlicher Geruch aus den Ohren sein. Grundsätzlich sollten die Ohren regelmäßig von einem Tierarzt überprüft werden. Mit etwas Erfahrung kann der Halter auch mit der Zeit selbst sehr gut erkennen, ob was nicht stimmt.

Lhasa Apso liegt mit einem anderen Hund in der Wiese

Geschichte

Die Geschichte des Lhasa Apso beginnt bereits vor 2000 Jahren als die Hunde in Klöstern Tibets mit den Mönchen zusammengelebt haben. Die Züchtung dieser Rasse war dort deshalb so beliebt, da sie als Botschafter des Friedens und Glücks angesehen wurden sowie als Reinkarnation der Lamas. Dieser Glaube macht sie zu ganz besonderen Hunden, die auch gleichzeitig als Bewacher der Schätze Buddhas galten und als heilig angesehen wurden. Daraus resultiert auch die Rassebezeichnung. Lhasa leitet sich zum einen von der gleichnamigen tibetischen Hauptstadt ab und Rapso steht für langhaarige, zottige Bergziege. Die Beschaffenheit seines Fells verhalf ihm auch zum Spitznamen Löwenhund. Alles in allem genoss er großes Ansehen und galt als Glücksbringer bei den tibetanischen Mönchen, die daran glaubten, dass die Seele beim Tod des Besitzers in den Hund übergeht. Aufgrund des Glaubens war er unverkäuflich und durfte nur verschenkt werden.

Später tauchte der Lhasa Apso in Europa auf und zwar erstmals in 1901 und zwar in England. Erst 33 später erhielt die Rasse einen sogenannten Zuchtstandard anerkennt. Seinen Weg nach Deutschland fand der Lhasa Apso erst relativ spät in den 70er Jahren. In dieser Zeit begannen die ersten deutschen Hundezüchter mit der Zucht der edlen Hunde.

Die weltweite Verbreitung verdankt diese Rasse dem Dalai Lama. Dieser verschenkte den Lhasa Apso gerne an ausländischen Persönlichkeiten und Diplomaten.

Bildquelle:

  • Lhasa Apso läuft über die Wiese: ©kshitijprakash - Pixabay.com
  • Lhasa Apso liegt auf dem Rücken: ©Fran_TheFeelGoodBlog - Pixabay.com
  • Lhasa Apso liegt mit einem anderen Hund in der Wiese: ©karygrabovski - Pixabay.com
  • Lhasa Apso liegt in der Wiese: ©kshitijprakash - Pixabay.com