In Deutschland werden Rassehunde aus Osteuropa für viel Geld verkauft. Die Anbieter sind nur schwer zu erkennen. Wenn man einen Hundewelpen kaufen möchte, muss man äußerst vorsichtig sein, um nicht auf einen Betrug hereinzufallen. Dieser Artikel gibt eine Hilfestellung für den Welpenkauf.

Anbieter schwer zu erkennen

Die Anzeigen zum Kauf von Hundewelpen klingen oft liebevoll. Dabei stecken oft dubiose Händler aus Osteuropa dahinter. Oft zeigen die dazu eingestellten Bilder nicht die zu verkaufenden Hunde.

Diese Tiere werden in Osteuropa unter sehr schlechten Bedingungen geboren und viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Früher waren solche Angebote besser zu erkennen. Die Preise waren sehr günstig und die Anzeigen im holprigen Deutsch geschrieben. Heute sind diese Anzeigen freundlich formuliert und die Preise liegen nur noch wenige hundert Euro unter denen, die seriöse Züchter verlangen.

Geschäft mit Welpen boomt

Der Handel mit den Wühltischwelpen blüht. Meist fängt der Preis von Rassehunden mit Papieren bei seriösen Züchtern bei 1.000 Euro an. Dafür erhält der Käufer die Sicherheit, dass die Welpen unter herausragenden Bedingungen aufgewachsen sind und den bestmöglichen Start ins neue Leben bekommen. Die Hunde sind entwurmt und geimpft – und sie werden frühestens im Alter von acht Wochen abgegeben.

Welpen aus Osteuropa kosten zwar weniger, sind aber häufig mangelernährt. Sie sind nicht geimpft und verwurmt, d. h. der Käufer erhält einen kranken Hund. Gefürchtet ist auch die Parvovirose, eine Infektionskrankheit, die vor allem geschwächte Welpen trifft. Durch die frühe Trennung von der Mutter kommen zusätzlich massive Verhaltensstörungen dazu.

Welpenkauf im Internet

Interessenten sollten stutzig werden, wenn der Welpe auf einem Parkplatz übergeben oder sogar gebracht wird. Bei einem seriösen Züchter kommen die Interessenten ins Haus – und das mehrmals.

Doch auch hier werden die osteuropäischen Händler kreativer. Sie steigern ihre Seriosität, indem sie zur Welpenbesichtigung einladen. Dabei präsentieren sie entweder kein Muttertier oder eine andere Hündin. Befinden sich die Welpen in einem schlechten Zustand, erhalten sie Medikamente, damit sie kurzfristig einen gesunden Eindruck machen.

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Betrüger erkennen

Interessenten sollten sich im Tierheim umschauen oder über Züchter gehen, um sich einen Hund zu kaufen. Wer auf eine Anzeige reagiert, sollte auf folgende Anzeichen achten:

  • Muntere, neugierige und verspielte Welpen
  • Mutter muss vor Ort sein
  • Gut sichtbares Gesäuge des Muttertieres
  • Muttertier sollte eine Beziehung zu den Welpen haben

Wer bereits auf die Betrüger reingefallen ist, kann eine Strafanzeige stellen. Erst kürzlich verurteilte das Landgericht Darmstadt zwei Welpenhändler wegen mehrfachen Betrugs zu einer 13-monatigen Haftstrafe und einem Berufsverbot. Beide Männer hatten über Internetanzeigen kranke Welpen für bis zu 1.000 € verkauft. Oft waren die Hunde krank oder starben.

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