Viele Hundebesitzer kennen das. Der Hund muss zum Tierarzt. Eine jährliche Untersuchung oder sogar eine Impfung stehen an. Doch was tun, wenn der eigene Hund Angst vor dem Tierarzt hat? Das Ganze kann zu einer regelrechten Tortur für Hund und Herrchen werden. Welche Ursachen zu dieser Angst führen, und was Du dagegen tun kannst damit Dein Hund entspannter ist beim nächsten Tierarztbesuch erfährst Du hier.

Kurzinfo

Jeder Hund reagiert anders auf eine fremde Umgebung. Manchen Hunden bereitet eine nicht gewohnte Umgebung großen Stress. Hunde sind außerdem äußerst sensible Tiere und können die verschiedenen Stress und Angsthormone ihrer Artgenossen riechen. Da meistens nicht nur ein Hund beim Tierarzt wartet oder behandelt wird, kann es für Deinen Hund unangenehm werden, wenn er die Angst seiner Mitpatienten riecht. Zudem riecht es in einer Arztpraxis oft nicht wie zu Hause. Dort wird mit verschiedenen Mitteln für Hygiene gesorgt. Auch diese Gerüche können Stress bei Deinem Hund auslösen.

Einer der Hauptgründe warum Hunde Angst vor dem Tierarzt haben ist wohl, dass sie keine guten Erinnerungen an ihren letzten Besuch haben. Dort wurden sie höchstwahrscheinlich geimpft, oder nach einer Verletzung wundversorgt. Dein Hund weiß nicht, dass diese Maßnahmen notwendig sind um schlimmere Erkrankungen zu vermeiden. Er weiß nur noch, dass er Schmerzen hatte und der Mensch in weiß ihm diese Schmerzen zugefügt hat.

Nicht zu unterschätzen ist auch Dein eigener Stresslevel vor einem Besuch beim Tierarzt. Wenn Du nervös und angespannt bist, wird es mit höchster Wahrscheinlichkeit auch Dein Vierbeiner sein. Vergiss nicht: Du als Herrchen bist der Rudelführer und Dein Hund orientiert sich an Dir.

Tipps & Tricks

Ganz wichtig ist es, wenn Dein Hund noch ein Welpe ist, ihn von Anfang an, an den Tierarzt zu gewöhnen. Wenn Du einen Termin vereinbarst teile gleich mit, dass Dein Hund noch ein Welpe ist und Du dankbar wärst, wenn der Arzt sich etwas mehr Zeit nehmen könnte für euren Termin, damit er und Dein Hund sich erstmal richtig kennenlernen können. So weiß Dein Hund schon sehr früh, dass ihn nichts Schlimmes beim Tierarzt zu erwarten hat.

Wenn Du Glück hast und Dein Tierarzt nicht sehr weit weg von deinem Zuhause, nutze jede Möglichkeit beim Gassi gehen öfters an der Praxis mit Deinem Hund vorbei zu gehen. So nimmt Dein Hund den Weg bis dorthin als etwas ganz Normales aus seinem Alltag wahr. Du kannst auch im Vorfeld bei Deinem Tierarzt anfragen ob es in Ordnung wäre, wenn Du ab und an bei eurem Spaziergang kurz in die Praxis kommen dürftet um kurz Hallo zu sagen. Wenn dies ok ist, vergiss die Leckerlis nicht um Deinen Hund zu belohnen.

Es kann auch helfen, bei der Terminvergabe zu bitten den ersten Termin des Tages zu bekommen. Dann sind nämlich die Duftnoten der anderen Hunde und alle stresserzeugenden Gerüche und Eindrücke äußerst gering.

Sollte Dein Hund extrem ängstlich sein, dass noch nicht einmal eine einfache Untersuchung in der Praxis möglich ist, frage bei Deinem Tierarzt nach ob er auch Hausbesuche macht. Einige Tierärzte bieten diesen Service zusätzlich an.

Und am aller wichtigsten ist es, dass du ruhig und entspannt bleibst wenn es das nächste Mal zum Tierarzt geht.

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