Nach dem genüsslichen Wälzen im Schlamm oder einer ausgiebigen Gassirunde ist oft ein Hundebad nötig. Hundefell ist zwar in der Regel selbstreinigend – manchmal gibt es allerdings gute Gründe, den Hund zu baden. Diese Tipps helfen, den Hund zu waschen und die nasse Prozedur für den Vierbeiner so angenehm wie möglich zu gestalten.

Wann ein Hundebad nötig ist

Dein Hund hat sich im Dreck gewälzt und ist stark verschmutzt? Dann ist der Gang ins Badezimmer fällig. Auch wenn das Fell sich schuppt oder einen extremen Geruch verströmt, ist es nicht damit getan, den getrockneten Dreck einfach aus dem Fell zu bürsten. In diesem Fall solltest Du Deinen übermütigen Weggefährten in der Wanne abduschen. Lediglich alle zwei Monate ist es an der Zeit, den Hund zu waschen, um der Haut Deines Lieblings die Möglichkeit zu geben, sich vom Hundebad zu erholen. Die Häufigkeit des Hundebads hängt allerdings immer auch vom jeweiligen Haartyp des Hundes ab!

Wie oft ein Hund gebadet werden sollte

Grundsätzlich gilt: Der Hund sollte so selten wie möglich, aber so oft wie nötig gebadet werden. Da das Fell Deines vierbeinigen Freundes über einen natürlichen Schutzfilm verfügt, der Nässe und Schmutz abweist, müssen die meisten Hunderassen nur sehr selten gebadet werden – manche auch gar nicht. Auch wenn Hundehalter es meist liebevoll meinen, sollten sie ihren Hund lieber nur so oft wie nötig der ohnehin schon unbeliebten Badeprozedur aussetzen. Ein zu häufiges Baden des Hundes zerstört auf Dauer die Schutzschicht des Fells und damit das natürliche Gleichgewicht.

Säureschutzmantel muss erhalten bleiben

Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich am besten mithilfe eines milden Hundeshampoos aus dem Fell des Hundes entfernen. Da die Fellnasen über einen feineren Geruchssinn verfügen als der Mensch, sollte das Produkt auch unbedingt frei von Duftstoffen sein. Enthält das Shampoo aggressive Stoffe, können diese den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen. Die Folge: ein unangenehmer Juckreiz und trockene Hundehaut. In manchen Fällen reicht es daher auch vollkommen aus, den Hund lediglich mit etwas lauwarmem Wasser zu waschen.

Baden in freien Gewässern ist unschädlich

Gerade bei sommerlichen Temperaturen gibt es für viele Vierbeiner nichts Schöneres als eine erfrischende Abkühlung in Badeseen & Co.! Da das Wasser dem natürlichen und schützenden Fettfilm des Hundes aber nichts anhaben kann, steht dem Badespaß in freien Gewässern nichts im Weg.

Hund baded im Freien

Hunderassen die häufiger gebadet werden

Neben den Rassen, die keiner häufigen Fellwäsche bedürfen, gibt es jedoch auch Hunderassen, die aufgrund ihrer seidigen Fellstruktur öfter und ausgiebiger gepflegt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel der American Cockerspaniel oder die Yorkshire- und Australian Silky Terrier.

Hund baden: Dem Hund die Angst nehmen

Es ist das A und O, wenn es darum geht, den Hund zu baden: Der Vierbeiner muss zunächst die Angst vor dem Hundebad verlieren. Das Bad in der Wanne ist bei den meisten Hunden unbeliebt. Nicht selten löst das Baden daher bei vielen Tieren Angst und Panik aus. Du kannst Deinem geliebten Vierbeiner die nasse Prozedur enorm erleichtern, indem Du eine rutschfeste Einlage in die Wanne legst. So kann er nicht mit seinen Pfoten auf dem glatten Boden der Badewanne ausrutschen. Viele Hunde haben Angst vor einem rutschigen Untergrund, weshalb es diese Panikquelle schon vor dem Baden auszuschalten gilt. Einfache und auf der Unterseite gummierte Duschvorlagen sind nicht teuer und lassen sich wunderbar als Unterlage für das Hundebad verwenden.

Hund an Föhngeräusche gewöhnen

Der eine Hund verbellt ihn, der andere ergreift die Flucht, sobald er ihn sieht: der Föhn. Fakt ist: Viele Hunde reagieren ängstlich auf das Gerät und die damit verbundenen lauten Geräusche. Wenn Du einen Welpen hast, kannst Du ihn schon von klein auf spielerisch mit dem Föhngeräusch vertraut machen. Ein Tipp: Spezielle Hundeföhne trocknen das Fell Deines Vierbeiners nicht nur bedeutend schneller, sie sind auch langlebiger und robuster als herkömmliche Geräte.

Kleiner Welpe sitzt im Bad am Boden

Hund an Wasser und Badewanne gewöhnen

Grundsätzlich gilt: Der Hund sollte beim Baden nicht zu tief im Badewasser stehen, sondern lieber nur abgeduscht werden. Um den Vierbeiner an die Situation zu gewöhnen, empfiehlt es sich, ihn erst einmal behutsam in die Wanne zu stellen. Hat er sich beruhigt, kann schließlich damit begonnen werden, den Hund zu waschen. Handwarmes Wasser sorgt dafür, dass der Hund sich nicht erschreckt. Fürchtet sich Deine Fellnase zu sehr vor der Brause, kannst Du das Wasser auch erst einmal mit Deinen Händen schöpfen und das Fell des Vierbeiners auf diese Weise nass machen.

Utensilien für ein Hundebad

Folgende Dinge sollten unbedingt in Reichweite stehen, bevor Du damit beginnst, Deinen Hund zu waschen: ein rückfettendes Hundeshampoo, eine Pflegespülung für Hunde, mehrere Handtücher und gegebenenfalls auch ein Ungeziefershampoo. Damit solltest Du allerdings Deinen Hund nur waschen, wenn sein Fell tatsächlich von Ungeziefer befallen ist. Eines der bereitgelegten Handtücher legst Du am besten schon einmal direkt vor die Badewanne – als „Schüttelplatz“ nach dem Hundebad. Die restlichen Handtücher liegen griffbereit neben einem Kamm und dem Föhn. Jetzt kannst du ganz bequem damit beginnen, Deinen Hund zu baden.

Badeutensilien

Hund baden – So gehst Du vor

Während die Utensilien für die Badeprozedur an ihren Platz gestellt werden, kann bereits das Badewasser eingelassen werden – lauwarm und nicht höher als Bauchhöhe. Nun verschließt Du die Ohren Deines Hundes vorsichtig mit Wattestöpseln. Wichtig: die Watte nicht zu tief in das Ohr des Hundes schieben! Da der Gehörgang beim Hund abgewinkelt verläuft, könnte es später neben der Verletzungsgefahr für das Tier unter Umständen schwer sein, die Watte wieder vollständig zu entfernen.

Steht der Hund zum Waschen auf der rutschfesten Matte bereit, kann er behutsam abgebraust und gründlich einshampooniert werden. Beim Abbrausen solltest Du sehr achtsam vorgehen, um den Nasen- und Augenbereich des Tieres zu schonen. Da Hunde in diesen Bereichen besonders empfindlich sind, bearbeitest Du am besten zuerst seinen Rücken und die Seiten mit der Brause und arbeitest Dich dann langsam bis zum Kopf vor. Nachdem in einem letzten Schritt das Badewasser aus der Wanne abgelassen wurde, können auch die Beine des Hundes gründlich abgebraust werden. Hat der Hund empfindliches und feines Haar, kommt noch eine eigens für Hundehaare entwickelte Pflegespülung zum Einsatz.

Hund vorsichtig abtrocknen oder föhnen

Sind alle Rückstände des Hundeshampoos gründlich aus dem Fell gespült, geht es an das richtige Abtrocknen: Sobald Du Deinen Liebling aus der Wanne heraus auf das Handtuch vor der Wanne setzt, wird er sich kräftig schütteln. Dann entfernst Du die Watte aus seinen Ohren. Nun kannst Du Deinen Hund abtrocknen. Um durch zu starkes Rubbeln die Fellstruktur nicht zu schädigen, solltest Du dabei vorsichtig vorgehen. Bei schönem Wetter und warmen Temperaturen trocknet das Hundefell auch optimal an der Luft. An kalten Wintertagen kann es sich der frisch gebadete Vierbeiner auch einfach vor der warmen Heizung bequem machen. Viele Hunde haben zwar Angst vor den Föhngeräuschen – Ist die Abneigung Deines Vierbeiners gegen den Föhn aber nicht zu groß, kannst Du das Hundefell bei Bedarf am Ende auch auf lauwarmer Stufe vorsichtig föhnen.

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  • Hund baded im Freien: ©Pixabay - Pexels.com
  • Kleiner Welpe sitzt im Bad am Boden: ©snapwiresnaps.tumblr.com - Pexels.com
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  • Kleiner Hund beim Hundebad mit Shampoo auf dem Kopf: ©nishizuka - Pexels.com