Kurzinfo

Die Trennungsangst bei Hunden ist tief verankert. Fast jeder Hund leidet unter Trennungsängsten. Auch Dein Hund wird nicht gerne alleine bleiben wollen. Hunde sind und bleiben Rudeltiere. Sie werden immer die Gesellschaft anderer Hunde oder Deine Gesellschaft suchen. Dieser Instinkt ist angeboren und dient den Hunden als Schutz vor Gefahr. Dennoch musst Du jetzt nicht verzagen, denn Dein Hund kann lernen alleine zu bleiben. Um ihm bestmöglich zu helfen musst Du versuchen herauszufinden warum die Trennung für Deinen Hund so besonders schlimm ist.

Entstehung von Trennungsangst

Diese Angst kann viele mögliche Ursachen haben. Hast Du Deinen Hund aus einem Tierheim adoptiert? Dann kann diese Angst berechtigt sein, da er dieses Erlebnis schon einmal hatte. Sein Herrchen hat ihn aus welchen Gründen auch immer im Tierheim abgegeben. Diese Angst, dass Du als sein neues Herrchen erneut das Gleiche tun wirst, wird Dein Hund nicht so schnell los.

Angst und Stress durch die Umgewöhnung an eine neue Umgebung und an neue Menschen können ebenfalls Trennungsängste in Deinem Liebling auslösen. Hier ist es wichtig, dass Du Deine Erziehung anpasst und Deinem Hund dabei hilfst, zu lernen, dass er auch alleine bleiben kann. Diesen wichtigen Aspekt der Hundeerziehung vergessen viele Halter oft.

Ebenso kann es sein, dass Dein Hund ein traumatisches Erlebnis erlitten hat, als er allein gelassen wurde. Vielleicht war er alleine bei einem schweren Sturm? Oder einem Feuerwerk, oder lauten Lärm der Nachbarn? Dies gilt es zu ergründen, um ihm helfen zu können. Ebenso kann auch ein eventueller Einbruch im Welpenalter eine tiefe Angst hinterlassen haben.

Dein Hund verbindet diese schrecklichen Ereignisse mit dem Fakt, dass Du nicht da warst.

Anzeichen für Trennungsangst

Wie Dein Hund auf seine Angst vor der Trennung von Dir reagiert, hängt immer vom Schweregrad der Angst ab. Manche Hunde werden bereits nervös, wenn sie merken, dass Du dich morgens bereitmachst um in die Arbeit zu gehen. Oder wenn Du Deine Schuhe anziehst.

Die häufigsten Anzeichen der Trennungsangst sind Winseln, Bellen und Jaulen. Dein Hund wird extrem unruhig und läuft rastlos im Haus herum. Es kann auch passieren, dass Dein Hund anfängt in der Wohnung zu urinieren, obwohl er dies nie tut, wenn Du zu Hause bist.

Lass Dich aber nicht täuschen, denn auch das genaue Gegenteil kann ein Anzeichen für Trennungsangst bei Deiner Fellnase sein. Hier merkst Du es besonders, wenn Du nach Hause kommst und Dein Vierbeiner sich extrem enthusiastisch zeigt, dass Du wieder da bist.

Um den richtigen Weg einzuschlagen welche Hilfe Dein Hund braucht, solltest Du darüber nachdenken einige Kameras in Deiner Wohnung aufzustellen um das Verhalten Deines Hundes während Deiner Abwesenheit zu beobachten. Anhand dessen was er tut, kannst Du die weiteren Schritte die nötig sind um ihm zu helfen, planen.

Vorbeugung von Trennungsangst

An erster Stelle ist es wichtig den richtigen Ort für eine erfolgreiche Therapie zu finden. Dieser Ort sollte sicherstellen, dass Dein Liebling sich dort wohl und sicher fühlt. Wenn er noch keinen Ort in eurem zu Hause hat in dem er sich sicher fühlt, solltest Du ihm dies antrainieren. Beobachte Deinen Hund in welchem Raum und wo genau er weniger nervös ist. Diesen Ort, kannst Du nun Deinem Hund als vertrauenswürdigen Ort angewöhnen. Beginne vorsichtig, und komme sofort zurück, sobald Du merkst, dass Dein Hund ängstlich oder gestresst wirkt. Hier kann Dir wie oben erwähnt eine Kamera äußerst hilfreich sein.

Sobald ihr euren sicheren Ort gefunden habt, kannst Du beginnen Deinen Hund ans alleine sein zu gewöhnen. Das wichtigste was Du hier beachten solltest, ist das Haus so ruhig wie möglich zu verlassen und auch wieder zu betreten. Versuche Deinem Hund weder beim Gehen noch beim Kommen Aufmerksamkeit zu geben. So zeigst Du ihm, dass das Verlassen und das wieder nach Hause kommen etwas ganz Normales ist.

Auch das Einschalten des Fernsehers oder des Radios kann wahre Wunder bewirken. Gewohnte Geräusche wie die Sendungen die Du ansiehst, oder die Radiosender die Du anhörst, können Deinem Hund eine Stütze sein. Achte bitte auch darauf, dass Dein Liebling genug Bewegung bekommt. Oft kann auch fehlende Bewegung und Langeweile zu einer ausgeprägteren Trennungsangst führen.

Ein weiterer Punkt der Dir hier helfen kann ist Ablenkung. Ein Hund der abgelenkt ist, wird weniger Raum zulassen für die Entstehung von Stresssituationen. Dein Hund muss etwas Positives damit verbinden, alleine zu Hause zu bleiben. Das beste Mittel hierfür ist natürlich das Futter. Am besten benutzt Du ein bestimmtes Spielzeug welches mit den Lieblingsleckerlis befüllt ist. So ist Dein Hund beschäftigt und wird auch noch belohnt.

Dir bleibt natürlich auch stets die Möglichkeit auf pflanzliche Hilfsmittel wie eine Bachblütenmischung für Hunde zurück zu greifen.

Sollte das Verhalten Deines Hundes sich kein bisschen ändern, bleibt Dir nur noch der Gang zum Verhaltenstherapeuthen.

Bildquelle:

  • trennungsangst-hunde: 99032583 - ©adogslifephoto - AdobeStock