Egal, ob als kleine Belohnung zwischendurch oder als Unterstützung bei anspruchsvollen Trainingseinheiten – Hundesnacks sind bei der Erziehung eines Vierbeiners unerlässlich. Auch wenn es sich dabei um kleine Extras handelt, die zusätzlich zu dem üblichen Futter gegeben werden, ist es wichtig, auf gesunde Leckerlis zu achten, die nicht zu Übergewicht oder Fehlernährung führen.

Wenn Du sicher sein möchtest, dass die kleinen Snacks tatsächlich nur aus den besten Zutaten bestehen, kannst Du gesunde Hundeleckerlis sogar ohne größeren Aufwand selbst herstellen.

Merkmale von gesunden Hundeleckerlis

Auch wenn Hundesnacks in der Regel nicht mehr als kleine Zwischenmahlzeiten sind, sollten Hundebesitzer sich darüber im Klaren sein, dass sie ein nicht zu unterschätzender Teil der Hundeernährung sind. Während bei dem normalen Hundefutter, das für die regelmäßigen Hauptmahlzeiten gedacht ist, seitens der Hersteller inzwischen zunehmend auf die Qualität geachtet wird, enthalten viele Leckerlis leider noch immer minderwertige Zutaten. Deshalb sollte jeder Hundebesitzer vor dem Kauf gründlich die Packungsrückseite lesen, um festzustellen, ob es sich wirklich um gesunde Hundeleckerlis handelt.

Insbesondere bei den Produkten aus dem Supermarkt ist häufig zu viel Getreide und mitunter sogar Zucker enthalten. Da Hunde aber vornehmlich Fleischfresser sind, zeichnen sich gesunde Hunderleckerlis dadurch aus, dass ihre Hauptzutat Fleisch ist, wodurch ein hoher Proteingehalt gewährleistet wird. Kohlenhydrate in Form von Getreide und Zucker sollten dagegen nach Möglichkeit nur in geringen Mengen oder gar nicht enthalten sein. Außerdem sollten Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker sowie künstlich zugesetzte Farb – und Duftstoffe gemieden werden, da sie nicht nur minderwertige Zutaten kaschieren, sondern auch Allergien auslösen können. Wer auf Bioqualität achtet, kann zudem weitere schädliche Stoffe vermeiden und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Auch Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Bei den tierischen Nebenerzeugnissen, die auf den Zutatenlisten von preiswerten Hundesnacks meist zu finden sind, handelt es sich beispielsweise um Schlachtabfälle und nicht um Muskelfleisch. Letzteres wird für die Herstellung besonders hochwertiger Leckerlis verwendet. Zudem ist getrocknetes Fleisch vom Büffel, Rind, Pferd, Kaninchen, Huhn, Strauß und Schaf, das ganz ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt und deshalb ein besonders gesunder Hundesnack darstellt, eine besonders gute Wahl. Entsprechende Produkte haben überdies den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Struktur die Zähne reinigen und so Zahnverlust vorbeugen.

Rezepte für gesunde Hundesnacks

Selbst gemachte Hundesnacks schonen die Gesundheit Deines Vierbeiners ebenso wie Deinen Geldbeutel. Allerdings ist es bei der Vielzahl der inzwischen im Internet und verschiedenen Ratgebern in Buchform zu findenden Rezepte nicht immer ganz einfach, das Passende für Deinen Hund zu finden.

Selbstverständlich solltest Du bei der Auswahl das Gewicht und die Größe sowie das Alter Deines vierbeinigen Freundes berücksichtigen. Oft ist aber auch ein kritischer Blick auf die angegebenen Zutaten notwendig. Es kann durchaus vorkommen, dass Lebensmittel empfohlen werden, die nicht unbedingt für einen Hund geeignet oder sogar schädlich sind.

Keinesfalls enthalten sein sollten Kakao, Rosinen, Zwiebeln oder Knoblauch, auch wenn diese Zutaten die selbst gebackenen Hundekekse für Menschen ansprechender Machen. Diese Lebensmittel können nämlich zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Du gesunde Hunderleckerlis selbst machen willst, sollten diese grundsätzlich möglichst wenige Zutaten enthalten. Besonders geeignet sind neben Hackfleisch und Leberwurst Haferflocken, Vollkornmehl und Karotten, aber auch Fisch, Eier und Bananen.

Selbstgemachte gesunde Hundesnacks

DIY-Hundecookies mit Vollkornmehl und -flocken

Besonders einfach zuzubereiten und gleichzeitig preiswert sind Hundekekse aus Vollkornmehl und Karotten. Dafür benötigst Du lediglich zwei Karotten, die Du grob reibst. Diese vermengst Du mit 300 g Weizenvollkornmehl und einer Tasse Haferflocken. Anschließend knetest Du ein Ei und drei Esslöffel Sonnenblumenöl unter. Falls die Masse zu krümelig ist, kannst Du sie mit etwas Wasser befeuchten. Schließlich formst Du kleine Kugeln daraus, setzt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und drückst sie etwas flach. Dann backst Du sie bei 200 Grad Celsius etwa 20 Minuten lang. Im Anschluss daran sollten sie noch zwei Tage an der Luft trocknen, bevor sie in einer gut schließenden Blechdose gelagert werden können.

Hundeleckerli aus der eigenen Küche

Hin und wieder freuen sich Hunde auch, wenn sie etwas vom „Menschenessen“ abbekommen können. Natürlich sollte es sich dabei nicht um gesalzene und gewürzte Essensreste handeln. Im Kühlschrank findest Du aber durchaus einige Lebensmittel, die Du Deinem Hund ohne Bedenken in kleineren Mengen zu fressen geben kannst. Besonders proteinreich und deshalb gesund sind Milchprodukte wie Quark, Joghurt und körniger Frischkäse. Manche Vierbeiner mögen auch Hartkäse gerne. Dieser hat zusätzlich den Vorteil, dass er die Mundflora positiv beeinflusst und so die Zähne schützt. Zusätzlich kannst Du Deinem Hund als zusätzliche Vitaminkost gelegentlich püriertes Gemüse und Bananen anbieten, falls ihm das schmeckt.

Hundeleckerlis

Kauknochen oft eine gesunde Alternative zum Leckerli

Mit zunehmendem Alter leidet auch bei Hunden die Zahngesundheit. Um die Beläge auf den Zähnen zu entfernen, die schädliche Bakterien enthalten, empfehlen sich hartfaserige Hundesnacks, die für einen natürlichen Abrieb sorgen. Besonders geeignet sind natürlich frische Knochen, aber auch getrocknete Naturprodukte, die auf Büffelhaut basieren. Diese gibt es in unterschiedlichen Formen wie z.B. Kauknochen. Ähnlich effektiv sind auch getrocknete Schweine- oder Rinderohren sowie Ochsenziemer. Auch hartgebackene Hundeleckerlis mit pflanzlichen Faserstoffen eignen sich für die Zahnpflege Deines Hundes.

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  • Selbstgemachte gesunde Hundesnacks: ©strecosa - Pixabay.com
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