Bei der Anschaffung neuer Produkte für das eigene Tier möchte man alles richtig machen – da ist der Futternapf keine Ausnahme, denn auch hier gibt es einiges zu berücksichtigen. Damit Du beim Kauf eines neues Napfes weißt, worauf es ankommt, haben wir hier einige Infos für Dich zusammengestellt.

Kurzinfo

Näpfe kommen in allerlei Formen und Farben daher – groß, klein, rund, eckig, schwarz, weiß oder kunterbunt. Um das richtige Modell auszuwählen, ist es vor allen Dingen wichtig, dass Du gut über Deinen Hund und seine Essgewohnheiten Bescheid weißt. Hierbei sind Kriterien relevant wie die Größe des Hundes, welche Art von Futter vorwiegend gefüttert wird, ob der Hund zum Schlingen neigt oder seinen Napf beim Fressen viel hin- und herschiebt, etc. Damit Du das ideale Produkt für Deinen Hund auswählen kannst, solltest Du auf folgende Eigenschaften achten:

Optimale Größe

Jeder Hund benötigt eine individuelle Menge an Futter; die Kleineren logischerweise weniger als die Größeren. Die Größe des Futternapfes sollte dementsprechend an die ideale Futtermenge Deines Hundes angepasst sein. Leider kann man sich nicht immer auf die im Laden angegebenen Größen verlassen, da diese von Hersteller zu Hersteller variieren können. Achte hier lieber auf genaue Durchmesser- oder Volumenangaben, statt auf ein „S“ oder „M“.
Je nach Fressgewohnheiten darf der Futternapf auch etwas größer sein, um viel schlabbernden Hunden etwas mehr Raum zu geben und nach dem Fressen keinen Frühjahrsputz einlegen zu müssen. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass auch die Tiefe des Napfes individuell auf den Hund angepasst sein sollte; denn eine französische Bulldogge wird mit einem tiefen Futternapf weniger gut zurecht kommen als ein langschnäuziger Windhund zum Beispiel. Generell macht es also erstmal Sinn, für kleinere Hunde mit kurzer Schnauze eher nach kleinen, flachen Näpfen Ausschau zu halten und für größere Hunde breitere, eventuell tiefere Modelle zu bevorzugen.
Bei älteren Hunden oder Hunden mit empfindlicher Wirbelsäule könnte es außerdem eine Überlegung wert sein, das Futter auf Schülterhöhe anzubieten, sodass die Wirbelsäule beim Fressen nicht überdehnt wird. Hierfür gibt es Näpfe in vorgefertigten Halterungen zu kaufen – oft auch in doppelter Ausführung, sodass Futter und Wasser gleichzeitig angeboten werden können.

Verschiedene Materialien

Neben einer Vielzahl an verschiedenen Farben und Formen findet man auch allerlei unterschiedliche Materialien, die für einen Futternapf verwendet werden können. Je nach Essgewohnheiten des eigenen Tieres kann man hierbei von bestimmten Materialien mehr profitieren als von anderen. Bei besonders stürmischen Essern empfiehlt sich beispielsweise ein Futternapf mit höherem Eigengewicht, beispielsweise aus Keramik, damit der Hund ihn nicht so leicht verschieben oder gar umwerfen kann. Damit das Futter sich beim Fressen nicht hin und her schieben lässt, kannst Du ansonsten auch nach einem Edelstahl- oder Plastiknapf mit am Boden befestigtem Gummiring Ausschau halten.
Bei Kunststoff-Näpfen gilt es, einen genaueren Blick auf Material und Qualität zu werfen, da manche Plastikarten gesundheitlich nicht ganz unbedenklich sind. Als gute Wahl gilt gemeinhin Melamin, jedoch kann es auch hier je nach verwendetem Farbstoff zu Ausfärbungen kommen. Ansonsten sind Kunststoff-Näpfe in der Regel sehr leicht und daher praktisch, um sie auf Ausflüge oder in den Urlaub mitzunehmen. Solltest Du etwas weniger Platz im Gepäck haben, kannst Du allerdings auch auf spezielle Reise-Näpfe umsteigen, die in der Regel aus Silikon bestehen und gefaltet so gut wie keinen Platz im Koffer oder Rucksack wegnehmen – denk hier allerdings auf jeden Fall auch an ein Wasserbehältnis, denn auch das ist auf Ausflügen für den Hund unabdingbar.
Solltest Du einen sehr stark schlingenden Hund besitzen, hast Du die Möglichkeit, mit einem sogenannten Anti-Schling-Napf sein Fressverhalten etwas zu verlangsamen und ihm so die Nahrungsaufnahme bekömmlicher zu machen. Diese Art von Näpfen gibt es in allen Materialien. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Näpfe im Inneren eine oder mehrere Wölbungen haben, zwischen denen der Hund ein wenig mühsamer sein Futter herauslecken muss. Dadurch kann er nicht mehr achtlos große Stücke auf einmal verschlingen und schluckt durch das langsamere Fressen auch automatisch weniger Luft.

So wird er gereinigt!

Die mindestens tägliche Reinigung des Futternapfes sollte zur Vorbeugung von Schimmel- und Keimbildungen sowie unangenehmer Gerüche in jedem Fall die Regel sein. Besonders bei der Fütterung von Nassfutter ist das Ausspülen der Reste bevor sie antrocknen sehr zu empfehlen. Ebenso sollte der Wassernapf mindestens ein Mal im Verlaufe des Tages ausgespült und mit frischem Wasser aufgefüllt werden.
Ein Futternapf kann wie normales Geschirr je nach Material in der Spülmaschine oder aber von Hand gewaschen werden. Bei der Verwendung von Spülmittel solltest Du darauf achten, keine zu scharfen oder zu stark aromatisierten Produkte zu verwenden, da die Chemikalien sonst unter Umständen am Material des Napfen haften und bei der nächsten Mahlzeit von Deinem Hund aufgenommen werden könnten. Besonders bei älteren Näpfen mit porösen Oberflächen gilt es hier vorsichtig zu sein. Neben der Reinigung des Napfes selber ist es außerdem wichtig, die Futterstelle sauber zu halten, denn auch daneben gegangenes Futter lockt natürlich Keime an. Aus diesem Grund raten wir Dir, regelmäßig sowohl Napf als auch Futterstelle mit einem milden Desinfektionsmittel zu säubern, um sowohl Dich als auch Deinen Vierbeiner langfristig gesund zu halten.

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  • futternapf: 139095496 - ©DoraZett - AdobeStock