Die Sibirische Katze ist das ideale Haustier für Familien. Sie kommt nicht nur gut mit anderen Haustieren wie Hunden oder weiteren Katzen aus, sondern besitzt auch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Als „Rudeltier“ sollte sie daher auch nicht alleine gehalten werden. Mit ihrem Wesen zeichnen sie sich als sehr menschenbezogen aus.

Sibirische Katze: Kurzinfo

Die Waldkatze, wie die sibirische Katze auch genannt wird, liebt das Wasser, klettert und spielt natürlich gerne. Sie gilt als äußerst robust und neigt daher auch weniger zu Krankheiten. Die sibirische Katze ist ein reines Rassetier und wird als mittelgroß bis groß beschrieben. Vor allem beeindruckt die Rasse durch ihr üppiges und dichtes Fell. Der Körperbau ist im Vergleich zu normalen Hauskatzen muskulös und sehr ausgeprägt. Das spiegelt sich auch in ihrem Gewicht wieder. Kater werden im Durchschnitt fünf bis acht Kilogramm schwer. Katzen hingegen drei bis sechs Kilogramm.

Der Hals ist eher kurz gehalten, dafür aber im Verhältnis zum Körper sehr kräftig. Die Beine und Pfoten sind entsprechend zum restlichen Körperbau kräftig und groß. Der Schwanz ist buschig behaart und läuft im Ansatz spitz zu. Das mittellange Fell hat eine dichte Unterwolle, die von einem wasserabweisenden und gröberen Deckhaar geschützt wird. Somit haben die sibirischen Katzen aufgrund ihrer Herkunft die Möglichkeit, bei Minustemperaturen nicht zu erfrieren. Die Kopfform ist eher breit und kurz und mit tiefen Wangenknochen versehen. Die Katze gibt es in vielen verschiedenen Farben. Die Lebenserwartung sibirischer Katzen liegt zwischen zwölf und fünfzehn Jahren.

Charakter der sibirischen Katze

Der Charakter einer sibirischen Katze kann hin und wieder etwas eigenwillig sein. Das entspricht auch dem Verhalten des sibirischen Huskys. Die sibirischen oder nordischen Rassen sind sehr selbstständig. Mit ihrer mutigen und lebhaften Art nimmt die sibirische Katze gerne am Leben ihrer Menschen-Familie teil. Dabei zeigt sie großes Interesse für ihr Umfeld, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Mit anderen Katzen versteht sie sich sehr gut und ist geneigt, ihren Bewegungsdrang gerne auszuleben. Von daher eignet sich die Katze durch ihr einfaches und friedliches Wesen ideal als Familienhaustier.

Mit Ihrer Anhänglichkeit fügt sie sich gut in die Gesellschaft einer Familie ein. Daher freut sie sich vor allem auch über Artgenossen oder andere Haustiere in ihrer Nähe. Aus diesem Grund sollte die Katze auch nie alleine gehalten werden, da sie bedingt durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten Gesellschaft benötigt. Ihr Spieltrieb ist sehr groß, kann aber auch schnell in eine faule und müde Stimmung kippen. Vor allem zeigt sie im Vergleich zu vielen anderen Katzen Mut, da sie weder Angst vor Wasser noch sonstigen Herausforderungen im Haushalt hat. Trotz ihres Mutes und ihrer Eigenständigkeit ist die Katze auch ein sehr anhängliches Haustier, das täglich seine Schmuseeinheiten fordert. Sie ist Menschen oder anderen Artgenossen sehr herzlich gegenüber ist und so gut wie gar nicht aggressiv.

Sibirische Waldkatze auf der Wiese

Pflege

Sibirische Katzen sind von Grund auf sehr pflegeleicht, haben aber einen gewissen Bewegungsdrang. Deshalb sollte auch ausreichend Bewegung ermöglicht werden. Etwa durch die Möglichkeit, die Katze auf einen gesicherten Balkon zu lassen oder im Idealfall in ein Freigehege. Dennoch eignet sie sich sehr gut als Wohnungskatze. Mit einem Kratzbaum und gelegentlichen Spieleinheiten findet sie sicherlich ausreichend Bewegung.

Das Fell der sibirischen Katze bedarf keiner sonderlichen Pflege. Während der warmen Monate reicht es vollkommen aus, das Fell wöchentlich zu bürsten.
Beim Schwanz ist eine besondere Pflege sehr wichtig. Sollten hier Haare ausfallen oder rausgerissen werden, benötigt es Jahre, bis sie wieder nachwachsen. Wichtig sind auch die richtigen Bürsten für die Fellpflege. Verfilzungen können mit Hilfe des Filzmessers zunächst vorsichtig aufgelöst und anschließend ausgebürstet werden. Anschließend werden die abgestoßenen Haare mit der Zupfbürste entfernt. Mit der Fusselbürste lassen sich problemlos die Katzenhaare entfernen.

Es ist ebenfalls darauf zu achten, regelmäßig das Sekret aus den Augenwinkeln der Katzen zu entfernen. Auf die Krallen solltest Du regelmäßig einen Blick werfen. Auch wenn sich die Krallenlänge von alleine reguliert, kann sich die Katze auch mal eine Pfote einklemmen oder eine Kralle herausbrechen. Das kann zu Entzündungen führen, die auf jeden Fall von einem Tierarzt begutachtet und behandelt werden müssen.

Typische Krankheiten

Die sibirische Katze gilt als äußerst robustes Haustier und ist dementsprechend auch nur selten krank. In der Regel sind Tierarztbesuche nur bei Impfungen notwendig. Falls Gesundheitsprobleme auftreten, könnte diese am Fell erkannt werden.

Wie fast bei allen Tieren gilt: Glänzt das Fell, ist das Tier gesund. Wirkt das Fell eher glanzlos, struppig oder zeigt Mottenlöcher, Verklebungen oder kahle Stellen, könnten das möglichen Indizien auf eine Krankheit sein. Sollte die Katze keine oder nur unregelmäßige Körperpflege durchführen, könnte das auch ein Signal für eine Krankheit sein. Vor allem Virusinfekte kommen bei Katzen häufiger vor. Das spiegelt sich dann in Appetitlosigkeit, Fieber oder Mattigkeit wieder. Sollte ein Virusbefall vorliegen, können diese zunächst eine lange Zeit im Körper ruhen, bis diese ausbrechen. Von daher solltest Du immer auf eine regelmäßige Impfung achten.

Am besten setzt Du Dir einmal pro Woche einen festen Termin, um das Tier nach möglichen Krankheiten zu begutachten. Wichtig dabei sind vor allem die Augen, das Fell, das Gewicht, Hautstellen und die gesamte Konstitution. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, ist es ratsam, den Tierarzt aufzusuchen.

Geschichte

Ihren Ursprung hat die sibirische Katze in Russland und der Ukraine. Genauer gesagt in Sibirien, was auch zum Namen der Katze geführt hat. Dort soll sie vor vielen Jahrhunderten entstanden sein und bereits damals schon als Hauskatze bei den Menschen gelebt haben. Von daher zählt man die „Sibiskaya Koschka“ zu den natürlichen Rassekatzen, da sie ohne menschlichen Einfluss entstanden ist.

Genau wie sibirische Huskys zählt die sibirische Katze zu der Gattung von Tieren, die sehr kälteresistent sind. Das hat sie bei der russischen Bevölkerung in der sibirischen Region so beliebt gemacht. Bislang hat man über ihre Vorgänger keine weiteren Erkenntnisse. Erstmals wurde die Waldkatze 1895 schriftlich erwähnt. In den siebziger Jahren begann man in Russland erst mit der gezielten Züchtung. In den darauffolgenden Jahren kam die sibirische Katze immer mehr in Westen Europas vor und wurde 1991 offiziell als Rasse anerkannt. Trotz der Widerstände einiger Waldkatzenzüchter, wie zum Beispiel der norwegischen Waldkatze, etablierte sich die Katze auf Grund Ihrer Robustheit und ihrem sozialen Verhalten immer mehr und gehört heutzutage zu einer der beliebtesten Hauskatzen.

Bildquelle:

  • Sibirische Katze sitzend: ©RitaE - Pixabay.com
  • Sibirische Katze auf der Treppe: ©giomione - Pixabay.com