Die Bombay-Katze ist eine Rassekatze von kleiner Statur, die dem viel größeren Panther stark ähnelt. Genau dies war bei der ursprünglichen Zucht auch beabsichtigt. Zusätzlich sollte sie Eigenschaften der American Shorthair und Burma-Katze in sich vereinigen. Wer also einen Mini-Panther sucht, ist mit dieser kleinen Katze auf dem richtigen Weg, auch wenn die Bombay-Katze in Europa zu den am seltensten gehaltenen Rassen zählt.

Beschreibung

Die Bombay-Katze wurde 1958 als Rasse anerkannt. Sie geht zurück auf eine Züchterin aus Kentucky in den USA. Diese wollte eine Katze züchten, die einem Panther ähnelt und dabei die Charaktereigenschaften der Burma-Katze und die Widerstandsfähigkeit der American Shorthair besitzt.

Bombay-Katzen sind um einiges kleiner als normale Hauskatzen, teilweise sind sie sogar nur halb so groß. Ansonsten gleichen ihr Äußeres und ihr Gang tatsächlich einer Miniatur-Ausgabe eines Panthers. Das Fell hat eine einheitlich schwarze Farbe und ist sehr kurz. Es ist glatt und glänzend und erinnert an Lackleder. Die Augen sind golden oder kupferfarben. Der Körperbau ist schlank, aber athletisch und muskulös. Diese Rasse besitzt einen typischen Raubkatzengang, geschmeidig und elegant. Die Ballen an den Pfoten sind so schwarz wie die gesamte Katze, die Pfoten selbst sind klein und schmal. Der Kopf ist rundlich und weist in der modernen Zuchtform eine kurze, breite Schnauze auf. In der europäischen Form ist die Schnauze schmaler und länglicher.

Weitere wichtige Eigenschaften der Bombay-Katze in der Übersicht:

  • Gewicht: Katze 4kg, Kater 5kg
  • Erreichbares Alter: mindestens 15 Jahre
  • Farbe: fast immer schwarz, sehr selten braun
  • Größe: klein bis mittel, Schulterhöhe ungefähr 38cm
  • Preis: je nach Züchter hoch, da selten
  • Aktivität: mittel
  • Charakter: starker Menschenbezug
  • Pflege: unkompliziert, da Kurzhaarkatze
  • Krankheitsanfälligkeit: gering

Bombay-Katze: Charakter

Die Bombay-Katze ist die ideale Familienkatze, da sie sehr sozial ist und gerade vom Zusammenleben mit Kindern profitiert. Sie ist ebenso abenteuerlustig, agil und verspielt wie Kinder und ein perfekter Spielkamerad. Mit Neuzugängen in der Familie, seien es Menschen oder Tiere, hat die Katze keinerlei Probleme. Durch ihren starken Bezug zum Menschen ist die Katze glücklich darüber, wenn immer etwas um sie herum los ist und sie nicht zu viel allein sein muss. Ihr Wesen ist zudem liebenswürdig, geduldig und sanftmütig. Dennoch besitzt sie Temperament, ist neugierig und lernbegierig. Man kann ihren Lernwillen nutzen und ihr kleine Kunststücke, wie das Apportieren beibringen. Auch kann ihre Menschenbezogenheit so weit gehen, dass sie gern auf der Schulter ihres Halters sitzt, um überall dabei sein zu können.

Ihre Geduld führt dazu, dass sie trotz ihrer Anschmiegsamkeit nicht zu den aufdringlichen und lauten Katzen gehört. Dennoch kann sie sich bemerkbar machen, wenn es notwendig ist und ihr Mensch sich um ihre Bedürfnisse kümmern soll.

Haltung

Im Vergleich zu anderen Katzenrassen weist die Haltung der Bombay-Katzen keine großen Besonderheiten auf. Da sie aufgrund ihrer Neugier keine Furcht vor unbekannten Dingen hat, ist ein unbewachter Auslauf nicht empfehlenswert. Die Katze könnte dabei verloren gehen oder sich verletzen. Stattdessen eignet sich die Rasse sowohl als reine Wohnungskatze, wie auch zur Haltung in einem gesicherten Auslauf, Garten oder Balkon, da sie dennoch den Aufenthalt im Freien genießt. Da die Katze sich grundsätzlich gern in ihrer Familie aufhält und sehr lernwillig ist, kann ihr auch das Gehen an der Leine beigebracht werden. Mit viel Geduld kann sie dabei so leinenführig wie ein Hund werden und begleitet ihre Familie gern beim gemeinsamen Spaziergang.

Bei der reinen Wohnungshaltung ist es wichtig, ihr genügend Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Darunter zählen Ruheplätze, Klettermöglichkeiten, Verstecke und Katzenspielzeug. Es sollte immer genug Zeit eingeplant werden, um mit der Katze zu spielen oder sich mit ihr anderweitig zu beschäftigen, da sie als sehr anschmiegsam gilt und viel Aufmerksamkeit benötigt. Zur weiteren Ausstattung gehören, wie bei allen Rassen, Katzentoiletten, Futter- und Wassernäpfe und gutes Katzenfutter.

Wenn die Katze in der Wohnung für einige Zeit des Tages allein bleiben muss, ist ein Artgenosse unverzichtbar. Empfehlenswert ist die Haltung von zwei Katzen aber auch dann, wenn sich immer jemand um die Katze kümmern kann, da ein Mensch einen Artgenossen in der Regel nicht ersetzen kann.

Pflege

Der Pflegeaufwand ist bei Bombay-Katzen gering. Einmal wöchentliches Bürsten reicht bei dieser Kurzhaarrasse aus. Die Krankheitsanfälligkeit der Bombay-Katzen ist eher unbedeutend. Erbkrankheiten sind unbekannt. Dennoch sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Katze aus einer guten Zucht stammt. Da die Rasse äußerst selten ist, ist der Genpol sehr klein und durch Inzucht kann es zu Problemen kommen. Aus diesem Grund werden in der Zucht ab und an Katzen der drei Ursprungsrassen eingekreuzt.

Wie bei anderen Rassen auch, können innere und äußere Parasiten auftreten, vor allem bei Katzen, die auch als Freigänger gehalten werden.

Des Weiteren muss auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Übergewicht sollte schon im Sinne des schmalen Körperbaus vermieden werden. Bei guter, artgerechter Haltung mit dem richtigen Futter und entsprechender Gesundheitsvorsorge, kann die Lebenserwartung weit über den genannten 15 Jahren liegen und bis zu 19 Jahre erreichen.

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