Muss die Katze Abschied von einer Bezugsperson nehmen, kann das bedenkliche Folgen haben. Die Katze trauert durch den erlittenen Verlust. Für Katzenhalter ist es wichtig zu wissen, wie man dem Tier helfen kann.

Wenn wir Menschen trauern, können wir das beispielsweise durch Weinen ausdrücken. Tiere trauern auch, nur nicht so offensichtlich. Bei Katzen gibt es bestimmte Verhaltensweisen und Symptome, die Dir ihre Trauer verraten können.

Symptome, dass die Katze trauert

Katzen, die über Jahre bei dem gleichen Besitzer gehalten werden, bauen zu diesem ein enges Verhältnis auf. Wird das Tier von seiner Bezugsperson getrennt, kann der Stubentiger in Trauer verfallen. Eine Katze mit Trauerverhalten zieht sich zurück, aus einem lebhaften extrovertierten Tier, kann ein völlig phlegmatisches werden. Sie sitzen viel in der Ecke oder schlafen. Versuche das Tier aus der Reserve zu locken, scheitern meist.

Katze sitzt mit geschlossenen Augen da

Spieltrieb, Fresslust und Appetit können wenn eine Katze trauert stark gemindert sein, im schlimmsten Fall kann sich eine Art Depression entwickeln. Manche Tiere neigen auch zu aggressiven Verhalten. An der Körperhaltung lässt sich die Trauerbelastung ebenfalls feststellen, diese ist meist geduckt und starr. Für den Menschen ist das nicht leicht mit anzusehen, wenn ein Tier leidet, fühlen wir uns oft hilflos. Kommen andere Symptome, wie Abmagerung, Schwäche, Fellausriss oder übermäßiges Putzverhalten hinzu, kann es für die Stubentiger gefährlich werden.

So lange kann die Katzentrauer anhalten

Die Dauer der Trauer ist von Tier zu Tier unterschiedlich, durchschnittlich trauert die Katze zwei bis sechs Wochen. Manche Katzen benötigen aber auch mehr Zeit, um den Verlust zu verarbeiten. Entscheidend ist, dass Du Deinem Haustier die Zeit gibst, die es benötigt und nicht ungeduldig wirst oder Dich der Katze aufdrängst.

Trauer bei Katzen: Das kann dagegen helfen

Um Deinem Tier zu helfen, ist es wichtig, dessen Verhalten genau zu beobachten. Reagiert es positiv auf Deine Zuneigung, dann sind viel Streicheln und Sprechen in den nächsten Wochen eine gute Hilfestellung. Kommt die Katze dann von sich alleine auf Dich zu, ist das ein sehr gutes Zeichen. Wenn sie aber mit Abweisung oder aggressiven Verhalten auf Dich reagiert, solltest Du sie erst mal in Ruhe lassen. Setze Dich mit etwas Abstand vor die Katze hin und sprich mit ihr, Du kannst immer mal wieder versuchen, sie zu streicheln. Mit der Zeit wird sie es zulassen.

Katze wird am Kopf gestreichelt

Kleine Leckerlis oder Spielzeuge, wie eine Maus am Strick, können unterstützend eingesetzt werden. Wenn Du merkst, dass die Katze kein Interesse an dem Spielzeug hat, dann versuche es später noch einmal. Ihr damit ständig vor dem Gesicht herumzufuchteln wird sie am Ende eher stressen, als ihr Interesse zu wecken.

Muss der Stubentiger nach dem Verlust seines Herrchens oder Frauchens auch noch in ein neues Zuhause, ist es wichtig, ihm diesen Übergang so einfach wie möglich zu gestalten. Nimm in diesem Fall möglichst viele Sachen aus seinem Katzenheim mit. Die Futternäpfe, sein Spielzeug, unbedingt das Katzenbett und ruhig auch ein Kleidungsstück oder eine Decke, welche den Geruch der Bezugsperson trägt.

Auch, wenn es etwas seltsam klingt, aber der Verlust eines tierischen Gesellen wird von der Katze oft als nicht so belastend empfunden, wie der des vertrauten Menschen. Aber wenn der Fall eintreten sollte, dass ein tierischer Mitbewohner eingeschläfert werden muss, sollte dies nicht hinter dem Rücken der Katze passieren. Ist der Artgenosse von heute auf morgen einfach weg, kann das die Katze nicht verstehen. Gibst Du ihr aber die Möglichkeit, sich von ihrem Gesellen zu verabschieden, begreift das die Katze eher.

Bildquelle:

  • Katze sitzt mit geschlossenen Augen da: ©Engin_Akyurt - Pixabay.com
  • Katze wird am Kopf gestreichelt: ©Counselling - Pixabay.com
  • Traurige Katze liegt zusammengerollt im Eck: ©LeFrolin - Pixabay.com