Die Toxoplasmose ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die der Mensch aber auch der Hund bekommen kann. Gerade Welpen und trächtige Hündinnen, sollten davor geschützt werden. Die Zeichen einer Toxoplasmose sind unterschiedlich.

Toxoplasmose - Hund und Tierarzt

Symptome von Toxoplasmose beim Hund

Toxoplasmose entsteht durch einzellige Parasiten. Dadurch kann eine Infektion entstehen, die zu einer Rückenmarklähmung, Muskelkrämpfen und eleptischartigen Anfällen führen kann. Die Erreger zeigen sich in der gut durchbluteten Muskulatur, im Gehirn – außerdem werden befallene Zellen durch Toxoplasmen zerstört. Eine Toxoplasmose ist vor allem für Welpen und junge Hunde gefährlich. Bei Jungtieren zeigt sich die Erkrankung mit entzündeten Muskeln und Nervenwurzeln. Der ältere Hund leidet eher an einer Entzündung des Gehirns und des Rückenmarkes. Es kommt zu schweren Infektionen die mit Brechdurchfällen gezeichnet sind. Dabei werden dem Körper wichtige Nährstoffe entzogen.

Die Folgen:
– eitriger Nasenausfluss
– Husten
– Herz- sowie Augenerkrankungen
– Gelbsucht
– und andere schlimme Folgen.

Der schlimmste Fall tritt ein, wenn die Toxoplasmose chronisch wird und eine Gehirnhautentzündung hervorruft. Die Behandlung sollte schon ganz am Anfang, wenn die Toxoplasmose noch nicht so weit fortgeschritten ist, behandelt werden. Wichtig sind dann Antibiotika als auch eine Sulfonamidkur. Wird die Therapie rechtzeitig begonnen und ein chronischer Verlauf wird verhindert, ist die Therapie erfolgversprechend.

Die ersten Anzeichen für eine mögliche Toxoplasmose sind häufiges Erbrechen und ständiger Durchfall. Dem Hund werden dadurch viele Nährstoffe und Flüssigkeit entzogen. Dabei kann er abgeschlagen, schwach und antriebslos wirken. Andere Symptome können eitriger Ausfluss aus der Nase sein oder Husten. Der weitere Verlauf der Krankheit kann zu Herzbeschwerden oder einer Gelbsucht führen. Besonders tragende Hündinnen und Welpen sind durch Toxoplasmose sehr gefährdet. Dabei kann sich der Erreger schon während der Schwangerschaft, auf die noch nicht geborenen Welpen übertragen.

Toxoplasmose - Augentropfen Hund

Wer bei seinem Liebling feststellt, dass ein oder gar beide Augen dunkelrot eingefärbt sind und blutige Flecken zu sehen sind, so sollte der Gang zum Tierarzt nicht mehr aufgeschoben werden. Dabei kann der Hund anfangs keinerlei Symptome einer Erkrankung zeigen. Deshalb sind viele Hundebesitzer der Meinung, dass es sich um eine Stoßverletzung handeln könnte. Zeigen sich auch am anderen Auge rote Punkte in der Iris und sind sie noch zu klein, steht es meistens schon fest, dass dieses Bild aus keiner Verletzung stammen kann.

Beim Tierarzt bzw. in der Tierklinik wird dann sofort der Augendruck gemessen, der sich dann geringer zeigt als normal. Oftmals wird die Toxoplasmose-Erkrankung, wenn sie sich an den Augen zeigt, mit einer Bindehautentzündung verwechselt. Darum werden dann Tropfen wie Atropin verschrieben. Diese Tropfen werden dann in den Bindehautsack getropft und die Pupille wird dadurch geweitet.

Bei der Toxoplasmose stellt sich als Problem, dass die Krankheit nur schwer festzustellen ist. Es müssen umfangreiche Blutuntersuchungen und neurologische Untersuchungen gemacht werden. Damit kann dann bestimmt werden, wo sich die Krankheit eingenistet hat. Bei einem Bluttest ist es möglich, Antikörper gegen Toxoplasmose zu sichten, ohne dass das Tier zu dem Zeitpunkt unter der Erkrankung leidet. Aber da die Antikörper von einer vorherigen Erkrankung stammen können, sind sie nicht aussagekräftig, um eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Eindeutiger wäre die Existenz von Kleinstlebewesen, den sogenannten Protozoen, die für eine Toxoplasmose verantwortlich sind. Mit Hilfe einer Elektrodiagnose und einer Muskelbiopsie könnte die Diagnose der Krankheit gesichert werden. Eine eindeutige Diagnose Toxoplasmose kann nur dann gestellt werden, wenn sie sich als Gehirnhautentzündung zeigt. Dann aber leidet der Hund schon längere Zeit. Idealerweise sollte also eine Toxoplasmose schon zu Beginn der Infektion behandelt werden. Meist werden vom Tierarzt Antibiotika als auch eine Sulfonamidkur verschrieben. Wird die Krankheit schon früh damit behandelt, kann eine chronische Form oft verhindert werden.

Toxoplasmose - Hund und Tierarzt

Was ist Toxoplasmose?

Unter einer Toxoplasmose versteht sich eine Infektion, die von kleinen Parasiten verursacht wird, die sich oft in Katzenkot findet. Katzen sind als primärer Wirt erkannt. Aber nicht nur Katzen sind eine Quelle der Infektion. So kann auch eine Übertragung durch rohes Fleisch und ungewaschenem Gemüse und Obst verantwortlich sein. Mit Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch, das der Hund roh erhält, kann der Erreger auch aufgenommen werden.

Toxoplasmose - schlafende Katze

Übertragung der Krankheit

Der Hauptwirt der Toxoplasmose sind Katzen. Dabei scheiden infizierte Katzen die Erreger mit ihrem Kot aus. Der Endwirt für eine Toxoplasmose ist die Katze allein. Deshalb sollte der Katzenkot immer sofort beseitigt werden. Der Mensch und andere Tiere wie ein Hund sind Zwischenwirte. Die Infektion bei Katzen wird meist durch rohes Fleisch oder auch durch infizierte Mäuse hervorgerufen. Wichtig zu wissen, die Katze erkrankt nur einmal an Toxoplasmose, danach ist sie immun. Da Hunde zu den Zwischenwirten zählen, scheiden diese keine Toxoplasmosen (Oozysten) aus. Toxoplasmen können auch in Schlachtabfällen von Schweinen und Wildtieren sein. Wer hier gegen den Erreger vorbeugen möchte, der sollte das Fleisch bei -18° Grad einfrieren oder bei +66° Grad erhitzen.

Toxoplasmose - schlafender Hund

Soll man Toxoplasmose behandeln?

Wurde beim Hund Toxoplasmose festgestellt, so sollte die Behandlung sofort beginnen, dabei sollte die Krankheit aber nicht weit fortgeschritten sein. Als Therapie werden Antibiotika und eine Sulfonamidkur verabreicht. Ernährt man seinen Hund mit der Barf-Methode, bei der ja rohes Fleisch verfüttert wird, so sollte das Fleisch qualitätsmäßig hoch beschaffen sein. Im Zweifelsfall sollte das Fleisch besser erhitzt werden. Damit werden Erreger aber auch Salmonellen abgetötet. Um ganz sicher zu gehen, sollte eine absolute Hygiene bestehen. Auch eine Berührung mit Katzenkot sollte vermieden werden.

Zeigt der Hund die vorgenannten Krankheitszeichen wie Erbrechen und Durchfall, Abgeschlagenheit, Augenauffälligkeiten oder gar eine Gelbsucht, so sollte dies nicht erst mit Hausmittelchen behandelt werden, sondern dann ist eine Behandlung beim Tierarzt angesagt. Dieser wird nach Feststellen der Diagnose die entsprechende Therapie einleiten. Wichtig für den Hundehalter ist, dass die Medikamente die Vermehrung der Toxoplasmen verhindern, aber sie werden nicht abgetötet. Ist der Hund zukünftig mit einer anderen Erkrankung geschwächt, so kann auch die Toxoplasmose wieder aufbrechen. Das ist dann anders als bei Katzen, die nach einer einmaligen Erkrankung immun dagegen sind.

Toxoplasmose - eingewickelter Hund

Toxoplasmose vorbeugen

Da die Toxoplasmose in den meisten Fällen über rohes Fleisch oder Katzenkot übertragen wird, sollten diese als Vorbeugung vermieden werden. Wie vor schon erwähnt, sollte dann kein rohes Fleisch verfüttert werden, sondern es sollte erhitzt werden. Eine gute Qualität des Fleisches ist als Voraussetzung anzusehen. Bei der gesunden Haltung eines Hundes spielt auch die Hygiene eine gewichtige Rolle. So sollte der Hund möglichst nicht mit Katzenkot in Berührung kommen. Diese Regeln helfen, den Hund vor einer Toxoplasmose zu schützen.

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