In Videos mit hohen Aufrufzahlen zeigen Katzen Angst vor Gurken. Dabei werden die Tiere nur durch den Überraschungseffekt unnötigem Stress ausgesetzt.

Katzen und die Angst vor Gurken sind ein Thema, das vor allem wegen einiger Videos im Internet intensiv diskutiert wird. Denn manche Menschen hielten es unnötigerweise für sinnvoll, ihre Haustiere mit Gemüse zu erschrecken. Durch die vielen Kommentare zu den Katzenvideos sind mehrere Theorien über die Ursachen für das Verhalten der Tiere entstanden. Wenn Du diese Ideen und den Stress der Katzen als sinnlos empfindest, bist Du aber nicht allein. In den meisten Videoclips zeigt sich wahrscheinlich nur der ganz normale Überraschungseffekt.

Überraschungseffekt als Auslöser

Zahlreiche Menschen glauben nach dem Betrachten von Videos mit erschreckenden Katzen, dass die Gurken der entscheidende Auslöser für das Verhalten der Katzen wären. Aus der Sicht von Fachleuten gibt es jedoch keinen logischen Grund für diese Annahme. Stattdessen ruft in der Regel schlicht und einfach der Überraschungseffekt die extremen Reaktionen von Hauskatzen hervor.

In den Katzenvideos mit hohen Aufrufzahlen nehmen die Tiere nicht selten eine Mahlzeit zu sich, während die Hobbyfilmer mit ihren unnötigen Experimenten beginnen. Vor allem beim Essen möchten die Haustiere aber ungestört bleiben. In einer derartigen Situation hassen Deine Katzen Überraschungen dementsprechend ganz besonders. Jeder andere Gegenstand mit einer ähnlichen Größe würde darum vermutlich fast genau dieselbe Reaktion erzeugen.

Außerdem werfen die Menschen bei ihren sinnlosen Experimenten in Videos die Gurke zumeist hinter dem Rücken der Hauskatzen auf den Boden. Weil die Gurke sich nicht im Blickfeld der Tiere befindet, reagieren sie dann ausschließlich auf das unerwartete Geräusch.

Katzen haben Fluchtinstinkt

Genauso wie die meisten Säugetiere verfügen Deine Katzen über einen natürlichen Furchtinstinkt. Manche Beobachter glauben, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Angst vor Gurken und der Furcht vor Schlangen besteht. Laut dieser Theorie verfügen Katzen immer noch über einen speziellen Schutzinstinkt gegen die Reptilien, der genetisch programmiert ist.

Hochgiftige Schlangen stellen bis heute sogar für die größeren Verwandten der Haustiere eine ernsthafte Gefahr dar. Trotzdem bezweifeln Experten, dass der Raubtierinstinkt zu einer speziellen Angst vor Gurken führt. Auch Deine Hauskatzen sind wahrscheinlich durchaus dazu in der Lage, Gemüse von Reptilien und anderen Lebewesen zu unterscheiden.

Angst vor Gurken bedeutet Stress

Als Katzenfreund wirst Du wohl kaum in Erwägung ziehen, die Angst vor Gurken bei Deinen eigenen Tieren oder der Nachbarskatze zu testen. Es ist grundsätzlich nicht sinnvoll und oft zugleich moralisch äußerst fragwürdig, mit Haustieren Verhaltensexperimente durchzuführen. Darüber hinaus leiden zahlreiche Katzen aber sogar ernsthaft unter derartigen Tests. Denn das Erschrecken ist für die sensiblen Lebewesen mit sehr viel Stress verbunden.

Dir selbst wird vermutlich durchaus bewusst, welche unangenehmen Empfindungen ein Schock teilweise auslöst. Schlimmstenfalls entwickeln sich wegen der Angst vor Gurken bei einer Katze bedrohliche psychische Störungen. Als Langzeitfolgen treten dann eventuell sogar Organschäden auf. Wer Katzen mit Gemüse einem unnötigen Stress aussetzt, handelt daher definitiv nicht tierfreundlich. Es gibt andere und bessere Ideen für Videos mit Tieren, unter denen niemand leiden muss.

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