Rheuma bei Hunden ist nicht unmöglich. Die Krankheit kann alle Hunde betreffen – lässt sich jedoch auch gut erkennen und behandeln.

Rheuma bei Hunden

Anzeichen und Symptome

Rheuma bei Hunden taucht nicht plötzlich auf. Die Krankheit schleicht sich vielmehr allmählich heran. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung. Aber wie entsteht eigentlich Rheuma bei Hunden? Der Verschleiß der Gelenke kann ein Ergebnis sein. Im Gegensatz zur Arthrose ist er jedoch nicht die eigentliche Ursache der schmerzhaften Krankheit. Diese hat vielmehr mit einer Art Autoimmunreaktion zu tun. Das Immunsystem des Hundes wendet sich in diesem Fall aggressiv gegen den Knorpel in den Gelenken des Vierbeiners. Dieser reduziert sich allmählich. Dadurch werden die Gelenke empfindlich geschwächt. Die damit verbundenen Schmerzen und Krankheitserscheinungen kommen in Schüben. Das bedeutet, dass Dein Hund nicht durchgehend an den entsprechenden Symptomen leiden muss. Sie tauchen immer wieder auf und verschwinden dann wieder.

Wenn Rheuma bei Hunden jedoch nicht behandelt wird, kann es auf Dauer chronisch werden. Dann wird die Krankheit Deinen Hund immer weiter schwächen. Sie kann sogar von den Gelenken auf die Organe übergreifen. Dazu solltest Du es gar nicht erst kommen lassen.

Die ersten Symptome von Rheuma bei Hunden sind vor allem geschwollene Gelenke. Diese können starke Schmerzen verursachen. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, können die Gelenke auch verformen. Der Körper des Hundes kann durch die Krankheit zudem an Muskelmasse einbüßen. Um bereits die ersten Symptome von Rheuma zu erkennen, sollten die Gelenke gut im Blick behalten werden. Wenn der Hund lahmt oder seine Glieder sich nur steif bewegen kann dies ebenfalls auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen. Auch hinter angeschwollenen Lymphknoten, Appetitlosigkeit oder erhöhter Temperatur kann sich die Erkrankung verbergen. Um zu verhindern, dass die Krankheit chronisch wird, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Er kann Klarheit darüber verschaffen, ob sich hinter den Beobachtungen tatsächlich eine rheumatische Erkrankung verbirgt.

Diagnose

Obwohl Rheuma alle Hunde treffen kann, betrifft es in der Praxis tatsächlich nicht übermäßig viele Hunde. Wenn Du mit Deinem Vierbeiner zum Tierarzt gehst, kümmert er sich um eine wissenschaftliche Diagnose. Falls Du einige der typischen Symptome beobachtet hast, können diese auch mit anderen Erkrankungen zusammenhängen. Der Tiermediziner muss daher zunächst diese anderen Möglichkeiten ausschließen. Dazu wird er überprüfen, ob beispielsweise eine Arthrose vorliegt. Für die Diagnose führt der Tierarzt als erstes eine Anamnese durch. Das bedeutet, dass er sich Deine Symptombeschreibungen und die bisherige Krankheitsgeschichte des Hundes genau anhören wird. Anhand einer solchen Beschreibung kann sich ein Verdacht auf Rheuma bei Hunden erhärten oder es kann sich die These von Arthrose verstärken. Im Gegensatz zum Rheuma taucht Arthrose nicht in Schüben auf. Die Beobachtungen können jedoch nur Vermutungen über den Gesundheitszustand aufstellen.

Klarheit kann schließlich ein Röntgenbild verschaffen. Rheuma bei Hunden führt dazu, dass der Knochen ein ganz bestimmtes Erscheinungsbild hat. Die Oberfläche ist nicht mehr ganz glatt, kann sogar Löcher aufweisen. Wenn sich im Blutbild Entzündungswerte ablesen lassen, kann dies auch auf Rheuma bei Hunden hindeuten. Schließlich können die Gelenke verformt sein. Wenn der Tierarzt etwas Flüssigkeit aus dem Gelenk Deines Hundes entnimmt, kann er sich Sicherheit über eine rheumatische Erkrankung verschaffen. Auf dieser Basis lässt sich dann ein klarer Befund abgeben.

Behandlung von Rheuma bei Hunden

Eine komplette Heilung von Rheuma bei Hunden gibt es nicht. Jedoch kann sich die Krankheit durch die richtige Behandlung ganz erheblich verlangsamen. Eine solche Behandlung hat drei Standbeine. Einerseits helfen die richtigen Medikamente Deinem Hund. Andererseits sollte er auch durch die passende Physiotherapie behandelt werden. Drittens schließlich spielt auch die richtige Ernährungsweise bei der Behandlung von Rheuma bei Hunden eine große Rolle. Die Medikamente jedoch bilden den ersten Schritt der Behandlung. In der Regel wird der Tierarzt das Rheuma bei Hunden sowohl durch Schmerzmittel wie auch durch Medikamente behandeln, die entzündungshemmend wirken. Das unterstützt Deinen Hund auf doppelte Weise. Erstens werden mögliche Schmerzen Deines Hundes reduziert. Zweitens wird dafür gesorgt, dass sich die Gelenke Deines Tiers nicht entzünden und die Krankheit auch nicht auf Organe überspringt.

 

Das zweite Standbein der Behandlung ist aber mindestens ebenso wichtig, wenn Rheuma bei Hunden vorliegt.Die Physiotherapie sorgt dafür, dass sich Dein Hund weiter bewegt. Durch Bewegung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung ebenfalls stark verlangsamen. Die Physiotherapie unterstützt die Bewegung zudem durch besondere Massagen. Insbesondere die Bewegung im Wasser ist ein gutes Mittel im Fall von Rheuma bei Hunden. Im Wasser bewegt sich der Körper des Hundes, während er die Gelenke nur wenig belastet. Diese Art von Bewegung ist die optimale Kombination gegen Rheuma bei Hunden.

Die Ernährung solltest Du im Krankheitsfall so verändern, dass Dein Hund kein zu großes Gewicht hat. Das reduziert die Belastung der Gelenke bei körperlicher Bewegung. Es gibt zudem eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, die sich zur Stärkung der Gelenke einsetzen lassen. Dein Tierarzt wird hier die richtigen Tipps bereit halten. Er stimmt die Medikamente, die er Deinem Hund gibt, gezielt ab. Bei dieser Abstimmung kann er Dir auch nützliche Hinweise für die passende Ernährungsweise geben. Wenn Du alle Schritte gut im Blick hast, kannst Du das Rheuma bei Deinem Hund in seinem Verlauf stark hemmen.

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