In der Liste von Katzenrassen sind alle Katzen aufgeführt, die von Menschen ihrer Schönheit wegen gezüchtet werden. Welche es gibt, erfährst Du im folgenden Artikel.

Darüber hinaus gehören auch Kleinkatzen wie Ozelot oder Puma und Luchs sowie Großkatzen wie Leopard, Löwe, Jaguar, Tiger und Geparden sowie Wildkatzen von der Größe der Hauskatzen zu den Katzenarten.

Geschichte der Rassekatzenzucht

Überlieferungen über den genauen Beginn der Zucht von Hauskatzen sind nicht ausreichend exakt. Fakt ist allerdings, dass die Angora- und Siamkatze bereits seit vielen Jahrhunderten als Hauskatzen gehalten und auf Schönheit gezüchtet werden. Langhaarkatzen stammen eventuell aus dem Orient, Kurzhaarrassen auch von asiatischen und europäischen Hauskatzen. Richtig populär auch in Kreisen weniger privilegierter Menschen wurde die Zucht neuer Katzenarten im 19. Jahrhundert. Seit 1871 werden immer neue Schönheitsideale bei Hauskatzen auf regelmäßigen Rasseausstellungen gekürt und bestimmt.

Obwohl eine Rassekatze inzwischen für jedermann bezahlbar geworden ist, gelten die exquisitesten Neuzüchtungen weiterhin als Privileg gut betuchter Katzenbesitzer. Bei den Zuchttrends sind Kurzhaarrassen beliebter als langhaarige Züchtungen. Dennoch behaupten sich pflegeaufwändige Halblanghaar- und Langhaarrassen vor allem bei Liebhabern traditioneller Zuchten weiterhin.

Wie viele Katzenrassen gibt es? - Langhaarkatze mit blauen Augen liegt auf dem Bett

Einteilung der Katzenrassen

Derzeit erkennen felinologische Dachverbände 40 Katzenrassen von Hauskatzen an. Unterschieden wird dabei nach Felllänge und -farbe, Gesichtsform, Körpergröße und anderen als schön eingestuften Körpermerkmalen. Während sich bei Wildkatzen das lange Fell eher als hinderlich erwies, können Hauskatzen durchaus langhaarig durchs Leben schleichen – die tägliche Pflege durch den Katzenbesitzer vorausgesetzt. Zu erwarten ist beim derzeit anhaltenden Trend zur Züchtung neuer Katzenarten, dass sich die Liste von Katzenrassen bald erweitert. Da allerdings nicht alle Katzen durch Zucht gesundheitlich vorteilhaft ausgestattet sind, werden viele Neuzüchtungen nicht anerkannt. Diese folgenden drei Katzenarten nach Felllänge lassen sich als Obergruppe der Katzenrassen beschreiben:

Langhaarkatzen

Die Angorakatze gilt züchterisch als die „Mutter der Langhaarkatzen“. Besonders ab dem 17. Jahrhundert wurden diese anschmiegsamen, pflegeintensiven Hauskatzen mit weißem, langem Fell häufiger gezüchtet. Genetisch ist die Angorakatze eine robuste Katze mit wenigen Handicaps einer Überzüchtung. Allerdings bedarf das lange Fell täglich intensiver Pflege, um ein Verfilzen oder einen Parasitenbefall lebenslang sicher zu verhindern. In der freien Natur bietet das weiße Fell ohne weitere Zeichnung keine Tarnmöglichkeit. Dies würde die Überlebenschancen von freilaufenden Angorakatzen außerhalb der Existenz als Hauskatze deutlich einschränken. Weitere aktuell gezüchtete Langhaarkatzen sind:

– Perser, Coloupoint und Non Pointed Himalayan – Diese Hauskatzen zeichnen sich durch eine warme, schöne Fellfarbe und -textur aus. Allerdings verursacht die stumpf gezüchtete Nase je nach Zuchtlinie Atemprobleme. Ebenfalls bedürfen die Augen, die leicht zum Tränen neigen sowie der gedrungene Rachen intensiver Pflege durch die Katzenbesitzer. Seriöse Züchter versuchen, durch kluge Zusammenstellung der Elternpaare einige dieser sehr alten Rasseprobleme zu minimieren.

– Kartäuser- und Malteserkatze – Beide haben ein historisches dunkles bzw. helles Blau-Grau gemeinsam. Allerdings liegt die Kartäuserkatze im Züchtertrend seit dem 17. Jahrhundert etwas vor der Malteserkatze. Nicht verwechselt werden dürfen blau-graue Perserkatzen mit der Malteser- oder Kartäuserkatze. Denn sie haben nur die exzellente Fellfarbe, nicht aber Felllänge, Körpergröße oder Gesichtsform gemeinsam.

– Exotic Longhair – Diese Mode-Katzenrasse stammt grundsätzlich vom Stammbaum der Exotic Shorthair ab, wurde also erst im Verlauf der Zuchtgeschichte von kurzhaarig auf langhaarig gezüchtet.

Wie viele Katzenrassen gibt es? Birma-Katze Halblanghaarkatze mit blauen Augen

Halblanghaarkatzen

38 der derzeit 40 Katzenarten unter den gezüchteten Hauskatzen sind der Züchtung von Halblanghaarkatzen zuzuordnen. Rassen wie der American Bobtail Longhair oder Curl Longhair stellen dabei eine optische Grenze zu echten Langhaarkatzen dar. Halbe Haarlänge oder gar langes Haar nur an bestimmten Körperteilen sind Modezüchtungen, die vor allem der Experimentierfreudigkeit amerikanischer Katzenliebhaber zur verdanken sind. Geblieben sind bei Rassen wie der Birma-Katze mit ihrer dunklen Maske, dem Highlander (Britisch Langhaar) oder Deutsch Langhaar einige Nachteile im Pflegeaufwand sowie gesundheitlich besondere Empfindlichkeit.

Beobachtet werden kann allerdings im Züchtertrend, dass die Menschen unter dem Druck der Rasseverbände immer besser auf mögliche Nachteile reagieren und möglichst gesunde Elternkatzen mit möglichst geringfügigen Überzüchtungsmerkmalen verpaaren. In der Robustheit einiger Halblanghaarkatzen wie dem Japanese Bobtail Longhair oder der großen Maine Coon sowie dem La Perm Longhair sind die überlebensfähigen Gene früherer, kurzhaarige Wildkatzen enthalten. Vielfach erinnert die Tigerzeichnung des langhaarigen Fells noch an diese Vorfahren.

Kurzhaarkatzen

Viele gezüchtete Katzenarten zeigen die Schönheitsmerkmale wilder Verwandter. So finden sich Tupfen des Ozelots bei der California Spangled, Leopardflecken bei Bengalkatzen oder Streifen von Wildkatzen bei der Brasilianisch und Britisch Kurzhaar. Viele der modernen, anerkannten Kurzhaarkatzen in der aktuellen Liste von Katzenrassen unterscheiden sich ausschließlich in der Herkunft ihrer Zucht.

Die äußeren Merkmale sind ähnlich, die gesundheitliche Verfassung meist sehr gut. Ausnahmen sind Sonderzüchtungen wie Nacktkatzen, die anfällig für Hautkrankheiten sind oder Kurzhaarkatzen mit speziell geknickten Ohren (Scottish Fold Shorthair) sowie weiterhin die Neuzüchtungen stumpfgesichtiger Varianten mit erheblichen Problemen bei der Nahrungsaufnahme und teilweise Atmung.

Wie viele Katzenrassen gibt es? - Britisch Kurzhaar katze reinrassig in grau

Wann ist eine Katze eine Rassenkatze?

Hauskatzen sind dann Rassekatzen, wenn sie den Vorgaben zugelassener felinologischer Dachverbände entsprechen. Fellfarbe und -länge, die Textur sowie die gesamten Körperproportionen spielen dafür eine wichtige Rolle. Generell genügt bei manchen Hauskatzen bereits ein außergewöhnliches Merkmal wie eine spezielle Augenfarbe oder Maske, um diese als neue Katzenrasse in den Stammbäumen neuer Zuchtlinien zu etablieren.

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  • Wie viele Katzenrassen gibt es? – Langhaarkatze mit blauen Augen liegt auf dem Bett: © Pixabay
  • Wie viele Katzenrassen gibt es? – Birma-Katze Halblanghaarkatze mit blauen Augen: © Pixabay
  • Wie viele Katzenrassen gibt es? – Britisch Kurzhaar katze reinrassig in grau: © Pixabay
  • Wie viele Katzenrassen gibt es? – Katzengruppe mit mehreren Katzen nebeneinander sitzend: #66773577 | © absolutimages – fotolia.com