In meiner Kindheit war Schnee im Winter eine Selbstverständlichkeit, heute ist eine klassische Winterlandschaft – vor allem in den Städten – eine Seltenheit geworden. Deshalb freute ich mich besonders als gerade in Spirit und Mystery´s erstem Winter, Schnee fiel. Wie die Beiden darauf reagiert haben, erfahrt ihr sogleich…

Es war ein gewöhnlicher Samstag morgen. Wie immer weckten mich meine Coonies um eine unchristliche Zeit, denn schließlich ist Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages und die kann Katze schließlich nicht „erst“ um 09:00 Uhr einnehmen… ;-D Nein, dass Wochenend-Frühstück muss bitte pünktlich um 06:30 Uhr serviert werden!

Als gutes Frauchen, stand ich also auf, um Spirit und Mystery das Frühstück herzurichten. Danach reinigte ich ihr stilles Örtchen und öffnete schließlich die Fenster um zu lüften. Dabei traute ich meinen Augen kaum! Es hatte doch tatsächlich über Nacht geschneit und der Ausblick, welchen ich auf die schneebedeckte Stadt hatte war wunderschön. Deshalb machte ich sogleich einige Fotos, denn heutzutage hat dies ja, wie bereits gesagt Seltenheitswert.

Danach bereitete ich mir einen Kaffee zu. Als ich mich hinsetzte um meinen Kaffee zu trinken, beobachtete ich, wie Spirit und Mystery ihr Frühstück beendeten und ins Wohnzimmer spazierten. Neugierig geworden, ging ich den beiden Fellnäschen nach und machte mich bereit ihre Reaktionen auf Schnee für die Ewigkeit festzuhalten. Spirit war der Erste, welcher auf das Fenster sprang. Als er die weiße Pracht bemerkte, hielt er inne. Vorsichtig beschnüffelte er das „weiße Zeug“ um anschließend vorsichtig danach zu tapsen.

Währenddessen war auch seine Schwester auf die Fensterbank gesprungen und beobachtete Spirit in seinem Tun ganz genau. Spirit wiederum war zwischenzeitlich zu der Erkenntnis gelangt, dass der Schnee keine Bedrohung darstellte, sondern „nur“ nass war, woraufhin er gleich mutig auf das schneebedeckte Fensterbrett hinaus hüpfte. Auf meinen Kater trifft nämlich die Aussage „mittendrin anstatt nur dabei“ voll zu! 😀 Mystery hingegen näherte sich nur äußerst vorsichtig der weißen Pracht… Sie zog es vor, auf der Innenseite zu sitzen und den Schnee zu beschnüffeln. Während die beiden Katzen ihr erstes „Schnee-Erlebnis“ hatten machte ich einige Schnappschüsse.

Schließlich legte ich das Handy zur Seite und ging in die Küche um meinen Kaffee weiter zu trinken. Kaum hatte ich es mir gemütlich gemacht, als ich aus dem Wohnzimmer ein poltern und miauen hörte… Sofort ging ich nach nebenan um nach den rechten zu sehen und staunte nicht schlecht über die Szene welche sich mir bot: Da lebten zwei mit schneebedeckte, wild gewordene Coonies ihre „narrischen“ fünf Minuten aus und spielten übermütig „Fang die Katz“! Es ging raus in den Schnee, rein ins Zimmer; danach quer durch den Rest der Wohnung (Katze muss den Schnee natürlich im ganzen Revier verteilen, damit Frauchen und Familie auch etwas davon haben). Wer jetzt glaubt, dass wäre es schon gewesen, der irrt sich gewaltig.

Nach einer kurzen Pause, ging alles gleich nochmal von vorne los! Das Schauspiel dauert im Endeffekt ungefähr zwanzig Minuten, danach waren die Beiden erschöpft und widmeten sich der Fellpflege. Währenddessen machte ich mich daran, die Spuren dieses Tumultes zu beseitigen. Als ich nur noch das Wohnzimmer aufzuwischen hatte, sagte ich halblaut vor mich hin: „Das ist ja wie nach einer wilden Partynacht! Na, Hauptsache die Katzen hatten Spaß mit ihrem ersten Schnee…“ Da ertönte ein lautes Miau von Spirit. „Ist eh toll, wenn es Spaß gemacht hat. Frauchen darf jetzt Spaß haben beim Revier sauber machen!“ meinte ich daraufhin in seine Richtung. Plötzlich ertönte ein leises Miau seitens Mystery. „Ist schon gut, Frauchen  macht es eh nichts aus!“ sagte ich zu meiner Katzendame, woraufhin diese laut zu schnurren begann.

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