Es ist eine Frage, die sowohl Hunde- als auch Katzenfans beschäftigt und interessiert: Sollte man in Deutschland eine Katzensteuer einführen? 

Man sollte eigentlich meinen, dass die Hundesteuer dazu verwendet wird Parks sauber zu halten, teilweise Reinigung der Straßen, etc. – doch weit gefehlt.

König Friedrich III führte 1810 eine Luxussteuer für Hunde und Pferde ein, die bis heute beibehalten wurde. Ganz zur Freude der Katzenbesitzer, die für ihre Vierbeiner keinerlei Extra-Steuern bezahlen müssen.

Eine Katzensteuer?

In den vergangenen Wochen kam allerdings das Gerücht auf, dass zukünftig auch eine Katzensteuer eingeführt werden soll. Doch wir können Euch beruhigen, dem ist nicht so!

Moritz Heuberger von der Grünen Jugend sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ er lehne die Katzensteuer nicht ab, sondern benötige erstmal mehr Informationen. Anschließend stellte die Partei sofort klar, dass Forderungen nach einer neuen Steuer „Quatsch“ seien.

Was allerdings Fakt ist, Deutschland hat an manchen Orten ein Katzenproblem. „In einigen Regionen Deutschlands haben sich Kolonien aus herrenlosen, wildlebenden Katzen entwickelt, weil Tiere ausgesetzt wurden oder entlaufen sind“ sagte eine Sprecherin von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU). „Die Katzen erfahren ohne menschliche Obhut und Versorgung häufig Schmerzen, Leiden oder Schäden in teilweise erheblichem Ausmaß.“

Beute muss beschützt werden

In erster Linie müssen aber nicht Katzen, sondern vielmehr deren Beute beschützt werden. Thorsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband: „Der Speiseplan sieht immer ähnlich aus. Ein Viertel Vögel, 70% kleinere Säugetiere (Mäuse, Ratten, junge Hasen) und fünf Prozent Reptilien und Insekten.“

Bei zwei Millionen herrenlosen Katzen in Deutschland, würden dieses Jahr 14 Millionen Vögel Katzen zum Opfer fallen – auch junge und gesunde und nicht nur alte und kranke Vögel.

Jäger sprechen sich dagegen nicht für eine Katzensteuer aus, sondern dafür, dass freilaufende Katzen registriert und kastriert werden. Paderborn dient dabei als Vorbild, welches so eine Regelung früh eingeführt hat.

Gefahren der Katzensteuer

Eine Gefahr ist, dass Kaztenhalter ihre Katzen einfach aussetzen, wenn sie sich die Katzensteuer nicht oder nicht mehr leisten können. Dies wiederum würde den Bestand an herrenlosen, herum streunernden Katzen massiv erhöhen (Problem Ernährung siehe oben!).

Eine andere „Gefahr“ ist, dass eine Steuer nicht sinnvoll reinvestiert , sondern einfach – wie auch die Hundesteuer – zum Löcher stopfen an anderen Baustellen verwendet wird. Denn Steuergelder sind nicht zweckgebunden und können somit anderweitig investiert werden (Das beste Beispiel ist der Solidaritätszuschlag. Eingeführt um marode Straßen/Bahnhöfe/etc. im Osten Deutschlands zu erneuern, dient er heute dazu Haushaltslöcher zu stopfen. Gebaut wurde von diesem Geld schon lange nichts mehr).

Somit kann man sich von vornherein denken, dass eine Katzensteuer nichts mit den Tieren an sich zu tun hat, sondern lediglich die Staatskassen füllen sollte.

Städte und Gemeinden (noch) gegen die Katzensteuer

Aber noch ist es nicht soweit, denn bisher sprechen sich Städte und Gemeinden gegen eine Katzensteuer aus, obwohl das Geld ihnen zu Gute kommen würde. Der Städte- und Gemeindebund teilt mit, dass diese Steuer immer wieder diskutiert werde, „Schließlich finden sich auch Katzenfäkalien auf öffentlichen Straßen und Wegen, für deren Beseitigungsaufwand eine Steuer – analog zur Hundesteuer – in der Sache gerechtfertigt wäre.“ Allerdings würde dieser geringe Betrag den Verwaltungaufwand nicht rechtfertigen

Doch da muss ich gleich mal einhaken, denn: In Deutschen Haushalten gibt es 13,4 Millionen Katzen und 8,6 Millionen Hunde. Wieso lohnt sich also der Verwaltungsaufwand bei der geringeren Anzahl an Hunden, aber bei fast 5 Millionen Katzen nicht? (Quelle: www.statista.com)

Wollen die Menschen überhaupt eine Katzensteuer?

Katzenbesitzer verständlicherweise nicht, die meisten Hundebesitzer fänden es nur fair und „Außenstehende“ wie z.B. der Rheinische Landwirtschafts-Verband sind der Meinung: Die Steuer würde „langfristig bewirken, dass Bürger sich bewusster für eine Katze entscheiden und sie nicht einfach wieder aussetzen“.

Die Diskussion über eine Katzensteuer wird sich wohl eine Weile halten und wir werden noch einige Pro-und-Contra-Argumente zu diesem Thema zu hören bekommen.

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