Wer seinen Hund einschläfern lassen muss, weiß oft nicht, was auf ihn zukommt. Eine Hilfestellung gibt es in diesem Artikel.

Wenn das geliebte Tier so krank ist, dass der einzige Ausweg darin besteht, den Hund einschläfern zu lassen, ist das natürlich ein großer Schock. Spätestens dann fragen sich viele Hundehalter, wie es genau abläuft, wenn der Hund eingeschläfert werden muss, welche Kosten auf sie zukommen und welche Vorbereitungen getroffen werden müssen. Die Antworten findest Du in diesem Artikel.

Wann das Einschläfern unumgänglich sein kann

Es gibt viele Gründe, die das Einschläfern eines Hundes unumgänglich machen. Wenn der Hund schwer krank ist oder unter starken Schmerzen leidet und grundsätzlich die Lebensqualität stark eingeschränkt ist, sollte das Einschläfern unbedingt in Betracht gezogen werden, damit sich das Tier nicht unnötig quälen muss. Hundehalter stehen mit dieser Entscheidung aber zum Glück nicht alleine da. Der behandelnde Tierarzt hilft bei der Entscheidung und kann so beratend zur Seite stehen und vor allen Dingen zusammen mit den Haltern den richtigen Zeitpunkt auswählen.

Wichtig ist immer, dass die Bedürfnisse des Hundes im Vordergrund stehen und nicht die Bedürfnisse und Gefühle der Halter bzw. des Halters. Auch wenn dies keine leichte Entscheidung ist und die Angst vor dem Verlust des Tieres sehr schmerzhaft ist, trägt der Halter eine Verantwortung für seinen Hund. Grundsätzlich ist dies immer eine sehr individuelle Entscheidung, so dass pauschale Tipps hier absolut Fehl am Platz sind. Welcher Zeitpunkt der richtige ist, sollte daher in Rücksprache mit dem Tierarzt beraten werden, indem ein ständiger Austausch über den aktuellen Gesundheitszustand erfolgt.

Schlafender Hund liegt im Laub

Hund einschläfern: So kann man sich vorbereiten

Die gründliche Vorbereitung ist hier sehr wichtig, damit der Hund in seinen letzten Stunden nicht noch unnötigem Stress ausgesetzt wird und aufgrund der Unruhe um ihn herum Angst verspürt. Auch wenn es Frauchen und Herrchen besonders schwer fällt in solch einer Situation ruhig und entspannt zu bleiben, sollten sie in dieser Phase stark sein und zwar aus Liebe zum Hund. Wurde der richtige Zeitpunkt gewählt, sollte man sich als nächstes überlegen, wo der Hund eingeschläfert werden soll. Ein Hausbesuch des Tierarztes ist durchaus möglich und wird von vielen Tierärzten im Falle einer Einschläferung angeboten. Der Hund kann so in seiner vertrauten Umgebung bleiben, was den Abschied für beide Parteien persönlicher und stressfreier macht. So kann der Abschied ganz individuell gestaltet werden, sei es mit sanfter Musik und ein paar Kerzen und der Lieblingsdecke oder dem Lieblingsteppich des Hundes. Jeder Hundehalter, hat da seine ganz eigenen Vorstellungen. Für die Trauerbewältigung kann dies sehr wichtig sein. Wenn es das Wetter zulässt, wird auch häufig der Garten für das Einschläfern des Vierbeiners gewählt, weil er sich zum Beispiel dort am liebsten aufgehalten hat.

Wie das Einschläfern des Hundes verläuft

Beim Einschläfern des Hundes wird vom Tierarzt eine Injektion in die Vene des Hundes verabreicht. Innerhalb von nur drei Sekunden tritt der Tod des Hundes ein. Bei der Injektion handelt es sich um ein Medikament, welches ein starkes Narkosemittel und ein Mittel zur Vermeidung von Krämpfen und zur Entspannung beinhaltet. Die Sorge, dass der Hund etwas davon bemerkt, muss man nicht haben. Der Hund bemerkt nichts und schläft friedlich ein. Wer zart besaitet ist, kann auch im Vorfeld mit dem Tierarzt besprechen, dass er bei diesem Vorgang nicht dabei sein möchte. Die meisten Hundebesitzer möchten ihrem Vierbeiner mit ihrer Anwesenheit aber die letzte Ehre erweisen.

Hund einschläfern - Hund beim Tierarzt

Was passiert nach dem Einschläfern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der „Bestattung“ eines Hundes. Auch wenn dies kein schönes Thema ist, sollte man sich auch darüber rechtzeitig Gedanken machen. Die erste Möglichkeit besteht darin, den Kadaver beim Tierarzt zu lassen und von dort aus wird er dann einer Sammelverbrennung zugeführt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Erdbestattung, die von einem Tierbestatter durchgeführt wird. Hier gibt es spezielle Tierfriedhöfe, wobei hier sowohl eine Einzel- als auch eine Sammelbestattung möglich ist. Dann kann der Hund noch eingeäschert werden. Bei der Einzeleinäscherung wird das Tier einzeln eingeäschert, wobei die Asche an den Besitzer zurückgeführt werden kann oder auf einem Tierfriedhof beigesetzt wird. So kann sie in einer Urne aufbewahrt werden. Bei einer Sammeleinäscherung wird das Tier zusammen mit anderen Tieren verbrannt und die Asche in der Regel auf dem Beet des Krematoriums verstreut. Je nachdem welche örtlichen Auflagen bestehen, kann der Hund auch im eigenen Garten begraben werden. Hier sollte man sich allerdings vorher beim zuständigen Veterinäramt erkunden, ob dies in der jeweiligen Region überhaupt erlaubt ist. Noch recht neu ist die Möglichkeit, einen Diamanten aus der Asche anfertigen zu lassen. Letztendlich muss jeder Hundehalter selbst für sich entscheiden, welche Art der Bestattung er sich für seinen Hund wünscht. Der behandelnde Tierarzt steht auch hier meist beratend zur Seite und kann entsprechende Adressen, beispielsweise von Tierbestattern, zur Verfügung stellen.

Hund einschläfern: Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Für die Bestattung eines Hundes fallen natürlich auch Kosten an. Pauschal kann hier kein fester Preis genannt werden, da sich dieser auch immer nach der Art und dem Umfang der Bestattung richtet. So fallen bei einer Bestattung zu Hause zum Beispiel auch Anfahrtskosten für den Tierarzt an. Dann entscheidet noch der Zeitpunkt über die Kosten. Erfolgt die Einschläferung im Notdienst, am Wochenende oder im Nachtdienst, werden dementsprechend noch zusätzliche Aufschläge berechnet.

Des Weiteren werden die eingesetzten Medikamente berechnet, die der Tierarzt fürs Hund einschläfern benutzt, sprich, das Narkosemittel und das Beruhigungsmittel. Einen ersten Überblick über die Kosten kann man sich mit einem Blick auf die Gebührenordnung für Tierärzte verschaffen, die im Internet frei zugänglich ist. Wichtig ist hier, dass man sich im Vorfeld darüber erkundigt, mit welchem Satz der behandelnde Tierarzt abrechnet, da es hier recht große Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Sätzen gibt. In der Regel kostet das Hund einschläfern zwischen 100 und 200 Euro.

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