Bei schönem Wetter lockt das Fahrradfahren mit Hund viele Menschen wieder nach draußen. Doch was gilt es hierbei zu beachten, und wie sieht die rechtliche Lage eigentlich aus?

So langsam aber sicher kommt der Sommer. Dies bedeutet nicht nur gute Laune und viel Sonnenschein, sondern gleichzeitig ist auch dies die Zeit, in welcher die Menschen mit dem eigenen Hund gerne viel Zeit in der freien Natur bringen. Besonders beliebt, bei schönem Wetter: Eine ausgiebige Tour mit dem Fahrrad.

Doch natürlich darf bei der Fahrt durch Felder und Wiesen auch der Hund nicht fehlen, damit der Tag perfekt wird und die Tour lange im Gedächtnis bleibt. Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Wissen rund um das Thema Fahrradfahren mit Hund kannst auch Du zusammen mit Deinem Hund am Fahrrad die angenehmen Tage und Monate ausgiebig genießen.

Die richtige Ausrüstung

Die richtige Ausrüstung am Fahrrad bei der Fahrt mit Deinem Hund hat direkt mehrere Aufgaben. Denn auf der einen Seite sorgt diese nicht nur für den nötigen Komfort, sondern ist auch für die Sicherheit bei jeder Fahrt besonders wichtig. Hier beginnt dann auch schon der erste Schritt, bevor Du mit Deinem Hund am Fahrrad die erste Runde drehen kannst. Eine flexible Leine ist besonders dann wichtig, wenn Du Deinen Hund an der Leine auf dem Fahrrad führen möchtest. Hier hat der Hund dann einen gewissen Spielraum beim Laufen und bei der Bewegung, dies erhöht wiederum sowohl die Sicherheit wie auch den Komfort mehr als deutlich. Welche Leine mit welcher Länge aber letzten Endes die richtige ist, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Eventuell ist hier eine Beratung vor Ort eine gute Wahl, hier kannst Du Dir auch verschiedene Modelle genau anschauen.

Eine weitere wichtige Frage: Halsband oder Geschirr? Am Besten sollte der Hund ein gut sitzendes Geschirr tragen. Ist Dein Hund an das Führen mit dem Geschirr gewöhnt, kannst Du auch beim Fahren mit dem Fahrrad auf ein solches setzen.

Gleichzeitig solltest Du auch darauf achten, dass sowohl Du wie auch Dein Hund jederzeit bei der Fahrt sichtbar sind. Gerade in der Dämmerung wird die Fahrt sonst sehr gefährlich und schnell zu einem Problem. Sicher ist sicher, und getreu diesem Motto solltest Du bei der Fahrt immer eine Sicherheitsweste tragen. Leuchtende oder reflektierende Elemente am Halsband des Hundes sind in einem solchen Fall dann eine sehr gute Wahl und eine passende Ergänzung, mit welcher Du schnell für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit im Alltag sorgen kannst. Sehr praktisch: Auch im Urlaub und unterwegs lassen sich diese praktischen Utensilien immer mitnehmen und einsetzen, sodass hier gar kein Problem in Bezug auf die Sicherheit bestehen sollte.

Achte auf Deinen Hund

Viele Menschen sind sich der hohen Belastung, die den Hund bei der Fahrt mit dem Fahrrad erwartet, gar nicht wirklich bewusst. Hier liegt nicht nur der klassische Stress durch die schnelle und ausgiebige Bewegung zugrunde, sondern auch der Stress durch das Laufen direkt neben dem Fahrrad ist anstrengend für viele Hunde. Gerade für dieses Problem kann das Laufen ohne Leine eine gute Alternative sein. Hier ist der Hund dann nicht auf die Bewegung direkt neben dem Fahrrad angewiesen, sondern kann sich hier frei bewegen und selbst entscheiden, wann und wie er laufen möchte. Zudem spielt auch die Frage, ab wann und wie lange der Hund für das Fahrradfahren gerüstet ist, eine wichtige Rolle.

Generell ist die erste Tour mit dem Fahrrad ab einem Alter von etwa 1,5 Jahren empfehlenswert, da hier die Wachstumsphase dann abgeschlossen ist. Die Knochen sind dann ausgehärtet und die hohen Belastungen beim Fahren sind kein Problem für den Hund. Die Frage, wie weit und wie oft die Tour mit dem Fahrrad für Dich und den Hund möglich ist, lässt sich leider nicht direkt beantworten, sondern hier kommt es auf die individuelle Fitness des Hundes an. Die Gesundheit des Hundes ist hierbei dann der wichtigste Faktor und diesen solltest Du auch immer nach Möglichkeit im Blick behalten.

Auch die entsprechenden Bedingungen bei der Fahrt solltest Du immer im Auge behalten. So ist eine ausgiebige Tour bei einer großen Hitze keine gute Wahl, da hier die Belastung für den Hund besonders hoch ist.

Die richtige Vorbereitung

Vor der ersten Tour solltest Du unbedingt darauf achten, dass Du eine entsprechende und richtige Vorbereitung durchführst. Denn sowohl für Dich wie auch für den Hund ist die Fahrt mit dem Fahrrad zunächst ungewohnt, Gewöhnung und Übung sind hier die wichtigsten Punkte. Somit solltest Du die ersten Versuche beim Fahren mit dem Fahrrad besonders langsam und in einer möglichst ruhigen Umgebung ohne Störungen absolvieren. Hier hast Du dann auch direkt die Möglichkeit, wichtige Kommandos und Befehle zu üben. Erst wenn diese dann richtig sitzen, besteht die Möglichkeit, die ersten Touren auf Feldwegen oder im Walz zu unternehmen.

Zunächst solltest Du zusammen mit Deinem Hund eine kurze Strecke einüben, damit sich der Hund an die Belastung gewöhnen kann. Mit der Zeit hast Du dann die Möglichkeit, die Route zu verlängern und diese zu variieren. Apropos variieren, auch beim Tempo gilt es, dass hier die Anwendung verschiedener Szenarien eine gute Wahl ist. Denn unter anderem hast Du hier dann zusammen mit Deinem Hund die Möglichkeit, verschiedene Tempi zu üben und zu testen.

Hier beginnst Du am besten zuerst mit einem geringen Tempo und kannst Dich dann mit der Zeit immer weiter steigern, bis dann letzten Endes das Tempo erreicht ist, dass für Dich dann im Alltag auch entsprechend passend ist. Falls das Üben und Trainieren des Hundes für die gemeinsame mit dem Fahrrad nicht schnell den gewünschten Effekt erbringt, ist dies noch lange kein Grund für eine Resignation. Denn unter anderem ist hier leider ein wenig Geduld gefragt. Dabei hast Du gerade bei verschiedenen Rassen und unterschiedlichen Altersgruppen viele verschiedene Faktoren, die eine sehr wichtige Rolle für Dich spielen.

Generell lernt beispielsweise ein junger Hund deutlich schneller und mit einem besseren Erfolg, als dies bei einem älteren Hund der Fall ist.

Worauf Du noch achten musst

Neben dem passenden Training und der richtigen Vorbereitung kommt es dann auch direkt auf das richtige Verhalten bei der Fahrt an sich an. So solltest Du dir vor Antritt der Fahrt schon bewusst machen, dass eine solche durch das hohe Tempo bei der Fahrt für den Hund sehr anstrengend ist. Regelmäßige Pausen sind auf jeden Fall dann sehr wichtig, damit sich der Hund hier gerade bei einer längeren Fahrt erholen kann.

Sehr wichtig in einem solchen Fall ist dann auch der Punkt, dass Sie im Rahmen der Pause dem Hund frisches Wasser zur Verfügung stellen. Hier ist es dann sinnvoll, wenn die entsprechende Ausrüstung direkt bei der Tour und bei der Fahrt mit dabei ist. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Verkehr. Diesen solltest Du bei der Fahrt immer im Auge behalten, damit auch hier keine Probleme zu erwarten sind. Eine vorausschauende und sichere Fahrweise ist ganz besonders wichtig, damit keine Unfälle passieren und bei der Fahrt dann auch keiner zu Schaden kommt.

Gesetzliche Grundlage

Generell ist das Mitführen von Hunden auf bzw. an dem eigenen Fahrrad zumindest aus Sicht der StVO gar kein Problem. Hier wird sogar explizit darauf hingewiesen, dass dies durchaus erlaubt ist. Aber natürlich gibt es auch hier wieder eine klare Bedingung, nämlich die ganz einfache Tatsache, dass der Hund den Straßenverkehr nicht gefährden darf. Dies stellt dann wiederum gewisse Anforderungen sowohl an den Hund wie auch an den Halter.

Auf der einen Seite bedeutet dies nämlich, dass Du als Halter jederzeit dazu in der Lage sein musst, den Hund unter Kontrolle zu behalten. Ist dies nicht der Fall, ist auch eine Fahrt mit dem Hund am eigenen Fahrrad im Rahmen der StVO nicht zugelassen. Gleichzeitig muss natürlich auch der Hund für eine solche Fahrt geeignet sein. Unruhige Hunde, schreckhafte Tiere oder andere Hunde mit Auffälligkeiten beim Verhalten sollten für eine gemeinsame Fahrt mit dem Hund eher vermieden, da hier das Risiko zu groß ist, dass Unfälle passieren.

Hund im Fahrradanhänger

Fühlst Du Dich bei der Fahrt mit dem Hund am Fahrrad nicht sicher oder hast Du generell Bedenken, gibt es auch hierfür eine gute Variante. In einem solchen Fall hast Du nämlich mit einem Fahrradanhänger für den Hund eine gute und passende Möglichkeit, den treuen Vierbeiner dennoch immer an der Seite zu haben und mit diesem gemeinsame Touren zu absolvieren. Das Prinzip ist bei einem Fahrradanhänger für den Hund ähnlich, wie Du dies vielleicht vom Fahrradanhänger für die eigenen Kinder kennst. Mittels Kupplung wird der Anhänger in der Regel direkt unter dem Sattel des Fahrrades befestigt, diese Kuppel ist hierbei aber natürlich frei beweglich.

Auch das Fahren um Kurven ist mit einem Anhänger für den Hund also gar kein großes Problem und mit Leichtigkeit zu meistern. Im Inneren kann sich der Hund dann gemütlich ausruhen, entspannen oder auch ganz einfach die Fahrt genießen. Günstige Modelle sind bereits auf dem Markt zu finden und machen diese Alternative zu einer guten Möglichkeit, damit Du Deinen Hund beim Fahrradfahren immer mit dabeihaben kannst.

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  • Fahrradfahren mit Hund: ©petto123 - Pixabay.com