Die Ceylon-Katze stammt von der Insel Sri Lanka, die früher Ceylon hieß. Diese Katzenrasse wurde nicht von Menschen gezüchtet, sondern entwickelte sich natürlich und unbeeinflusst. Entdeckt wurden die Katzen von einem italienischen Tierarzt 1964. Sie gefielen ihm in ihrem Äußeren und ihrem Wesen so gut, dass er sie nach Europa brachte. Noch heute ist die Ceylon-Katze in Deutschland äußerst selten.

Beschreibung

Die Ceylon-Katze wird erst seit 1984 auf Katzenausstellungen gezeigt und ihre Anerkennung als eigenständige Rasse erfolgte noch später. Katzen dieser Rasse sind kleiner als andere Hauskatzen, zum Teil können sie gegenüber anderen Rassen wie Jungtiere wirken. Die Männchen sind zumeist etwas kräftiger gebaut als die Weibchen. Die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, die gesamte Statur wirkt feingliedrig und zierlich. Das Fell ist kurz und seidig glatt. Obwohl es meist sand- oder goldfarben ist, können auch andere Farbvarianten auftreten. Immer jedoch ist das Fell gemustert mit Streifen und Tupfen. Die Augen sind groß, liegen weit auseinander und besitzen einen leicht verträumten Ausdruck. Die Augenfarbe ist entweder gelb oder grün. Das wichtigste Merkmal ist die ausgeprägte M-Zeichnung auf der Stirn.

Weitere wichtige Eigenschaften der Ceylon-Katze in der Übersicht:

  • Gewicht: beide Geschlechter 3-5kg
  • Erreichbares Alter: 17 Jahre
  • Farbe: unterschiedlich, meist sand oder gold
  • Größe: klein bis mittelgroß
  • Preis: sehr selten, dementsprechend teuer
  • Aktivität: mittel
  • Charakter: neugierig, verschmust
  • Pflege: unkompliziert, da Kurzhaarkatze
  • Krankheitsanfälligkeit: gering

Ceylon-Katze: Charakter

Familien mit Kindern und Haustieren stellen für die Ceylon-Katze kein Problem dar. Sie ist aufgeschlossen und neugierig genug, um mit neuen Situationen gut zu Recht zu kommen. Da sie sehr wärmeliebend ist, ist sie die ideale Wohnungskatze.
Dennoch gilt sie als lebhaft und aktiv, sie benötigt also durchaus viel Beschäftigung und wenn möglich, gesicherten Auslauf.
Von ihrem Besitzer fordert die Katze recht viel Aufmerksamkeit, man sollte immer genug Zeit einplanen um mit ihr spielen zu können.

Haltung und Pflege

Die Pflege dieser Kurzhaarrasse ist unkompliziert. Den meisten Pflegeaufwand erledigt die Katze selbst. Ab und an das Fell zu bürsten, kann für sie jedoch sehr angenehm sein.

Wird die Katze als reine Wohnungskatze gehalten, braucht sie eine dementsprechende Einrichtung. Es dürfen Klettermöglichkeiten, warme Ruheplätze, Spielmöglichkeiten, Katzentoiletten und Futter- bzw. Wassernäpfe nicht fehlen.

Ebenso sinnvoll ist es, die Katze nicht als Einzeltier zu halten. Ein Artgenosse ist gerade dann unverzichtbar, wenn die Katze über längere Zeit am Tag allein bleiben muss. Bei zwei Katzen kommt das Wesen, die Eigenschaften und das Temperament dieser Rasse erst so richtig zur Geltung.

Da die Ceylon-Katze auf natürliche Weise entstanden ist, sind keine Erbkrankheiten, die auf eine zu strenge Zucht zurückzuführen sind, bekannt. Wie bei allen Katzen gilt auch bei der Ceylon, dass vor dem Kauf der Züchter und seine Zucht genau in Augenschein genommen werden sollte.

Wird die Katze als Freigängerin gehalten, muss auf innere und äußere Parasiten geachtet werden. Sinnvoll ist sowohl ein regelmäßiges Entwurmen, gerade wenn es auch Kinder in der Familie gibt, als auch Mittel gegen Zecken und Flöhe einzusetzen.
Wichtig ist zudem eine gesunde, artgerechte Ernährung. Dies verhindert Übergewicht, auf falsche Ernährung zurückzuführende Erkrankungen und verlängert die Lebensdauer.

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