Die Sphynx-Katze (manchmal auch in der Schreibweise Sphinx) ist eine Katzenrasse, die kein Fell besitzt. Deshalb eignet sie sich gut für Menschen, die gegen Katzenhaare allergisch sind. Aber auch viele Nichtallergiker schätzen das freundliche und anhängliche Wesen und die Gelehrigkeit dieser Nacktkatze. Die Rasse ist nach der Sphynx aus dem alten Ägypten benannt und entstand durch eine zufällige Laune der Natur. 1966 brachte eine Hauskatze in Kanada ein haarloses Kätzchen zur Welt. Seitdem wird die Sphynx gezielt gezüchtet und hat viele Liebhaber, aber auch Kritiker, bekommen. In diesem Rassenporträt erfährst Du alles Wichtige über Aussehen, Charaktereigenschaften und typische Krankheiten der Sphynx-Katze. Außerdem bekommst Du Infos zur Pflege dieser besonderen Katzenrasse.

Beschreibung

Die Sphynx ist eine Katze von mittlerer Größe und muskulöser Statur. Sowohl weibliche als auch männliche Tiere bringen in der Regel ein Gewicht von 3,5 bis sieben Kilogramm auf die Waage. Trotz ihrem stämmigen Körperbau hat die Rasse eine elegante Erscheinung. Diese rührt daher, dass ihre Knochen recht zierlich gebaut sind. Sie hat ein deutlich hervortretendes Becken und die Beine sind von mittlerer Länge. Die hinteren sind dabei etwas länger als die vorderen.

Der Schwanz ist am Ansatz recht dick, wird dann jedoch immer dünner und endet in einer Spitze. Der Kopf ist nahezu rund mit ausgeprägten Wangen und viel Kinn. Die großen Ohren haben abgerundete Spitzen und einen breiten Ansatz. Innendrin wachsen keine Haare. Die mittelgroßen Augen sind mandelförmig und stehen etwas schräg. Alle Augenfarben sind möglich. Meist sind sie der Hautfarbe der Katze angepasst.

Sphynx-Katze

Das Auffälligste an der Sphynx ist jedoch, dass sie kein Fell hat. Sie gehört zu den Nacktkatzen. Ihre Haut ist leicht ledrig und nur von einem zarten Haarflaum überzogen. Die Haut ist häufig faltig, vor allem im Bereich der Schultern und zwischen den Ohren. Die Sphynx-Katze kommt in allen Farben und Zeichnungen vor.

Manchen Sphynx fehlen die Tasthaare. Diese Tiere gelten in Deutschland als Qualzuchten, denn Katzen brauchen ihre Tasthaare zur Orientierung. Die Züchtung von Sphynx ohne Tasthaare ist deshalb verboten. Tierschützer warnen davor, diese zu kaufen und die illegale Zucht damit zu unterstützen. Auch aus Mitleid sollte keine Qualzucht gekauft werden. Die Tiere, die Tasthaare haben, können aber ganz legal gekauft und gehalten werden. Vor dem Kauf einer Sphynx sollte unbedingt überprüft werden, ob der Züchter seriös ist. Bei vermeintlichen Schnäppchen ist Misstrauen angebracht. Der Preis für ein verantwortungsvoll gezüchtetes Kätzchen dieser Rasse beträgt 600 Euro und mehr. Bei guter Pflege kann eine gesunde Sphynx ein Alter von rund 18 Jahren erreichen.

Sphynx-Katze: Charakter

Die Sphynx hat ein freundliches und anhängliches Wesen. Sie bindet sich stark an ihren Menschen und kuschelt und spielt gerne. Ihre Zuneigung kann allerdings manchmal aufdringlich wirken. Andererseits maunzt die Sphynx selten, sodass sich kein Nachbar gestört fühlen muss. Die Sphynx hat Temperament und kann beim Spielen frech werden. Generell ist sie aber leicht zu erziehen, weil sie sehr intelligent und lernwillig ist. Wegen ihrer Folgsamkeit, die für Katzen recht untypisch ist, wird die Sphynx manchmal mit Hunden verglichen. Die intelligente Rasse langweilt sich schnell und sucht stets nach Beschäftigung. Weil sie zudem sehr gesellig ist, fühlt sie sich wohl, wenn sie mit anderen Katzen gemeinsam gehalten wird.

Typische Krankheiten

Weil ihr das schützende Fell fehlt, neigt die Sphynx-Katze zu Unterkühlung und Sonnenbrand. Darauf muss bei der Haltung Rücksicht genommen werden. Der Genpool der Rasse ist recht klein, sodass es zu Inzucht und den daraus folgenden Fehlbildungen kommen kann. Verantwortungsbewusste Züchter achten jedoch streng darauf, nur nicht verwandte Tiere miteinander zu verpaaren. Ansonsten gibt es keine rassetypischen Krankheiten oder stark verbreitete Erbkrankheiten.

Sphynx-Katze liegt auf einer Decke

Pflege

Bei der Haltung einer Sphynx-Katze muss auf ihr fehlendes Fell Rücksicht genommen werden. Sie friert schnell und darf deshalb nur an warmen, windstillen Tagen nach draußen. Auch auf Durchzug in der Wohnung reagiert sie empfindlich. Zu den häufigen Problemen bei der Haltung einer Sphynx gehört auch, dass sie leicht einen Sonnenbrand bekommen kann. Dies ist vor allem bei Katzen mit heller Haut schnell geschehen. Deshalb sollte sie vor dem Freigang mit Sonnencreme eingecremt werden. Diese darf keine Duft- oder Farbstoffe enthalten, um die Haut der Katze nicht zu reizen. Weil die Sphynx viel Wärme über ihre nahezu haarlose Haut verliert, hat sie einen höheren Energiebedarf als andere Rassen. Deswegen braucht sie mehr Futter als ihre pelzigen Artgenossen.

Die Sphynx kann den Talg, den ihre Haut produziert, nicht über das Fell aufnehmen. Deshalb muss sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt oder gebadet werden. Anschließend muss sie gründlich abgetrocknet werden, damit sie nicht friert. Augen und Ohren sollte der Tierarzt säubern. Dieser berät auch über das richtige Maß an Körperpflege, denn zu viel Reinlichkeit tut der Haut der Sphynx wiederum nicht gut.

Zu den herausragenden Eigenschaften der Sphynx gehört ihre Geselligkeit. Sie benötigt viel Zuwendung und muss mit Kuscheln und Spielen beschäftigt werden, damit sie sich nicht langweilt. Besonders wohl fühlt sie sich in Gesellschaft von anderen Katzen. Deshalb ist es ratsam, mindestens zwei Sphynx anzuschaffen.

Bildquelle:

  • zwei-sphynx-katzen-liegen-auf-dem-bett: © Pixabay
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