Auch bei Katzen hat die Auswahl des richtigen Futters einen hohen Stellenwert. Aber insbesondere dann, wenn Dein Stubentiger in die Jahre kommt, musst Du auf die Ernährung alter Katzen achten. So sorgst Du dafür, dass Dein felliger Mitbewohner gesund bleibt und ein hohes Alter erreicht. Dabei ist anzumerken, dass keine Katze gleich ist und Du die Nahrung stets auf die individuellen Bedürfnisse Deines Tiers abstimmen musst.

Alterungsprozess von Katzen

Viele Katzenbesitzer stellen sich die Frage, ab welchem Lebensalter ein Stubentiger als „alt“ gilt. Generell ist diesbezüglich zu sagen, dass sich Katzen mit dem Alt-werden einiges an Zeit lassen. Gemäß den Futtermittelherstellern ist Dein Haustier bereits ab einem Alter von acht Jahren ein Senior. Diese Aussage ist jedoch nicht richtig. Zwar setzt ab acht Jahren der Alterungsprozess ein, aber als Senior kann eine Katze erst ab dem 12. Lebensjahr bezeichnet werden. Nicht zuletzt hängt es auch von Deinem Stubentiger selbst ab, wann der Prozess des Älter-Werdens letzten Endes einsetzt. Um die Zeichen richtig zu deuten, solltest Du Deine Katze also im Auge behalten. Denn wenn Dein Haustier in die Jahre kommt, verändern sich nicht nur dessen Bedürfnisse, sondern auch das Verhalten.

Anzeichen für den Alterungsprozess

  • Vermehrtes Ruhebedürfnis: Ältere Katze schlafen einfach länger. Dabei bevorzugen sie außerdem warme und weiche Orte. Oft sind sie auch an leicht erhabenen Stellen anzutreffen.
  • Die Katze sucht Deine Nähe: Betagte Tiere sind zumeist verschmuster und brauchen Deine Bestätigung. Um das Wohlbefinden Deiner Katze zu fördern, solltest Du auf das vermehrte Nähebedürfnis eingehen.
  • Der Spieltrieb nimmt ab: Zwar sind die meisten Stubentiger bis ins hohe Alter verspielt, allerdings sind die Tiere dabei weitaus ruhiger. Zudem fällt das Spiel zumeist kürzer aus, da die körperliche Erschöpfung früher einsetzt. Trotzdem darfst Du das Spielen mit der Katze nicht vernachlässigen. So förderst Du diese auch als Senior und wirkst einer innerlichen Resignation entgegen.
  • Sturheit und Verwirrtheit können auftreten: Auch Katzen können im höheren Alter senil werden. Dies äußert sich zumeist in einer gewissen Verwirrtheit. Wie alte Menschen, neigen dann auch unsere felligen Begleiter zu einer vermehrten Sturheit und Inflexibilität. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Du mit Deiner Senior-Katze tägliche Rituale pflegst. Veränderungen, die sie verwirren, solltest Du möglichst vermeiden.
  • Der Hunger nimmt ab: Wenn es um die Nahrungsaufnahme geht, zeigen sich viele ältere Katzen sehr zögerlich. Grund hierfür ist in den meisten Fällen eine, im hohen Alter oft auftretende, Abnahme des Geruchs- und Geschmackssinns. Erkennen lässt sich dies daran, dass der Stubentiger zwar am Futter schnuppert, aber anschließend ratlos vor der Schüssel sitzt. In diesem Fall kann es sich als ratsam erweisen, ein kleines Häppchen hinter den Fangzahn zu schieben. Dies kann den Appetit Deines Stubentigers schnell wieder anregen. Außerdem solltest Du das Futter vor dem Verzehr leicht anwärmen.
  • dies verstärkt den Geruch desselben, sodass ihn selbst ein Katzensenior wahrnehmen kann. Der Appetitverlust kann aber auch auf Erkrankungen an den Zähnen zurückzuführen sein. Zahnleiden solltest Du niemals auf eigene Faust behandeln – ziehe daher im Zweifelsfall einen Tierarzt zu Rate.

Die richtige Ernährung alter Katzen

Katzensenioren haben eine höhere Anfälligkeit für Erkrankungen der Verdauungsorgane. Den meisten Leiden kannst Du jedoch mit der richtigen Ernährung vorbeugen. In erster Linie solltest Du bei der Ernährung alter Katzen darauf achten, dass im Futter eine ausreichende Menge Eiweiß enthalten ist. Dieses regt nämlich die Nierenfunktion an. Allerdings darfst Du es mit dem Eiweiß auch nicht übertreiben – am besten hältst Du diesbezüglich mit einem Experten Rücksprache. Dieser kann Dir sagen, welche Menge an Eiweiß für Deinen Stubentiger die richtige Wahl ist.

Des Weiteren muss der Gehalt an Phosphor im Futter reduziert sein. Denn eine ältere Katze ist nicht mehr so stark auf diesen Inhaltsstoff angewiesen, sodass ihr Körper diesen nicht mehr adäquat verwerten kann. In diesem Kontext ist anzumerken, dass der Nährstoffbedarf bei Katzen-Senioren stabil ist. Allerdings sinkt der Energieverbrauch. Dies liegt zumeist daran, dass der ältere Stubentiger weniger aktiv ist. Aus diesem Grund ist auf die Nährwerte des betreffenden Futtermittels zu achten. So vermeidest Du, dass Dein Haustier zu viele Kalorien zu sich nimmt und im Alter überschüssige Pfunde ansetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Katzenfutter für Senioren kalorienärmer ausfällt und in seiner Zusammensetzung sämtliche Eigenschaften des veränderten Stoffwechsels berücksichtigt.

Futter für Katzensenioren: Kein Trockenfutter mehr

Wenn Katzen in die Jahre kommen, ist in erster Linie das Trockenfutter abzusetzen. Ältere Stubentiger leiden nämlich oft unter Verstopfung und müssen daher viel trinken. Trockenfutter ist in diesem Fall wenig förderlich, da es den Körper zusätzlich austrocknet. Auch in Bezug auf das Gebiss, ist zu trockene Nahrung abzulehnen. Da Zahnleiden im hohen Alter zunehmen, solltest Du beim Futter für Katzensenioren darauf achten, dass dieses leicht und gut zu kauen ist. Natürlich darfst Du Deinen Stubentiger nach wie vor mit dem einen oder anderen „Leckerli“ belohnen. Allerdings solltest Du stets darauf achten, dass sich das Verhältnis von Trocken- zu Nassfutter mit steigendem Alter zu Letzterem hin verschiebt.

Nahrungsergänzungsmittel für alte Katzen

Viele Katzenhalter stellen sich natürlich die Frage, ob die Verabreichung von Nahrungsergänzungsmitteln notwendig und für die Gesundheit des Stubentigers förderlich ist. Die Tatsache, dass mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Arten solcher Mittel erhältlich ist, macht die Entscheidung für viele Haustierbesitzer nicht einfacher.

Zuallererst gilt es zu klären, wie sich Nahrungsergänzungsmittel definieren lassen. Hierbei handelt es sich um Substanzen, bei denen eine Nährstoff-Balance nicht gegeben ist. Konkret heißt dies, dass diese lediglich als Ergänzung zum gewohnten Alleinfuttermittel verabreicht werden. Jene Präparate helfen dabei, etwaige Mangelerscheinungen zu beheben. Allerdings ist es dabei natürlich wichtig, dass Du darüber Bescheid weißt, ob Deine Katze von der Beigabe der Nahrungsergänzungsmittel profitiert. Aus diesem Grund lohnt sich hier ebenfalls der Gang zum Tierarzt. Dieser kann leicht feststellen, was Deine Katze fehlt und eine Futterempfehlung aussprechen. Erste Anzeichen für eine Mangelerscheinung kannst Du selbst am Fell Deiner Katze erkennen. Ist dieses stumpf und struppig, lässt sich davon ausgehen, dass eine Ernährungsumstellung angemessen ist. Außerdem solltest Du ein Tier, das matt und abgeschlagen wird, auf jeden Fall untersuchen lassen.

Mit Nahrungsergänzungsmittel kann Du jedoch nicht nur bestehende Beschwerden lindern, sondern gleichzeitig dem Entstehen von Krankheiten vorbeugen. Diese Art des Futtermittels steht Dir in Form von Leckerli, Pulver, Pasten und Gels zur Auswahl. Diese Inhaltsstoffe können in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sein:

  • Vitamine: Oft handelt es sich hierbei um Vitamin A oder Vitamin D. Diese Zusatzstoffe unterstützen das Immunsystem der Katze.
  • Hefe und Biotin: Diese Stoffe kommen vor allem bei Haut- und Fellproblemen zur Anwendung.
  • Mineralstoffe, Spurenelemente: Hier handelt es sich oft um Eisen Magnesium oder Kalzium. Diese Nahrungsergänzungsmittel kommen nicht nur dem Immunsystem, sondern auch der Nervenfunktion und der Muskeltätigkeit zugute.
  • Fischöle: Die so genannten „Omega-Fettsäuren“ sorgen dafür, dass das Fell Deiner Katze gesund aussieht und glänzt.
  • Aminosäuren: Inhaltsstoffe wie Taurin stärken Gesundheit und Wohlbefinden Deines Stubentigers. Auch verhelfen ihm diese zu mehr Vitalität.
  • Grünlippmuschelextrakt: Wenn Du die Gelenken und Knochen Deiner Katze stärken willst, ist dieses Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen.

Wenn ältere Katzen nicht mehr fressen möchten

Will eine betagte Katze kein Futter zu sich nehmen, gilt es, den Grund hierfür auszuforschen. Wie eingangs erwähnt, kann die Ursache ein verminderter Geruchs- und Geschmackssinn sein. Trotzdem solltest Du Deinen Stubentiger bei Verweigerung der Nahrungsaufnahme zuallererst von einem Tierarzt unter die Lupe nehmen lassen. Liegen keine körperlichen Beschwerden vor, ist in erster Linie Geduld gefragt. Senioren sind bei der Auswahl ihres Futters eher penibel – trotzdem kannst Du Deine Katze mit ein paar kleinen Tricks in den meisten Fällen doch noch vom kulinarischen Angebot überzeugen.

Fazit

Insgesamt gesehen, lässt sich sagen, dass eine altersgerechte Ernährung Deiner Katze ohne großen Aufwand möglich ist. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und der Unterstützung Deines Tierarztes findest Du leicht heraus, welche Art von Futter die beste Wahl für Deinen Stubentiger ist. Mittlerweile steht Dir Futter für Katzensenioren auch im Tierfachhandel zur Verfügung.

Bildquelle:

  • Alte Katze: ©sethoestreich - Pixabay.com