Neben besonders großen Katzenarten, die teilweise bis zu 10 kg auf die Waage bringen und rund 130 cm groß werden können, gibt es auch ungewöhnlich kleine Katzenrassen. Die kleinen Fellnasen bestechen durch ihr zierliches Erscheinungsbild und erinnern teilweise sogar an Jungtiere. Du wünschst Dir schon seit längerem ein kleines Haustier? Dann möglicherweise eine dieser kleinbleibenden Katzenrassen etwas für Dich sein. Ob Munchkin Shorthair oder Devon Rex – wie alle anderen Tiere, zeichnen sich auch die kleinen Samtpfoten durch unterschiedliche Merkmale und Ansprüche aus. Welche fünf kleine Katzenrassen es gibt und was bei deren Haltung und Pflege zu beachten ist, erfährst Du hier.

Singapura Katze

Die Singapura Katze gilt nicht nur als kleinste der Welt, sondern auch als seltenste. Dieser Seltenheitswert hat seinen Preis: Wer sich die winzige Katze anschaffen möchte, muss bis zu 1000 Euro hinlegen. Die Singapura Katze, die im Jahr 1975 von einer amerikanischen Familie eingeführt wurde, überzeugt jedoch mit zahlreichen positiven Eigenschaften. Die kleine Katzenrasse ist liebevoll, spielt gerne und ist absolut menschenbezogen. Auch ist es kein Problem, wenn man ihr einen Artgenossen zur Seite stellen möchte. Denn das winzige Tier mit den spitzen Ohren ist in diesem Punkt aufgeschlossen und unkompliziert. Ihren Besitzer schließt der Winzling schnell ins Herz und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Auf größere Veränderungen in ihrem Umfeld reagiert die Singapura Katze allerdings empfindlich, da sie großen Wert auf Beständigkeit und Sicherheit legt.

Auch optisch sticht diese außergewöhnliche Samtpfote hervor: Neben ihrem geringen Gewicht sind für das kleine Tier eine gelb-beige Fellfarbe, die großen Augen und Ohren, sowie kurze Beine charakteristisch. Dabei ähnelt sie stark einer Wildkatze. Die Singapura Katze ist pflegeleicht und kann bis zu 20 Jahre alt werden, wenn sie artgerecht und in einem liebevollen Zuhause gehalten wird. Allerdings leidet die kleine Katzenrasse nicht selten unter einem schwachen Immunsystem und ist daher krankheitsanfälliger, als manch andere Katzenarten.

Bombay-Katze

Die Bombay-Katze beinhaltet sowohl Eigenschaften einer American Shorthair, als auch einer Burma-Katze und hat dabei auch noch eine erstaunliche Ähnlichkeit mit einem Panther. In Europa wird die kleine Katzenrasse sehr selten gehalten, weshalb sie auch meist nur sehr teuer zu erstehen ist. Ihr schönes, glänzendes Fell ist schwarz, glatt und kurz. Die elegante Fortbewegungsart einer Bombay-Katze gleicht der einer typischen Raubkatze.

Die kleine Fellnase gilt als äußerst sozial und familienfreundlich. Aufgrund ihrer geduldigen Art kann man sie mit gutem Gewissen mit Kindern in Kontakt kommen lassen. Die Bombay-Katze ist für ihre Neugierde bekannt, daher wird empfohlen, sie in der Wohnung zu halten. Im Freien verläuft sie sich schnell und verunglückt möglicherweise sogar. Neben wöchentlichem Bürsten ist bei der Pflege dieser kleinen Katzenrasse nichts Außergewöhnliches zu beachten. Bei artgerechter Haltung erreicht die Bombay-Katze gut und gerne über 15 Lebensjahre.

Munchkin Shorthair

Die Munchkin Shorthair ist eine der umstrittensten Katzenrassen überhaupt. Sie sticht insbesondere durch ihre kurzen Beine hervor, die auf eine seltene Genmanipulation zurückzuführen sind. Eine Katze dieser Art hat mit einer Größe von gerade einmal 13,34 cm sogar schon den Guiness World Record der kleinsten Katzenrassen geknackt.

Die Munchkin Shorthair, die unzweifelhaft zu den kleinen Katzenrasse erinnert mit ihren kurzen Beinen ein wenig an einen Dackel. Auch wenn dieses Merkmal süß und unbeholfen aussieht, hat die Munchkin-Shorthair damit häufig zu kämpfen. So kann sie zum Beispiel wegen ihrer kurzen Beine ihre Fellpflege kaum selbst betreiben. Auch leidet sie häufig unter Erbkrankheiten und einer verschlissenen Wirbelsäule.

Sie ist mit ihrem ruhigen, besonnenen Charakter eine angenehme Zeitgenossin, die sich auch gerne einmal an ihren Besitzer anschmiegt, um eine Runde zu kuscheln. Aber auch ihrem Spielzeug widmet sich die Munchkin Shorthar gerne hin und wieder einmal. Eine regelmäßigen Fellpflege ist im Hinblick auf die Pflege besonders wichtig. Besitzer dieser kleinen Katzenrasse sollten sich aber auch im Klaren darüber sein, dass die Munchkin Shorthair nicht selten gesundheitliche Beschwerden aufweist. Eine Haltung dieser Katzenart sollte also wohlüberlegt sein.

Devon Rex

Diese exotische Katzenart sticht vor allem durch ihr außergewöhnliches Fell hervor. Dieses gleicht dem eines Rex-Kaninchens, worauf auch der Name basiert. Neben ihrem schönen, kurzen und gewellten Fell zeichnen die Devon Rex auch ihre fledermausartigen Ohren und weit auseinanderliegenden Augen aus. Die kleinbleibende Katze ist sehr anhänglich, verschmust und benötigt besonders große Aufmerksamkeit. Gleichzeitig muss sie aber auch regelmäßig die Möglichkeit besitzen, sich auszutoben und zu spielen, um ihrem Drang nach Aktivität gerecht werden zu können.

Da sie nicht über langes Fell verfügt, sollte sie in einer ausreichend warmen Umgebung zuhause sein. Auch hat sie einen ausgesprochen großen Appetit, da sie wegen des kurzen Fells viel Energie verbraucht. Auch ein regelmäßiges Bürsten des gewellten Fells ist erforderlich. Ansonsten ist die Lockenkatze überwiegend robust und leidet eher selten an Krankheiten. Nur das Zahnfleisch ist etwas anfällig, weshalb man dieses besonders im Blick behalten sollte.

Ceylon-Katze 

Die Ceylon-Katze ist ebenfalls eine winzige Katzenart. Ihr Bestehen ist allerdings nicht auf eine menschliche Züchtung, sondern auf eine natürliche Entwicklung zurückzuführen. Hierzulande findet man die kleine Katze jedoch nur sehr selten. Kleine Katzenrassen sehen häufig besonders niedlich aus. So auch die Ceylon-Katze, denn äußerlich wirkt sie ein wenig wie ein junges Kätzchen, auch wenn die Männchen meist etwas kräftiger sind, als die Weibchen. Ihre zierliche Statur und das kurze, gemusterte und glatte Fell zeichnen die Samtpfote aus.

Farbtechnisch gibt es zwar überwiegend gold- bzw. sandfarbene Ceylon-Katzen, aber auch andere Varianten sind nicht auszuschließen. Da sie über einen hohen Seltenheitswert verfügen, sind sie meist entsprechend teuer. Die kleine Katzenart ist verschmust, neugierig, aktiv, lebhaft und hat einen hohen Drang nach Beschäftigung und Auslauf. Was die Pflege betrifft, ist die Ceylon-Katze wenig kompliziert. Das Fell sollte selbstverständlich hin und wieder gebürstet werden. Wie die meisten anderen Katzenarten, möchte auch sie ungerne lange alleine sein und benötigt in diesem Fall einen Artgenossen. Erbkrankheiten sind keine bekannt. Aufgrund ihrer natürlichen Entstehungsart ist die Kurzhaarkatze sehr robust, eine gesunde Ernährung ist trotzdem wichtig und wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Ceylon-Katze aus.

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