Die Rostkatze ist die kleinste Wildkatze überhaupt und erobert das Internet im Sturm. Mit den großen Augen, dem süßen Kampfschrei und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen macht die Verwandte der Bengalkatze zur Zeit auf sich aufmerksam.

Rostkatze ist die kleinste Wildkatze überhaupt
Wer würde bei solch einem Anblick nicht dahin schmelzen. Mit einem Gewicht von einem bis zwei Kilogramm und dem Aussehen eines Kätzchens ist es kein Wunder, dass Menschen diese Art gerne als Haustier bei sich haben würden. Den Namen „Rostkatze“, Rusty-spotted cat in Englisch, stammt von den rostfarbenen Punkten, die in verwaschenen und unordentlichen Flecken auftauchen und sich sichtbar vom braun-grauen Fell abheben.

Dagegen ist die Unterseite der Wildkatze weiß und wie das Oberfell weich und flauschig. Der kleine Kopf wird geziert von zwei Streifen, die bis zu den Augen verlaufen und sie sehr süß dadurch wirken. Der runde Kopf unterstreicht diese Niedlichkeit. Rostkatzen ähneln Hauskatzen im Aussehen, sind aber deutlich kleiner und sind gerade einmal 38 Zentimeter lang, wenn der Schwanz nicht mit eingerechnet wird. Sie sind äußerst scheu und nachtaktiv, wie alle Wildkatzen der Gattung Prionailurus und es gibt Berichte, dass sie sich häufig nach starken Regenfällen zeigen, da sie dann auf die Jagd gehen.

Verwandte der Bengalkatze
Prionailurus rubiginosus, so die lateinische Bezeichnung der Rostkatze, gehört in die Gattung der Prionailurus, den Altkatzen. In diese Gattung gehören drei weitere Wildkatzen, die ausschließlich den asiatischen Kontinent ihr Zuhause nennen.

Zu diesen gehört auch Prionailurus bengalensis, die Bengalkatze, die für ihre schlanke Statur und die zahlreichen, unterschiedlichen Fellzeichnungen und Farben bekannt ist. Im Vergleich zur Bengalkatze ist die kleinste Wildkatze kürzer und wirkt eher wie ein Kätzchen.

Die beiden Katzen teilen sich Randgebiete in Indien, wobei die Bengalkatze häufiger in Küstennähe und dem nördlichen Indien zu finden ist. Die Rusty-spotted dagegen ist eher im Inland zu finden. Die beiden Arten vertragen sich nur schlecht und aufgrund der Größe und Kraft der Bengalkatze ist die Rostkatze in vielen Gebieten Indiens nicht mehr zu finden.

Trotzdem ähneln sich die beiden Arten stark, angefangen von der Farbe und dem Muster des Fells bis hin zum Lieblingsessen, kleinen Reptilien und Amphibien. Ein großer Unterschied der beiden ist jedoch die Lebensweise. Während die Bengal den Schutz der Baumwipfel bevorzugt, bleibt die Kleine doch lieber auf dem Boden.

Kleine Wildkatze in Sri Lanka zuhause

Um sich vor dem Einfluss der Bengalkatzen zu schützen, findet sich der größte Teil der Population der süßen Katzen in Sri Lanka. Dort lebt zwar auch eine andere gefährliche Großkatze, der vom Aussterben bedrohte Sri-Lanka-Leopard, Warane und Krokodile, doch kann sich die kleine Wildkatze hier entspannter entfalten.

In Sri Lanka bewohnt die Rostkatze Höhen von 2.000 Meter und Flachland in den Trocken- und Waldgebieten der Insel. Leider ist das niedliche Tier im bedrohten Zustand und es ist bis jetzt nicht bekannt, wie viele Exemplare der Art noch existieren. Trotzdem ist es schon gelungen, die Wildkatze zu zähmen und mit Hauskatzen zu kreuzen.

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  • Rostkatze2: @ Youtube