Wenn Deine Katze ein ängstliches Verhalten an den Tag legt, solltest Du stets Ursachenforschung betreiben um ihr bestmöglich zu helfen. Vielleicht musst Du einiges an Deinem Verhalten oder im Umfeld Deines Lieblings ändern, um ihr hierbei zu helfen.

Kurzinfo

In erster Linie solltest Du wissen, dass ein etwas ängstliches Verhalten bei Katzen angeboren ist. Diese Angst dient als Schutzmechanismus um Gefahren zu erkennen und ihnen aus dem Weg zu gehen. Wenn Deine Katze also in bestimmten Situationen Scheu und misstrauisch ist, ist das völlig normal.

Ursachen und Gründe

Die häufigste Ursache für eine ausgeprägte Angst bei Deiner Samtpfote werden negative Erfahrungen in der Vergangenheit sein. Sollte Deine Katze einmal eine negative Erfahrung mit einem Hund gemacht haben, wird sie mit Sicherheit bei dem nächsten Zusammentreffen mit einem Hund erneut ängstlich und vorsichtig reagieren. Der Geruch eines Hundes in der Nähe wird in ihr ebenfalls alle Alarmglocken schrillen lassen.

Ebenso kann Deine Katze durch grobes Verhalten eines Menschen, äußerst schreckhaft reagieren und schnell das Weite suchen, wenn diese Person in ihre Nähe kommt. Achte daher immer darauf wie Deine Gäste mit Deiner Katze umgehen. Vor allem bei kleinen Kindern, die ihre eigenen Kräfte noch nicht sehr gut kontrollieren können, solltest Du stets daneben stehen und dem Kind erklären, warum es die Katze nicht am Schwanz packen sollte oder sie nicht im Würgegriff halten sollte, auch wenn das Kind beteuert wie sehr es Deine Katze doch lieb hat.

Besondere Vorsicht solltest Du auch bei lauten Geräuschen an den Tag legen. Da Katzen von Natur aus sehr scheue Tiere sind und stets in Alarmbereitschaft stehen, sind plötzliche laute Geräusche ein Angstauslöser. Vor allem zu Silvester solltest Du Deine Katze nicht unbedingt am Fenster sitzen lassen, oder gar draußen im Garten freilaufen lassen, wenn das Feuerwerk beginnt. Dies könnte sie nämlich in Panik versetzen.

Ebenso solltest Du wissen, dass Katzen mit Veränderungen nicht besonders gut umgehen können. Deine Katze hat sich in Deinem Zuhause sozialisiert. Das bedeutet, sie hat sich an die Umgebung, in der sie lebt gewöhnt und angepasst. Dazu gehört das Abstecken ihres Reviers, sowie das Erlernen von Verhaltensregeln (Erziehung) durch Dich. Alles was nicht in ihrer Komfortzone passiert, löst Angst in ihr aus. Sei es der Transport in einer Tierbox, ein neues Haustier oder gar ein Umzug. Wobei der Umzug für eine Katze mit Sicherheit das schlimmste Erlebnis darstellen kann.

Angst bei Katzen: Ihre Körpersprache

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du die Angst Deiner Katze gleich erkennst, sei beruhigt. Wir erklären Dir anhand welcher Zeichen Du das erkennen kannst.

Schwanz

Solltest Du bei Deiner Katze beobachten, dass sie in manchen Situationen ihren Schwanz eng an den Körper legt, oder sogar einzieht, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass Deine Katze angespannt ist.

Peitscht Deine Katze mit ihrem Schwanz hin und her musst du reagieren. Dieses Verhalten zeigt, dass sie sich bedroht fühlt und noch nicht ganz sicher ist wie sie sich verhalten soll.

Fell

In der Natur sieht man häufig verschiedene Tierarten, die in Gefahrensituationen sich größer machen als sie sind um ihr Gegenüber einzuschüchtern. Auch Katzen verfügen über einen solchen Schutzmechanismus. Sie plustern ihr Fell nämlich auf. Sie erhoffen sich dadurch größer und bedrohlicher zu wirken um ihren Feind in die Flucht zu schlagen.

Ohren

Hat Deine Katze die Ohren eng angelegt, will sie damit anzeigen, dass sie kurz vor einer Reaktion steht. Hier entscheidet sie sich innerhalb von Sekunden ob sie angreift, oder die Flucht ergreift.

Fauchen

Jeder hat schon eine fauchende Katze gesehen und gehört. Sie wirkt angriffslustig und damit erfüllt das Fauchen auch seinen Zweck. Die Katze stößt durch ihr geöffnetes Maul scharf Atemluft aus. Dies ist ein eindeutiges Abwehrsignal und Du solltest es ernst nehmen.

So kannst Du Deine Katze beruhigen

In erster Linie ist es sehr wichtig, dass Du Deine Katze nicht unter Druck setzt und versuchst die Dinge die Deine Katze ängstigen auf ein Minimum zu reduzieren oder wenn möglich zu umgehen. Streichle Deine Katze nicht gegen ihren Willen. Versuche selbst ruhig zu bleiben, denn Katzen sind sehr feinfühlige Wesen und spüren auch Deine innere Unruhe.

Solltest Du regelmäßig Besuch bekommen von jemandem der einen Hund hat und Deine Katze auf den Hund sehr ängstlich reagiert, solltest Du Deinen Besuch bitten, wenn möglich ohne seinen Hund zu kommen. Sollte dies nicht möglich sein, halte die beiden Tiere in getrennten Räumen.

Wenn Du eines der oben genannten Körperzeichen an deiner Katze bemerkst, kannst Du auch hier handeln. Zieht deine Katze den Schwanz ein, kannst Du dich langsam hinunterbücken und Deiner Katze somit signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Durch das Bücken machst Du dich kleiner und somit wirkst Du nicht mehr so bedrohlich.

Plusterst sie ihr Fell auf zeigt sie Dir damit eindeutig, dass sie sich bedroht fühlt. Versuche den Grund der Bedrohung zu entfernen. Auch wenn dies bedeutet, dass Du den Raum verlassen musst. Zumindest für kurze Zeit.

Siehst Du wie sie ihre Ohren anlegt und dazu vielleicht auch noch faucht, solltest Du in Deckung gehen. Hier kommt es meistens gleich zu einem Angriff. Ziehe dich zurück und gib Deiner Katze ihren Freiraum. Wie auch wir Menschen, haben auch Katzen ihren persönlichen Rückzugsort. Sobald sich Deine Katze wieder sicher fühlt, wird sie wieder von alleine auf dich zu kommen.

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