Kurzinfo

Ein Hund ist im Normalfall sehr aktiv und erfreut sich bester Laune. Falls sich dieser Zustand ändert, machen sich viele Hundebesitzer große Sorgen, dass mit dem Hund etwas nicht in Ordnung ist. Bevor irgendwelche voreiligen Maßnahmen getroffen werden, solltest Du zuerst die Ursache nach einer möglichen Antriebslosigkeit des Hundes identifizieren.

Mögliche Ursachen

Wenn dein Hund lustlos in seinem Körbchen oder in der Ecke des Raumes liegt und sich nicht mehr fortbewegt, kann das verschiedene Ursachen haben. Die wohl wichtigste Maßnahme besteht darin, zu klären, ob eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden kann. Dabei ist ein Besuch des Tierarztes nicht zwingend erforderlich. Wenn der Hund Probleme mit entzündetem Zahnfleisch oder einem abgebrochenen Zahn hat, ist dies mit einem kurzen Blick in den Mund feststellbar. Zudem sollten die Pfoten und der Bauch des Hundes kontrolliert werden. Ein lautes Grummeln kann auf eventuelle Bauchschmerzen hinweisen, was oftmals eine Ursache für einen lustlosen Hund ist.

Du solltest ebenfalls darauf achten, dass der Hund genügend getrunken hat. Besonders kleine Hunden und Welpen benötigen sehr viel Wasser, da sie sich ansonsten schlapp fühlen. Wenn Du feststellst, dass der Hund nicht mehr freiwillig trinkt, solltest Du einen Tierarzt kontaktieren. In so einem Fall kann es sein, dass die Ursache in einer Fehlfunktion der Schilddrüse liegt. Die Ursache könnte auch an einer falschen Ernährung, an Übergewicht oder an einer Erkältung liegen.

Tipps und Tricks: So kannst Du Lustlosigkeit bei Hunden bekämpfen

Bevor Du dir um Maßnahmen gegen einen lustlosen Hund Gedanken machst, solltest Du beachten, dass ein Hund an einem Tag durchschnittlich 18 bis 21 Stunden Ruhepausen benötigt. Der Hund schläft dabei nicht durchgängig, sondern entspannt sich nur, um wieder genug Energie tanken zu können. Wenn sich dein Hund also für längere Zeit an einem Ort aufhält, heißt das nicht unbedingt, dass dieser chronisch lustlos ist. Sofern Du aber merkst, dass sich dein Hund länger als gewohnt an demselben Platz aufhält, ist ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll. Wie schon erwähnt, kann eine Erkältung oder auch eine Allergie hinter der Lustlosigkeit stecken.

Falls der Tierarzt keine Ursachen finden konnte, solltest Du dich hinterfragen, welche Unternehmungen Du mit dem Hund in letzter Zeit gemacht hast. Es ist nämlich gut möglich, dass Du den Hund in bestimmten Situationen, wenn auch unabsichtlich, über- oder unterfordert hast. Vielleicht hat der Hund dadurch seinen Spaß verloren.

Ein Hund hat, ebenso wie der Mensch, einen bestimmten Biorythmus. An manchen Tageszeiten ist der Hund topfit, während er an anderen Tageszeiten extrem müde und antriebslos wirkt. Beobachte daher deinen Hund sorgfältig, wann er fit und wach ist und zu welcher Zeit er sich in sein Körbchen oder in seine Box zurückzieht. Die Phasen, in denen der Hund fit wirkt, sollten zum Beispiel für sportliche Aktivitäten oder Spaziergänge im Freien genutzt werden. In den Ruhephasen wird der Hund dagegen kaum Lust haben, etwas zu unternehmen, so dass Du dem Vierbeiner hier auch genügend Raum zur Entspannung geben solltest.

Sofern auch hierdurch keine Ergebnisse sichtbar werden, kann das auch einfach an einem falschen Training bzw. an nicht geeigneten Aktivitäten liegen. Nicht jeder Hund mag das Apportieren oder Joggen bzw. sportliche Aktivitäten allgemein. Dies ist zum einen vom Alter, zum anderen aber auch von der Rasse des Hundes abhängig. Zu den aktiven Hunden zählen vor allem die Rassen Australien Shepherd, Husky und Border Collie. Eine englische Bulldogge hingegen ist nicht wirklich belastbar und wäre mit einem Hundesport wohl überfordert. Diese Hunde haben eher Lust auf einen gemütlichen Spaziergang oder kleine Suchspiele. Am besten ist es, wenn Du verschiedene Aktivitäten testest, um herauszufinden, woran der Hund die größte Freude hat.

Wenn Dein Hund auch nach diesen Maßnahmen noch lustlos ist, kann das auch an einer völlig falschen Ernährung liegen. Dabei ist nicht ein eventuelles Übergewicht, sondern auch ein Mangel an wichtigen Nährstoffen oft ein Grund, warum der Hund sich antriebs- und lustlos fühlt. In dem Fall solltest Du die Ernährung des Hundes komplett auf hochwertiges Futter umstellen. Alternativ bietet sich auch das Barfen an. Barf steht für Biologisch artgerechte Rohfütterung. Neben rohem Fleisch und Knochen gehört auch Gemüse und Obst auf den Speiseplan des Hundes. Besonders Karotten, Rote Beete, Kohlrabi, Spinat, Bananen, Äpfel, Aprikosen und Erdbeeren bieten sich für das Barfen perfekt an. Zur Sicherheit solltest Du allerdings auch hier Rücksprache mit einem Tierarzt halten, da das Barfen nicht für jeden Hund geeignet ist.

Viele Hunde sind auch nur deshalb lustlos, weil sie keine regelmäßige und ausreichende Belohnung bekommen. Diese Hunde sind erst dann aktiv und lustvoll, wenn sich ein bestimmtes Verhalten für sie auch lohnt. Welche Belohnung dabei die richtige ist, hängt wieder von der jeweiligen Rasse ab. Ein Labrador zum Beispiel gilt als relativ „verfressen“ und kann mit ein paar Leckerlis zu einer Aktivität bewegt werden, während andere Hunde einfach nur gestreichelt werden möchten. Du darfst es dabei aber nicht übertreiben, da ein Hund die Belohnungen bei einem zu häufigen Einsatz als selbstverständlich ansieht und dadurch wieder in ein antriebsloses Verhalten zurückfallen kann.

Fazit

Wenn dein Hund lustlos und antriebslos wirkt, solltest Du zuerst die möglichen Ursachen klären. Diese können medizinischer Natur oder auch einfach durch einen schlechten Bioryhtmus und mangelnde Bewegung bedingt sein. Auch eine falsche Ernährung ist oft ein Grund für die Lustlosigkeit des Hundes. Diese Ursachen können mit ausreichend Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und geeigneten Aktivitäten wirksam bekämpft werden. Alternativ solltest Du einen Tierarzt kontaktieren, besonders dann, wenn der Hund offensichtlich krank ist.

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