Hundegeruch kann ziemlich streng riechen, das weiß beinahe jeder Hundebesitzer. Ein Hund riecht oftmals aus gesundheitlichen Gründen unangenehm: Mundgeruch beim Hund ist ein Zeichen dafür. Aber auch nasses Fell riecht unangenehm. Hast Du das Gefühl, Dein Hund riecht unangenehm, wird Dir dieser Artikel weiterhelfen.

Hund stinkt: Das könnten die Ursachen sein

Die Ursachen von unangenehmen Hundegeruch können recht vielfältig sein: harmlose Ursachen wie nasses Fell zählen zu den unbedenklichen. Grund für ärztliche Abklärung gibt plötzlich auftretender Gestank, ohne, dass Dein Hund „in die Jahre gekommen“ ist, oder sich in fremden Tierkot gewälzt hat. In jedem Fall, der sich nicht direkt aufklären lässt, ist Ursachenforschung zu betreiben, damit es Deinem Hund bald wieder gut geht und der unangenehme Geruch wieder verschwindet.

Nasses Fell riecht oft unangenehm

Oftmals ist es die einfache Kombination von Nässe, Talg, Schweiß und Schmutz, die dafür sorgt, dass Dein vierbeiniger Liebling stinkt. Gerade im Auto, wo es Hunden schnell warm wird, beginnt ein nasser Hund unangenehm zu riechen.
Dabei lässt sich dieses Problem leicht vermeiden: Bevor Du Deinen Hund wieder herzlich im Trockenen empfängst, sorge dafür, dass er gut abgetrocknet ist.
Auf dem Markt bekommst Du bereits spezielle Hundehandtücher, die extrem saugstark sind und Feuchtigkeit besonders gut aufsaugen. Für Dein Auto bieten sich zusätzlich spezielle Hundematten oder eine Transportbox an, die sich ohne Aufwand im Kofferraum platzieren lassen. Sie bringen den klaren Vorteil mit, hinterher gewaschen werden zu können. Auch der Schlafplatz des Hundes sollte ab und zu einen Waschgang in der Waschmaschine aushalten können. So haben Bakterien, die sich in nassem Fell wunderbar vermehren, keine Chance. Sollte der Hund trotz Hilfsmittel nicht trocken genug werden, kannst Du Dir mit dem Fön helfen und Deinen Vierbeiner trocknen. Ebenfalls positiv ist, dass ein trockener Hund weniger anfällig für Erkältungen ist.

Nasser Hund vor einem Meer

Geruch beim Hund kann krankheitsbedingt sein

Schlechter Geruch aus dem Maul des Hundes kann gesundheitliche Ursachen haben. Entzündungen, Unverträglichkeiten und mangelnde Zahnhygiene stellen die häufigsten Ursachen dar.
Hat Dein Hund zusätzlich Blähungen, spricht das für eine Unverträglichkeit und ein Futterwechsel ist angebracht. Qualitativ hochwertiges Hundefutter ist nicht nur gesünder für Deinen Hund: Schlechte Gerüche lassen sich damit bannen und auch sein Fell dankt es Dir mit einem glänzenden und gesunden Erscheinungsbild.

Nicht nur das Fell und das Maul des Hundes können bei unzureichender Gesundheit schlecht riechen: Auch die Ohren, Pfoten und die Haut des Hundes können davon zeugen. Meist weist ein plötzlicher Umschwung auf eine Krankheit hin. Riechen die Ohren des Hundes unangenehm, können auch hier Entzündungen der Auslöser sein. Unangenehm riechende Schweißpfoten werden durch Pilze ausgelöst und lassen sich beim Tierarzt behandeln. Parasiten siedeln sich auch auf der Hundehaut an und lösen üble Gerüche aus. Oftmals spielen dann die Talgdrüsen verrückt, weswegen Dein Hund vermehrt schwitzt, was Du schließlich als unangenehmen Geruch wahrnimmst.

Häufig sind jedoch auch hormonelle Probleme schuld an dem schlechten Geruch. Diese, ebenso wie Allergien, Infektionen und einige spezielle Krankheiten können den Eigengeruch eines Hundes beeinflussen. In jedem Fall sollte ein Tierarzt diese Möglichkeiten abklären.

Hundemaul eines beigen Hundes

Ursachen von Mundgeruch beim Hund

Entzündungen im Mundraum sind die Folge schlechter oder unregelmäßiger Zahnhygiene. Auch Hunde müssen auf ihre Zahngesundheit achten. Weil sie jedoch ihr Futter nicht frei wählen, überträgt sich diese Aufgabe auf den Tierhalter. Um Entzündungen und Parodontose zu vermeiden, bietet der Markt eine Reihe nützlicher Zahnpflege-Produkte für den Vierbeiner. Du wirst merken, dass ein Hund mit gesunden Zähnen einen angenehmeren Atem hat.

Ein Hund stinkt aus dem Maul, wenn er qualitativ minderwertiges Futter zu fressen bekommt. Auch ist minderwertiges Futter als Ursache für stumpfes Fell und Antriebsschwäche bekannt. Der Wechsel zu teurerem Futter ist mehr als lohnenswert. Eine Alternative zu Hundefutter ist das Barfen. Das natürlichste Futter für den Hund (rohes unbehandeltes Fleisch) beugt Entzündungen im Mundraum vor und verhindert krankheitsbedingten Mundgeruch beim Hund.

Kleiner Hund mit Knochen im Maul

Das kannst Du gegen schlechten Hundegeruch tun

Die folgenden drei Tipps helfen, schlechte Gerüche beim Hund loszuwerden und vorzubeugen.

Säuberung des Fells bei schlechtem Hundegeruch

Ein simpler Anfang ist mit der Säuberung des Fells Deines Hundes getan: Sauberes Fell bietet keinen Anlass für Gestank, da es übermäßiger Talgproduktion entgegenwirkt. Diese ist häufig die Ursache für schlechten Hundegeruch. Gerne neigen wir in diesem Fall dazu, unseren Hund mit wohlduftenden Shampoos zu waschen und zu baden. Dieses Vorgehen ist jedoch völlig falsch. Hunde haben einen anderen Haut-PH-Wert als Menschen und benötigen dementsprechend spezielle Shampoos. Auch regt zu häufiges Baden des Hundes die Talgdrüsen an, was – wie auch beim Menschen – zu schnell fettendem Haar führt.

Auch wird die Hundehaut nach dem Baden trocken, was den Fettschutzmantel zerstört. Die Haut des Hundes reagiert darauf ebenfalls mit einer erhöhten Talgproduktion und stinkt häufig schlimmer noch als vor dem Bad. Nach einem Bad trocknet die Haut aus. Um den natürlichen Fettschutzmantel wieder herzustellen, steigert die Talgdrüse ihre Produktion, der Hund riecht jetzt noch mehr als vorher. Ein guter Tipp für sauberes und gut riechendes Fell ist das regelmäßige Bürsten des Hundes. Hat die Unterwolle des Hundes durch abgestorbene Fellreste keine Chance zu verfilzen, siedeln sich keine Bakterien an und der Hund stinkt nicht. Belüftung lautet daher das Zauberwort.

Das richtige Futter

Ein Hund riecht unangenehm, wenn er minderwertiges Futter zu fressen bekommt. Ebenso kann sich der Eigengeruch des Hundes mit hochwertigem Futter erheblich verbessern. Flatulenzen (Blähungen des Hundes) deuten auf Unverträglichkeiten der Nahrung hin und lassen sich durch geeignetes Futter vermeiden. Ein Tierarzt kann über bestimmte Unverträglichkeiten Aufschluss geben. Tierhalter können diesem Problem jedoch auch von vornherein mit dem sogenannten Barfen entgegenwirken: Rohes Fleisch birgt keine Stoffe, die Unverträglichkeiten mit sich bringen könnten. Diese Form des Fütterns schafft üblen Gerüchen nicht nur Abhilfe, sondern erfreut sich – der Gesundheit des Hundes zuliebe – wachsender Beliebtheit. Ganz nach dem Motto: „Hund ist, was er frisst.“

Hundefutter im Futternapf

Zähne putzen!

Unbedingt solltest Du auch regelmäßig die Zahngesundheit des Hundes prüfen. Zahnpflege ist für den Hund ebenso wichtig, wie für den Menschen. Ist es um die Zahnhygiene des Hundes schlecht bestellt, leidet er unter übel riechendem Mundgeruch. Speisereste in den Zahnzwischenräumen bieten Bakterien einen gern gesehenen Lebensraum, was dazu führt, dass Dein Hund schlecht riecht und zu Entzündungen neigt. Dem lässt sich mittels Fingerling und Hundezahnbürste entgegenwirken. Sollte sich der Hund gegen diese Behandlung weigern, bieten Futtermittelzusätze gegen Zahnfleischentzündungen und Paradontose eine Alternative.

Gähnender Hund

Bildquelle:

  • Nasser Hund vor einem Meer: ©ingenue1 - Pixabay.com
  • Hundemaul eines beigen Hundes: ©JACLOU-DL - Pixabay.com
  • Kleiner Hund mit Knochen im Maul: ©SNGPhotography - Pixabay.com
  • Hundefutter im Futternapf: ©kalhh - Pixabay.com
  • Gähnender Hund: ©StockSnap - Pixabay.com
  • Nasser Golden Retriever: ©zuzanu - Pixabay.com