Dass die Balinesenkatze diesen Namen trägt, heißt nicht, dass sie von Bali stammt. Bei der Balineser handelt es sich um eine orientalische Rassekatze, die mit Siamkatzen verwandt ist. Alles weitere über die Balinesenkatze liest Du hier.

Kurzinfo

Die Balineser ist eine Katzenart, die eine mittlere Größe und ein Gewicht von 4 bis 6 kg erreicht. Kater werden zwischen 5 und 7 kg schwer, wenn sie ausgewachsen sind. Das Fell ist halblang und die Fellfarbe liegt zwischen Cinnamon und Pawn mit einer leichten Point-Zeichnung. Als orientalische Rassekatze erreicht die Balinesenkatze eine Lebenserwartung von 18 Jahren. Die Augenfarbe der Katze ist blau und sie kommt ursprünglich nicht aus Bali, wie ihr Name vermuten lässt, sondern aus den USA.

Typisch für die Balineser ist, dass sie nur einen mittleren Bewegungsdrang hat. Auch ältere Katzenhalter sind also mit dieser Rassekatze sehr gut bedient. Allerdings ist die Lautstärke, die die Balinesenkatze mitbringt, relativ hoch. Das relativiert sich mit dem Pflegeaufwand, denn der ist gering. Insgesamt handelt es sich bei der Balinesenkatze um ein pflegeleichtes Tier, für das der Pflegeaufwand und damit auch der Zeitaufwand nur im mittleren Bereich liegt.

Mit Ausnahme des Haarkleides, das bei der Balineser deutlich stärker ausgeprägt und wesentlich länger ist, hat die Balinesenkatze den gleichen Standard wie eine Siamkatze. Eigentlich handelt es sich bei dieser Katzenart um langhaarige Siamkatzen. Die Statue der Katzenart ist mittelgroß und schlank, aber sehr muskulös. Mit ihrem gesamten Körperbau zeigt sie eine große Grazie und auch Geschmeidigkeit. Der Schwanz der Balinesenkatze ist dünn, allerdings sehr kraftvoll.

Liegende Balinesenkatze

Interessant ist die fedrige Behaarung, die die Balinesenkatze aufweist. Sie hat auch sehr lange Beine und ovale Pfoten, was sie gleichzeitig elegant und zierlich wirken lässt. Die Beine sind trotz ihrer schlanken Struktur sehr kräftig und das bringt es mit sich, dass diese Katzenart sehr gerne springt und auch klettert. Dabei sind bei der Balinesenkatze die Hinterbeine länger als die Vorderbeine.

Der Kopf der Katze ist keilförmig und mit spitzen Ohren, dazu blauen und sehr ausdrucksstarken Augen. Das Fell der Balinesenkatze ist sehr seidig und auch sehr glänzend, ohne Unterwolle ist es dennoch sehr dicht und liegt eng am Körper an. Die Katze hat am Hals und dem Kopf sehr kurzes Fell, das an den Seiten abfällt. Die gesamte Fellfarbe ist sehr gleichmäßig und bildet einen Kontrast zu den Points im Fell.

Charakter der Balinesenkatze

Die Katze hat einen insgesamt eher ruhigen Charakter, ist aber sehr springfreudig und kletterwillig. Deshalb benötigt sie in der Haltung auch ausreichenden Platz, wo sie sich austoben kann, was den Bewegungsdrang angeht.

Pflege

Die Katze benötigt viel Platz, allerdings nicht in Form von Freilauf, denn den verträgt sie nicht sehr gut. Die beste Haltung ist in einer großen Wohnung mit zahlreichen Klettermöglichkeiten gegeben, wo sie sich am wohlsten fühlt, denn die Kälte außen verträgt sie nur sehr schlecht. Eine Balinesenkatze braucht nicht zwingend einen Artgenossen, da sie sehr dominant ist und die Aufmerksamkeit der Halter für sich möchte.

Obwohl die Balinesenkatze ein langes Fell hat, ist es aufgrund der fehlenden Unterwolle sehr pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten des Fells reicht aus. Das lässt sich bei dieser verschmusten Katzenart mit der Fellpflege sehr gut verbinden. Regelmäßig gebürstet, glänzt das Fell der Balinesenkatze sehr schön.

Sitzende Balinesenkatze

Typische Krankheiten

Die Balinesenkatze ist insgesamt sehr robust und gegen Krankheiten ziemlich resistent. Aufgrund der nahen Verwandtschaft, die sie mit der Siam hat, hat sie allerdings auch ein erhöhtes Risiko für die typischen Erkrankungen der Siam, was Erbkrankheiten und Erbfehler angeht. Das sind HCM und GM1. Bei der HCM handelt es sich um eine Erkrankung des Herzens, das einen verdickten Herzmuskel und eine Vergrößerung der linken Herzkammer mit sich bringt. Die GM1 ist eine Erkrankung, das mit einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit der Hinterbeine einhergeht. Diese Krankheiten sind bekannt und werden von erfahrenen Züchter aber bereits durch eine durchdachte Paarung vermieden. Weitere Erbfehler können Schielen sowie ein Knickschwanz und Missbildungen innerhalb des Brustkorbs sein.

Geschichte

Der Ursprung der Katzenart liegt nicht in Indonesien oder Bali. Dabei handelt es sich auch nicht um eine natürlich entstandene Katzenrasse, sondern um ein Ergebnis intensiver Zucht. Damit war eine Kreuzung der langhaarigen Siamkatze sowie der Angorakatzen das Ergebnis die Balinesenkatze. Diese wurde in den Anfängen der 1920er Jahre noch als Langhaar-Siamkatze deklariert. Zwei langhaarige Katzen gemeinsam verfälschen das Zuchtergebnis, weshalb über lange Zeit die Balineserkatzen nicht miteinander verpaart wurden, sondern getötet oder als normale Hauskatzen verkauft wurde. Erst in den USA begann die gewinnorientierte und gezielte Verpaarung und Zucht der Balineserkatzen.

Den Namen hat diese Katzenart auf Basis des subjektiven Empfindens, dass die Katzen aufgrund ihrer Gangart, die sehr geschmeidig ist, an balinesische Tempeltänzerinnen erinnert.

Die Langhaar-Siamkatze war zu sperrig in ihrer Namensgebung, weshalb sie letztlich den Namen als Balinesenkatze erhielt. Durch die neue Benennung stieg auch die Popularität der Rasse und immer mehr Züchter widmeten sich der Perfektionierung der Rasse. Heute existieren zwei Arten, nämlich die traditionelle sowie die moderne Art der Balineser.

Bildquelle:

  • Liegende Balinesenkatze: #174888730 | © aleisha - fotolia.com
  • Sitzende Balinesenkatze: #19041773| © Erik Lam - fotolia.com
  • Liegende Balinesenkatze mit blauen Augen: #33058469| ©Elena Kovaleva - fotolia.com