Wer seinem Hund wirklich gesundes Hundefutter anbieten will, ist am besten damit beraten, dieses selber zu kochen. Und Du wirst sehen: Hundefutter selbst zu machen ist nicht viel aufwendiger als für Dich selbst zu kochen.

Vorteile von selbst gemachtem Hundefutter

Stellst Du das Hundefutter selber her, hast Du die volle Kontrolle darüber, was am Ende im Napf Deines Hundes landet. Legst Du z.B. auch bei Deinen eigenen Mahlzeiten Wert auf nachhaltig erzeugte Produkte, so kannst Du auch beim Hundefutter u. a. auf Bio-Qualität oder regionale Erzeugung achten. Auch unnötige Füllstoffe wie ein hohes Maß an Getreide, Zucker oder Lockstoffe können beim selbst gemachten Hundefutter weggelassen werden. Da man in der Regel das Futter kocht und relativ zeitnah verfüttert, entfallen auch die Konservierungsstoffe. Kochst Du gesundes Hundefutter selbst, so kannst Du optimal auf die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben Deiner Fellnase eingehen. Was nicht vertragen oder gemocht wird, wird eben einfach weggelassen. Bei dem Verdacht auf Allergie oder Unverträglichkeit eignet sich das Selberkochen auch sehr gut für eine Ausschlussdiät. Bei einigen Krankheiten wie Nierenerkrankungen oder Diabetes dürfen ebenfalls einige Nahrungsmittel nicht im Futter landen. Das Futter selbst herzustellen ist in diesem Fall oft einfacher als die manchmal recht komplizierte Zutatenliste des Fertigfutters zu studieren.

Letztendlich bringt selbst gemachtes Hundefutter durch die individuelle Zusammenstellung wesentlich mehr Abwechslung in den Futternapf als fertig gekauftes Nass- oder Trockenfutter.

Hundeknochen und Leckerlis

Was Du bei der Zubereitung beachten solltest

Willst Du gesundes Hundefutter selber machen, so solltest Du darauf achten, dass die Mahlzeit für Deinen Liebling ausgewogen ist. Um hierbei auf der sicheren Seite zu sein, ist es ratsam, sich bei einem Tierarzt oder Hunde-Ernährungsberater vorab über die optimale Zusammensetzung des Hundefutters und den Nährstoffbedarf zu informieren. So können spätere Mangelerscheinungen vermieden werden.

Weiterhin muss das Futter dem individuellen Bedarf des Hundes angepasst sein. Ein 2-jähriger aktiver Jungspund benötigt eine andere Futterzusammenstellung als ein 14-jähriger Senior, der den größten Teil des Tages auf seinem Kissen verbringt. Dass die Lebensmittel entsprechend der Größe des Hundes zerkleinert werden, ist selbstverständlich. Zudem solltest Du Dich im Voraus informieren, welche Lebensmittel Du nur in gekochtem Zustand (z.B. Schweinefleisch oder Kartoffeln) bzw. gar nicht (z.B. Zwiebeln, Trauben, Avocados) füttern darfst.

Rezepte für gesundes Hundefutter

Da der Bedarf des Hundes je nach Alter, Größe, Aktivität etc. variiert, sind in den nachfolgenden Rezepten keine genauen Mengenangaben, sondern nur ungefähre Verhältnisse angegeben.

Rinder- bzw. Hühnertopf mit Haferflocken

– Rind bzw. Huhn und Haferflocken in gleichen Teilen
– etwas gutes Speiseöl

Die Haferflocken in der doppelten Menge Wasser kurz aufkochen. Fleisch garen (frisches Rindfleisch kann je nach Gusto auch roh verfüttert werden, Huhn sollte gegart sein) und klein schneiden. Alles mischen und Öl dazugeben. Abkühlen lassen und füttern.

Lungen-Reis-Topf

– frische Rinderlunge und Reis im Verhältnis 2:1
– Möhre
– Apfel
– etwas gutes Speiseöl

Die Lunge klein schneiden und mit dem Reis garen. Möhre und Apfel raspeln oder pürieren. Alles mischen und Öl dazugeben. Abkühlen lassen und füttern.

Bildquelle:

  • Hundeknochen und Leckerlis: @deborahmiller56 - Pixabay.com
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